Die JPRS-Typisierungsaktion 2014 – ein großer Erfolg!

219 registrierte Schüler in der DKMS-Knochenmarkspenderdatei!

219 registrierte Schüler in der DKMS-Knochenmarkspenderdatei – das ist der Erfolg der aktuellen Typisierungsaktion an der JPRS in Kooperation mit der DKMS und ein Ausdruck des sozialen Engagements von Lehrern und Schülern an der Friedberger Berufsbildenden Schule.

 

Im Zentrum der Aktion standen die Menschen, die an Leukämie leiden und dringend gesunde Stammzellen eines passenden Spenders benötigen. Alle 16 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an Blutkrebs, darunter viele Kinder und Jugendliche. Für zahlreiche Patienten ist die Übertragung gesunder Stammzellen die einzige Überlebenschance. Viele jedoch finden keinen passenden Spender, deshalb gilt: Je mehr Menschen sich registrieren lassen, desto höher steigt die Wahrscheinlichkeit, die seltenen geeigneten Spender zu finden. In der Knochenmarkspenderdatei der DKMS werden spenderwillige Menschen registriert (aktuell über 3,6 Millionen), die sich dadurch bereit erklären, im Übereinstimmungsfall der Gewerbemerkmale eigene Stammzellen zur Verfügung zu stellen – eine Spende, die das Leben des leukämiekranken Patienten retten kann.

 

Um Schüler auf die dramatische Situation der Blutkrebspatienten aufmerksam zu machen und um möglichst viele spenderwillige Schüler zu erfassen, organisiert die JPRS zusammen mit der DKMS alle zwei Jahre eine Typisierungsaktion, die jetzt wieder am 1.4.14 stattfand. Die Registrierung und Typisierung von Spenderwilligen ist die Voraussetzung, Übereinstimmungen der Gewebemerkmale eines gesunden Menschen mit denen eines Patienten ermitteln zu können. Kommt nach der medizinischen Untersuchung ein Spender in Frage, so werden in 80 % der Fälle die Stammzellen direkt aus dem Blut entnommen, ein stationärer Aufenthalt ist nicht notwendig (so genannte periphere Stammzellenentnahme).

 

 

Von Seiten der JPRS trommelten die Lehrer Otto Lomb und Melitta Koob ein Organisationsteam von Schülern unterschiedlichster Schulformen zusammen, die die Initiative durch ihre Hilfe unterstützen wollten: Nachdem ein Schülerteam das Foyer und zwei Klassenräume für die Typisierungsaktion vorbereitet hatte, konnte diese um 9 Uhr beginnen: Die ersten spenderwilligen Schüler, die von den Lehrkräften vorab informiert worden waren, erschienen. Gekommen waren auch Schüler des Augustinergymnasiums mit ihrer betreuenden Lehrerin. Ein zweites Helferteam beriet die potentiellen Stammzellenspender bei der Entnahme der Mundschleimhautzellen (wichtig für die genetische Untersuchung) und half beim Ausfüllen der Registrierung und Einverständniserklärung für die potentielle Stammzellenspende. Die DKMS-Mitarbeiterin Traudl Schlitt stellte das Material zur Verfügung und stand den Helfern mit Rat und Tat zur Seite.