Eine Lehrstunde in Sachen Ökologie

JPRS-EIBE-Schüler fertigen Hordengatter für Waldschonungen

EIBE-Schüler beim Aufstellen der Horden
EIBE-Schüler beim Aufstellen der Horden

Ökologisches Bewusstsein schaffen

Dieses ambitionierte Ökologie-Projekt verknüpft die Förderung ökologischen Bewusstseins mit der Motivation durch handwerkliche Arbeit ein Produkt zu gestalten, welches sinnvolle Anwendung findet. Schüler der EIBE und der BFS mit den Schwerpunkten Waldschule, Ökologie und Holztechnik fertigten sogenannte Hordengatter, die in der Forstwirtschaft als Einzäunung und Schutz des Jungwaldwuchses und der Pflanzflächen gegen Wildverbiss eingesetzt werden. Der Clou der Horden: Sie sind aus unbehandeltem Holz (Fichte oder Kiefer) und somit im Gegensatz zu anderen Schutzmöglichkeiten wie Drahtzäunen ökologisch abbaubar, d.h. sie kommen nach jahrelangem Einsatz wieder dem Waldboden zugute (Selbst die Nägel bauen sich ab).


Eine Lehrstunde in systematischem Planen, Organisieren und Arbeiten

Stefan Wirth, Fachlehrer Holztechnik, und Sozialarbeiterin Claudia Henske bereiteten die Klassen auf das Projekt vor, das in Zusammenarbeit mit Hessenforst erfolgte. Mithilfe des Fachbuches „Der Forstwirt“ wurden die Schüler mit den theoretischen Grundlagen der nachhaltigen Forstwirtschaft vertraut gemacht. Dann entwarfen die Projektteilnehmer die Konstruktionspläne für die Hordengatter. Der praktische Projektabschnitt erfolgte in Zusammenarbeit mit der Holzabteilung der JPRS. Unter der Leitung von Fachlehrer Norbert Hantl wurde in der schuleigenen Holzwerkstatt eine Schablone entworfen, die als Hilfsvorrichtung die Montage der Horden erleichtert – eine Lehrstunde in systematischem Planen, Organisieren und Arbeiten.


Die selbstgebauten Hordengatter kommen im Forstgebiet Münzenberg zum Einsatz

Mithilfe der Schablone fertigten die Jugendlichen aus Dachlatten die Hordengatter und wurden dabei von Klaus Kamm, Abteilungsleiter EIBE und Thomas Schimonsky, Fachlehrer EIBE unterstützt. Noch während die Fertigung lief, wurden die ersten Horden  zu ihren Einsatzgebieten gefahren. Unter Anleitung ihrer Lehrer und der Mitarbeiter von Hessenforst stellten die Schüler in den zur Revierförsterei Münzenberg gehörenden Waldgebieten rund um Bad Nauheim, Gambach und Rockenberg die Schutzgatter in den Schonungen auf.


Fazit: JPRS-Schulleiterin Jutta Tschakert dankte den Schülern und den beteiligten Lehrkräften und äußerte ihre Anerkennung über die erfolgreiche Projektarbeit. Die für das Horden-Projekt verantwortliche Revierförsterin Hermine Link von der Revierförsterei Nidda zeigte sich sehr zufrieden mit den hergestellten Horden und lobte die Klassen für ihr Engagement und ihren Arbeitseinsatz. Das ökologische EIBE-Projekt der JPRS zum Schutz von Waldschonungen war eine wertvolle Erfahrung für Schüler, die viel über nachhaltiges Wirtschaften im Forstwesen erfuhren und an ihrer sinnvollen, nutzenbringenden Tätigkeit gewachsen sind.