„Stark fürs Morgen“ – Zehntklässler arbeiten an Resilienz und Eigenverantwortung Workshoptage an der JPRS stärken Verantwortung und Zukunftskompetenzen

Unter dem Leitmotiv „Ich übernehme mehr Verantwortung für mich“ haben kürzlich rund 80 Schülerinnen und Schüler der zehnten Jahrgangsstufe der Berufsfachschule an der Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) zwei intensive Workshoptage erlebt. Aktuelle Jugendstudien zeigen, dass psychische Belastungen, Zukunftssorgen und der Wunsch nach Orientierung zentrale Themen der jungen Generation sind. Genau hier setzten die Friedberger Workshoptage an. Ziel der Veranstaltung war es, junge Menschen in einer Lebensphase voller Entscheidungen zu stärken und ihnen wichtige Kompetenzen für ihren weiteren Bildungs- und Lebensweg zu vermitteln. Die Schülerinnen und Schüler erlangen nach dem zweijährigen Besuch der Berufsfachschule den Realschulabschluss. Damit haben sie sehr gute Voraussetzungen für eine anschließende Berufsausbildung.

 

Das inhaltliche Spektrum der Workshops reichte von persönlicher Entwicklung über soziale Kompetenzen bis hin zu rechtlichen und finanziellen Grundlagen. Persönlichkeitstrainerin Claudia Baier arbeitete mit den Jugendlichen zu den Themen „Resilienter werden“ und „Mehr Eigenverantwortung übernehmen“. Dabei standen Strategien zur Bewältigung von Stress, Rückschlägen und Zukunftsängsten ebenso im Mittelpunkt wie die Frage, wie junge Menschen ihr eigenes Handeln bewusst gestalten können. „Viele Jugendliche spüren heute einen hohen Druck – schulisch, beruflich und sozial. Umso wichtiger ist es, ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen sie ihre Stärken erkennen und selbstbestimmt Entscheidungen treffen können“, betonte Baier.

 

Einblicke in rechtliche Konsequenzen jugendlichen Handelns vermittelte die Friedberger Amtsrichterin Janine Pörschke in ihrem Workshop zum Jugendstrafrecht. Anhand praxisnaher Beispiele erklärte sie, welche Folgen Regelverstöße haben können und welche Bedeutung Verantwortung im gesellschaftlichen Miteinander besitzt. Ergänzend dazu informierte die Volksbank Mittelhessen über den bewussten Umgang mit Geld – ein Themenfeld, das laut Studien zunehmend an Bedeutung gewinnt, da viele Jugendliche früh mit digitalen Bezahlformen, Konsumdruck und finanziellen (Fehl-)Entscheidungen konfrontiert sind. Weitere Angebote widmeten sich dem Teambuilding sowie dem Thema „Lernen lernen“.

 

Organisiert wurden die beiden Workshoptage von der Arbeitsgruppe der Bildungswerkstatt der Johann-Philipp-Reis-Schule. Deren Leiterin Eva Groß zog ein positives Fazit: „Unser Ziel ist es, Schule nicht nur als Ort der Wissensvermittlung zu verstehen, sondern als Raum, in dem junge Menschen Persönlichkeit entwickeln und Zukunftskompetenzen erwerben. Die Rückmeldungen zeigen, wie wichtig solche Formate sind.“