Gymnasiasten der JPRS gestalten Workshop beim ersten Demokratietag in Friedberg

Beim ersten Demokratietag des Jugendrates der Stadt Friedberg beteiligte sich auch eine Schulklasse aus der 11. Jahrgangsstufe des Beruflichen Gymnasiums (BG) der Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) in Friedberg. Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft der Ersten Stadträtin Christine Diegel und brachte Schülerinnen und Schüler verschiedener Friedberger Schulen zusammen, um sich mit Themen rund um Demokratie und politische Teilhabe auseinanderzusetzen.

 

Gemeinsam mit PoWi-Leistungskursen der Augustinerschule Friedberg und des Burggymnasium Friedberg nahm die Klasse BG11a der JPRS an insgesamt vier Workshops im Bereich „Oberstufe“ teil. Das Programm bot dabei eine vielfältige Mischung aus Diskussion, Information und praktischer Beteiligung.

 

So konnten die Teilnehmenden in einem Workshop unter der Leitung von Christine Diegel selbst in die Rolle von Kommunalpolitikerinnen und -politikern schlüpfen und die Wahl einer Bürgermeisterin beziehungsweise eines Bürgermeisters simulieren. Ein weiterer Programmpunkt war ein Austausch mit dem Jugendrat über das Friedberger Jugendhaus „Junity“. Zudem hielt der Hessische Rundfunk einen Vortrag zum Thema „Satire und Demokratie“, der Einblicke in die Rolle satirischer Formate im politischen Diskurs gab.

 

Besonders hervorzuheben ist, dass der BG-Kurs der Johann-Philipp-Reis-Schule selbst die Leitung eines Workshops übernahm. Gemeinsam mit dem PoWi-Lehrer Markus Hocker gestalteten die Schülerinnen und Schüler eine Talkshow-Simulation zum Thema „Wiedereinführung der Wehrpflicht“. Dabei stellten sie zunächst die Methode des simulativen Verfahrens vor, bevor rund 30 Minuten lang engagiert debattiert wurde. Den Abschluss bildete eine gemeinsame Reflexionsphase, in der die Diskussion und das Format ausgewertet wurden.

 

Zudem waren mit Amira Faussi und Tom Störmer eine Schülerin und ein Schüler der JPRS als Teil des Jugendrates direkt an der Planung des Demokratietages beteiligt. Tom Störmer aus der BG13 hob die Bedeutung der Veranstaltung hervor: „In einer Zeit, in der unsere demokratische Grundordnung immer mehr bedroht wird, ist ein solcher Aktionstag sehr gut für die Jugend. Die verschiedenen Workshops zeigten eine neue Seite der politischen Bildung. Durch die von der JPRS vorbereiteten Podiumsdiskussionen wurde den Jugendlichen der Friedberger Oberstufen gezeigt, wie man sachlich und geordnet diskutiert und trotz unterschiedlicher Meinungen respektvoll miteinander umgeht.“

 

Insgesamt kann die Erstauflage des Demokratietages als voller Erfolg gewertet werden. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie junge Menschen aktiv in politische Themen eingebunden werden können. Dem Jugendrat und allen Organisatorinnen und Organisatoren ist daher zu wünschen, dass dieses Format auch in Zukunft fortgesetzt wird.