Piff-Paff-Puff … oder sei schlau, schütz dich am Bau!

Ein lehrreicher Workshop für Azubis zum Thema Unfall- und Gesundheitsschutz

Workshop der Berufsgenossenschaft zum Thema Unfall- und Gesundheitsschutz

Eine Delegation der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft besuchte die JPRS-Berufsschule in Friedberg, um den angehenden Dachdeckern und Holz- und Bautenschützern Grundlagen zum wichtigen Thema Unfall- und Gesundheitsschutz zu vermitteln. Nach einer kurzen Einführung, in der Herr Kuhl den Auszubildenden Funktion und Aufgaben der Berufsgenossenschaft erklärte, wurden die Auszubildenden in drei Gruppen aufgeteilt und von Frau Körner-Kunz (Arbeitsmedizinisch-Sicherheitstechnischer Dienst) und dem Team der Berufsgenossenschaft in praxisorientierten Workshops zum Thema Sicherheit, angeleitet, geschult und informiert.

 

Modul I – Rückenschonendes Arbeiten / Umgang mit Elektrizität

Im ersten Workshop-Modul ging es um Themen wie: Rückenschonendes Arbeiten, Heben, Tragen und den Umgang mit Elektrizität. Um die Brisanz der Thematik anschaulich zu vermitteln, führten die Workshopleiter den staunenden Schülern diverse defekte oder unfachmännisch zusammengebastelte (und nebenbei lebensgefährliche!) Kabeltrommeln und Mehrfachstecker vor, die sie in ihrem Einsatz auf Baustellen entdeckt und aus dem Verkehr gezogen haben.

 

Modul II – Persönliche Schutzausrüstung

In zweiten Modul wurde das Thema persönliche Schutzausrüstung (Sicherheitsschuhe, Anseilgurte, Kopf-, Gehör- und Augenschutz) näher gebracht.

An Versuchsaufbauten konnten die Auszubildenden Sinn und Zweck und nicht zuletzt die schützende Wirkung von Helmen oder Stahlkappenschuhen im Real-Life Modus testen.

 

Modul III – Piff-Paff-Puff - Brandschutz / Umgang mit Lösemitteln

Im anschließenden Piff-Paff-Puff-Modul (das heißt nebenbei tatsächlich so!) ging es dann um die Themen Brandschutz und Umgang mit Lösemitteln. In den anschließend veranstalteten Versuchsreihen konnten die Auszubildenden am eigenen Leib spüren, welche erschreckende Explosionskraft harmlos erscheinende Lösemittel unter bestimmten Voraussetzungen entwickeln können und mit eigenen Augen miterleben, wie schnell sich Brände ausbreiten und welche verheerenden Schäden sie anrichten können, wenn sie zu spät oder unfachmännisch gelöscht werden. Um schwere Unfälle dieser Art zu vermeiden, bekamen die Azubis Anweisungen und Hilfestellungen zum Lesen und Verstehen von Anleitungen, Gebrauchsanweisungen und Gefahrenhinweisen auf Behältnissen.

 

Modul IV – Der sichere Umgang mit Leitern

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! Wirklich? Falls doch, dann war mit ziemlicher Sicherheit eine Leiter im Spiel. Um dieses oft unterschätze, doch ernsthafte Gefahrenthema näherzubringen, wurde an verschiedenen Leitermodellen in der Praxis vorgeführt, wie diese korrekt und sicher genutzt werden.

 

Fazit: Die Auszubildenden der JPRS haben viele wichtige und lehrreiche Informationen zum Schutz ihrer Gesundheit im täglichen Arbeitseinsatz mitgenommen. Insbesondere lobten sie den realistischen Ansatz der einzelnen Workshop-Module, in denen sie die potenziellen Gefahren des Arbeitslebens spüren, fühlen und live miterleben konnten.