Herzlich Willkommen auf der Homepage der JPRS
Die moderne gewerblich-technische Berufsschule im Wetteraukreis
Mi
27
Mai
2026
Schulpartnerschaft mit Leżajsk: Schülerinnen und Schüler der JPRS besuchen Danzig
Zwischen der Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) in Friedberg und der polnischen Partnerschule Zespół Szkół Technicznych (ZST) in Leżajsk besteht seit 2019 eine Schulkooperation. Im Mai letzten Jahres wurde die jahrelange Zusammenarbeit beider Schulen vertraglich besiegelt.
Vom 19.-24.4.26 trafen sich nun zum dritten Mal in Folge Schülerinnen und Schüler aus Leżajsk und aus Friedberg im Danziger St. Maximilian Kolbe Haus der Versöhnung und Begegnung. Das Gästehaus wird von Franziskanermönchen betrieben, die den Besucherinnen und Besuchern eine komfortable und zentrumsnahe Unterkunft und sehr schmackhafte polnische Mahlzeiten bieten. Gefördert wurde die Begegnung durch das Deutsch-Polnische-Jugendwerk (DPJW).
Die polnische Gruppe kam aus dem Karpatenvorland mit dem Zug nach Danzig und wurde von den Lehrerinnen Alfreda Grabowska-Błońska, Małgorzata Pieniążek und Joanna Stępień begleitet. Die JPRS-Gruppe reiste die über 1000 km mit dem Flugzeug an. Sie bestand aus Auszubildenden des dritten Ausbildungsjahres (Elektroniker für Betriebstechnik, Elektroanlagen-monteure und Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik) und aus Schülern des Beruflichen Gymnasiums (BG) mit dem Schwerpunkt Mechatronik. Die Betreuung der deutschen Gruppe erfolgte durch die Lehrkräfte Madlen Krawatzek, Torsten Schöllner und Stefan Milk.
Am ersten Tag stand ein gegenseitiges Kennenlernen unter der Anleitung der Organisatoren des St. Maximilian Kolbe Hauses, Jakub Garsta und Patrycja Kaleczyc, auf dem Plan. Im Fokus stand dabei neben einer Sprachanimation in beiden Sprachen die gegenseitige Präsentation der jeweiligen Schulen und Schulsysteme, um dadurch Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Bildungssysteme kennenzulernen. Den Abschluss des Tages bildete ein gemeinsamer Abend in der Stadt.
Am folgenden Tag fand am Vormittag ein weiteres Kennenlernen statt, und es erfolgte die Vorstellung des geplanten Wochenprogrammes. Nachmittags besuchte die Gruppe gemeinsam ein Bowlingcenter und danach das sehr moderne Bernsteinmuseum von Danzig, der „Welthauptstadt“ des Bernsteins. Der Dienstag wurde vormittags dazu genutzt, eine Stadtrally durch die historische Danziger Altstadt in gemischten Gruppen zu absolvieren. Dazu gab es für die Schülerinnen und Schüler Aufgaben aus den Bereichen Geschichte und Architektur.
Zu einem Besuch in Danzig gehört es, sich mit der Geschichte der Solidarność-Gewerkschaft zu beschäftigen. Dazu besichtigten die Teilnehmer am Mittwoch das Europäische Solidarność-Zentrum, ein sehr interessantes und lebendig gestaltetes Museum. Am Donnerstag besuchte die Gruppe die Werft PGZ Stocznia Wojenna in Gdynia, die älteste in Betrieb befindliche Werft Polens. Auf der Rückreise von Gdynia nach Danzig wurde ein Zwischenstopp in dem wunderschönen Ostseekurort Sopot eingelegt.
Am Freitag hieß es nach einer Abschlussrunde Abschied zu nehmen und die Heimreise anzutreten. Geblieben sind bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern großartige Erinnerungen und neu entstandene länderübergreifende Freundschaften.
Über 100 Lehrkräfte und mehr als 2.000 Schüler in 5 Schulformen
Mit über 100 Lehrkräften, die weit mehr als 2.000 Schüler in 5 Schulformen unterrichten, ist die Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) sowohl von der Schülerzahl als auch vom Bildungsangebot eine der größten Berufsschulen im Wetteraukreis.
Das Bildungsangebot der JPRS reicht vom Beruflichen Gymnasium, über die Fachoberschule und die Berufsfachschule, bis zu dem breit gefächerten Angebot der Berufsschule mit über 20 Ausbildungsberufen und der BBV mit ihren Bildungsgängen zur Berufsvorbereitung. Dabei garantieren wir in allen Schulformen die bestmögliche Qualität der Ausbildung unserer Schüler.
JPRS – Bildung und Ausbildung mit dem besonderen PLUS
Als besonderes PLUS bieten wir den Schülern der JPRS als Ergänzung zu den regulären Schulabschlüssen (die in Qualität und Ausbildung 1:1 denen einer Regelschule entsprechen), die Wahl eines zusätzlichen Schwerpunkts an. Mit Hilfe des Schwerpunktes in einem von ihnen gewählten Interessensgebiet, werden unsere Schüler auf die Anforderungen des späteren Studiums und/oder Arbeitslebens in diesem Berufsfeld vorbereitet.
Mit dem hoch qualifizierten Lehrpersonal im Regelunterricht und den erfahrenen Fachkräften in den berufsvorbereitenden Schwerpunkten ist die JPRS, insbesondere für Schüler, die ein Studium in einem bestimmten Berufsfeld anstreben, eine gute Alternative zu den "normalen" Gymnasien und Mittelschulen.
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Mi
03
Jun
2026
Teamtag der JPRS-Bauabteilung verbindet UNESCO-Welterbe mit klimafreundlicher Zementproduktion
Baugeschichte, moderne Baustofftechnologie und die Herausforderungen des Klimaschutzes standen im Mittelpunkt eines zweitägigen Teamtages der Bauabteilung der Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) in Friedberg. Die Fahrt führte die Lehrkräfte vom 31.5. bis 1.6.26 nach Hildesheim und in das Holcim-Zementwerk Höver bei Hannover. An der Exkursion nahmen Katja Denner, Roman Thomas, Bernd Ritter, Roland Weinbrenner, Kai Ludwig, Holger Gerlach sowie Referendar Timo Klas teil. Der gemeinsame Teamtag verband die Auseinandersetzung mit bedeutenden Bauwerken vergangener Jahrhunderte mit einem Blick auf die Zukunft der Baustoffindustrie und bot zugleich Raum für fachlichen Austausch und Teambildung.
Den Auftakt bildete ein gemeinsames Mittagessen im traditionsreichen Knochenhauer-Amtshaus in Hildesheim. Anschließend begab sich die Gruppe unter der Leitung von Stadtführerin Claudia Mai auf eine bauhistorische Entdeckungsreise durch die niedersächsische Domstadt. Im Mittelpunkt standen dabei die weltberühmten UNESCO-Welterbestätten, insbesondere die Michaeliskirche und der Hildesheimer Dom. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten einen anschaulichen Einblick in die Entwicklung mittelalterlicher Baukunst und erfuhren, wie eng Architektur, Handwerk und gesellschaftlicher Wandel seit Jahrhunderten miteinander verknüpft sind. Die eindrucksvollen Bauwerke machten deutlich, dass nachhaltiges Bauen und langlebige Konstruktionen keine modernen Erfindungen sind, sondern seit jeher zu den großen Leistungen der Baukultur zählen.
Neben den fachlichen Inhalten bot die Führung zahlreiche Gelegenheiten zum kollegialen Austausch. Gerade außerhalb des Schul- und Arbeitsalltags entstanden viele Gespräche über aktuelle Herausforderungen im Bauwesen, über Unterrichtsinhalte sowie über die Entwicklung zukünftiger Bau- und Energiekonzepte.
Der zweite Tag stand ganz im Zeichen moderner Baustoffproduktion. Ziel war das Holcim-Zementwerk Höver, eines der größten und technologisch modernsten Zementwerke Deutschlands. Nach der Begrüßung durch Dr. Jesko Gerlach erhielten die Besucherinnen und Besucher eine umfassende Einführung in die Herstellung des wichtigsten Bindemittels der Bauwirtschaft. Während der Werksführung wurden die einzelnen Produktionsschritte von der Rohstoffgewinnung über die Aufbereitung und den Brennprozess bis hin zur Qualitätssicherung erläutert. Besonders großes Interesse fanden die Bereiche Materialentwicklung und Laborprüfung, in denen die Eigenschaften der Baustoffe kontinuierlich überwacht und weiterentwickelt werden.
Im Mittelpunkt des Besuchs stand jedoch die Frage, wie die Zementindustrie ihre Klimabilanz verbessern kann. Die Herstellung von Zement zählt weltweit zu den CO₂-intensiven Industrieprozessen. Ein erheblicher Teil der Emissionen entsteht dabei nicht durch den Energieverbrauch, sondern unmittelbar durch die chemische Umwandlung des Kalksteins während der Klinkerproduktion. Diese sogenannten Prozessemissionen lassen sich nur begrenzt durch Energieeinsparungen reduzieren und stellen die Branche vor große Herausforderungen.
Vor diesem Hintergrund präsentierten die Verantwortlichen des Werkes die umfangreichen Maßnahmen zur Dekarbonisierung der Produktion. Dazu gehören die verstärkte Nutzung alternativer Brennstoffe, die Verringerung des Klinkeranteils in modernen Zementen sowie die Entwicklung neuer Herstellungsverfahren. Besonderes Augenmerk galt dem innovativen CO₂-Abscheidungsprojekt am Standort Höver. Dort wird derzeit eine neuartige Membrantechnologie erprobt, mit deren Hilfe Kohlendioxid direkt aus den Abgasen der Zementproduktion abgeschieden werden kann. Ziel ist es, einen Großteil der unvermeidbaren Prozessemissionen aufzufangen und für eine spätere Nutzung oder Speicherung bereitzustellen.
Die vorgestellten Forschungsergebnisse verdeutlichten, welches Potenzial in diesen Technologien steckt. Nach Angaben von Holcim könnte die neue Technik künftig einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der deutschen und europäischen Klimaziele leisten. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Transformation der Baustoffindustrie nur im Zusammenspiel von technischer Innovation, politischer Unterstützung und einer steigenden Nachfrage nach klimafreundlichen Baustoffen gelingen kann.
Für die Lehrkräfte der Bauabteilung bot der Teamtag eine eindrucksvolle Verbindung von Vergangenheit und Zukunft. Während in Hildesheim die Baukunst vergangener Jahrhunderte im Mittelpunkt stand, zeigte das Werk Höver, mit welchen technologischen Lösungen die Bauwirtschaft den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts begegnet. Die Exkursion machte deutlich, dass die Entwicklung nachhaltiger Bauweisen nicht nur eine technische Aufgabe ist, sondern auch ein gesellschaftliches Projekt, das Fachwissen, Innovationsbereitschaft und Zusammenarbeit erfordert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zogen ein durchweg positives Fazit und kehrten mit zahlreichen neuen Eindrücken und fachlichen Impulsen zurück.
Mi
27
Mai
2026
Gymnasiasten der JPRS besuchen die Firma Energor in Ossenheim
Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Leistungskurses Bautechnik am Beruflichen Gymnasium der Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) in Friedberg besuchten kürzlich die Firma Energor in Ossenheim. Begleitet wurden sie von ihrem Lehrer Holger Gerlach.
Geschäftsführer Matthias Preußner stellte den Betrieb ausführlich vor und erklärte den jungen Menschen die verschiedenen Aufgabenbereiche des Unternehmens. Besonders im Mittelpunkt standen die fachgerechte Speiserestentsorgung sowie die nachhaltige Verarbeitung organischer Abfälle zur Gewinnung von Biogas.
Die Schülerinnen und Schüler erhielten interessante Einblicke in die Abläufe der modernen Energiegewinnung und erfuhren, wie aus Speiseresten umweltfreundliche Energie entsteht. Anschaulich wurde erklärt, wie Biogas zur Stromproduktion genutzt wird und welchen wichtigen Beitrag das Unternehmen zum Umwelt- und Klimaschutz leistet.
Herr Preußner betonte außerdem die Verantwortung des Betriebs gegenüber der Umwelt sowie die Bedeutung nachhaltiger Kreislaufwirtschaft. Die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten der JPRS zeigten großes Interesse und stellten zahlreiche Fragen zu den technischen Abläufen und den ökologischen Vorteilen der Energiegewinnung.
Am Ende des Besuchs zeigten sich die Schülerinnen und Schüler beeindruckt von der Verbindung aus moderner Technik, Nachhaltigkeit und verantwortungsbewusstem Umgang mit den Ressourcen. Die Exkursion zur Firma Energor in Ossenheim bot viele neue Eindrücke und verdeutlichte, wie innovative Unternehmen aktiv zum Umweltschutz beitragen können.
Mi
27
Mai
2026
Studienfahrt der JPRS nach Madrid: Kultur, Geschichte und spanisches Lebensgefühl
Vom 20. bis 24. April 2026 unternahm der Spanischkurs der 12. Jahrgangsstufe des Beruflichen Gymnasiums (BG12) der Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) in Friedberg eine abwechslungsreiche Kursfahrt nach Madrid. Begleitet von ihren Lehrkräften Claudia Schirm und Klaus Peppler erwarteten die Schülerinnen und Schüler fünf Tage voller Kultur, Geschichte, Kunst und spanischer Lebensfreude. Bereits beim Anflug auf die spanische Hauptstadt war die Vorfreude groß. In Madrid erlebte die Gruppe das warme Wetter, die lebendigen Plätze und die besondere Atmosphäre der Hauptstadt Spaniens.
Schon am ersten Programmtag standen zahlreiche Besichtigungen auf dem Plan, für die die Schülerinnen und Schüler Vorträge vorbereitet hatten. Besonders beeindruckend war der Besuch der Kathedrale Santa María la Real de La Almudena. Dort erfuhren die jungen Menschen viel über die lange Entstehungsgeschichte sowie die Einweihung durch Papst Johannes Paul II. Die farbenfrohe Deckengestaltung, der prachtvolle Altar und die ruhige Krypta hinterließen einen bleibenden Eindruck. Ein Höhepunkt war der Blick von der Kuppel über die Dächer Madrids.
Auch das Literatenviertel Barrio de las Letras faszinierte die Gruppe. Dort begegnete man berühmten spanischen Schriftstellern wie Miguel de Cervantes oder Lope de Vega auf besondere Weise: Ihre Zitate sind direkt in das Straßenpflaster eingelassen. So wurde Literatur plötzlich greifbar und lebendig.
Ein weiteres Thema der Reise war die spanische Tradition des Stierkampfes. In der berühmten Arena Plaza de Toros de Las Ventas lernten die Schülerinnen und Schüler den Ablauf eines traditionellen Stierkampfes kennen und erfuhren mehr über die Rollen von Matadoren, Picadores und Banderilleros. Interessant für die Gruppe war auch, dass inzwischen immer mehr Frauen im Stierkampf aktiv sind, obwohl dieser Bereich lange ausschließlich Männern vorbehalten war.
Natürlich spielte auch Fußball eine wichtige Rolle. Beim Besuch des Estadio Santiago Bernabéu beeindruckten vor allem die moderne Architektur und die riesigen Zuschauerränge. Außerdem beschäftigte sich der Spanisch-Kurs der JPRS mit der Bedeutung der beiden großen Madrider Vereine Real Madrid und Atlético Madrid für die Stadt und die spanische Fußballkultur.
Neben historischen und politischen Themen lernte die Gruppe auch moderne Seiten Madrids kennen. Das alternative Viertel Malasaña mit seinen kleinen Cafés, Street-Art-Kunstwerken und dem lebendigen Nachtleben zeigte eine kreative und junge Seite der Stadt. Dort wurde auch die Bedeutung des Flamencos als wichtiger Bestandteil spanischer Kultur näher beleuchtet. Eine Flamenco-Show vor Ort begeisterte die Gruppe mit emotionalem Gesang, eindrucksvollem Tanz und traditioneller Gitarrenmusik.
Ein weiteres Highlight war der Besuch des Palacio Real. Die prunkvollen Räume des Königspalastes vermittelten eindrucksvoll die Geschichte der spanischen Monarchie. Auch politisch gewann die Gruppe neue Einblicke: Im Palacio de Cibeles, dem heutigen Rathaus Madrids, standen Themen wie die spanische Demokratie, der Konflikt mit Katalonien und die Aufgaben des Senats im Mittelpunkt.
Auch die Kunst kam nicht zu kurz. Im weltberühmten Museo del Prado bestaunte der Kurs Werke von Diego Velázquez, Francisco de Goya und Hieronymus Bosch. Besonders das berühmte Gemälde „Las Meninas“ von Velázquez beeindruckte viele Schülerinnen und Schüler nachhaltig.
Die Pfarrkirche San Jerónimo el Real beeindruckte die Gruppe durch ihre historische Architektur und ihre besondere Bedeutung für die spanische Königsfamilie. Früher war sie eng mit dem königlichen Hof verbunden und bis heute finden dort wichtige religiöse Zeremonien statt. Der Parque del Retiro bot Gelegenheit zur Erholung. Der große See mit dem Denkmal von König Alfonso XII., alte Bäume und ruhige Wege bildeten einen angenehmen Kontrast zum hektischen Stadtleben.
Die Kursfahrt nach Madrid bleibt für den BG12-Spanischkurs eine unvergessliche Erfahrung. Neben zahlreichen Eindrücken aus Geschichte, Politik, Kunst und Kultur stärkte die Reise auch das Gemeinschaftsgefühl der Gruppe. Für viele wird sie als eines der schönsten Erlebnisse der Schulzeit in Erinnerung bleiben.
Di
05
Mai
2026
Einblick in die Rechtsprechung: Berufsfachschüler besuchen Gerichtsverhandlungen
Einen besonderen Einblick in die Welt der Rechtsprechung erhielten kürzlich zwei elfte Klassen des Berufsfachschulzweigs der Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS). Im Rahmen des Ethik-Unterrichts besuchten die Schülerinnen und Schüler das Amtsgericht Friedberg, um dort an realen Gerichtsverhandlungen teilzunehmen. Begleitet wurden sie von ihren Lehrern Niklas Göpel und Dr. Sven-Olaf Krusch. In der Berufsfachschule der JPRS erlangen die Schülerinnen und Schüler nach zwei Jahren den Realschulabschluss. Damit haben sie sehr gute Voraussetzungen für eine anschließende Berufsausbildung.
Der Besuch knüpfte unmittelbar an das im Unterricht behandelte Thema „Recht und Gerechtigkeit“ an. Ziel war es, den Jugendlichen nicht nur theoretisches Wissen zu vermitteln, sondern ihnen auch praktische Einblicke in die Funktionsweise des Rechtsstaats zu ermöglichen. Insbesondere sollten das Bewusstsein für Recht und Unrecht geschärft werden sowie die Erkenntnis wachsen, dass eigenes Fehlverhalten strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.
Vor Ort konnten die Schülerinnen und Schüler zwei von der Amtsrichterin geleitete Verhandlungen verfolgen und so den Ablauf eines Gerichtsprozesses aus nächster Nähe erleben – von der Eröffnung der Sitzung über die Befragung der Angeklagten und Zeugen bis hin zur Urteilsverkündung. Viele zeigten sich beeindruckt von der Struktur und Ernsthaftigkeit der Verfahren.
„Es war ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe“, berichtete eine Schülerin im Anschluss. Besonders spannend sei gewesen zu beobachten, wie detailliert die einzelnen Fälle verhandelt wurden und welche Rolle die Beteiligten – Richterin, Staatsanwaltschaft, Verteidiger – dabei einnahmen.
Für die Schülerinnen und Schüler war es sehr spannend, dass sie echte Gerichtsverhandlungen beobachten konnten. Ihre Rückmeldungen machten deutlich, wie ungewohnt und zugleich eindrücklich die unmittelbare Begegnung mit der Justiz für viele war.
Die begleitenden Lehrkräfte Herr Göpel und Dr. Krusch zeigten sich zufrieden mit dem Verlauf des Besuchs. Solche außerschulischen Lernorte seien eine wertvolle Ergänzung zum Unterricht, da sie theoretische Inhalte greifbar machten und nachhaltige Eindrücke hinterließen.
Der Besuch am Amtsgericht Friedberg wird den Schülerinnen und Schülern somit nicht nur als spannende Erfahrung in Erinnerung bleiben, sondern auch als wichtiger Schritt hin zu einem bewussteren Umgang mit Recht und Eigenverantwortung im Alltag
Do
30
Apr
2026
Lernort Natur: BzB Wald Klasse der JPRS setzt Maßstäbe in Naturschutz und praxisnaher Bildung
Die BzB Wald Klasse der Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) in Friedberg zeigt eindrucksvoll, wie moderner Unterricht, Nachhaltigkeit und aktiver Naturschutz zusammenfinden. BzB ist die Abkürzung für Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung. Die BzB Wald Klasse verlagert Lernen bewusst ins Freie: Der Unterricht findet an den Steinfurther Teichen statt, wo die Schülerinnen und Schüler begleitet von ihren Lehrern Bernd Ritter und Johannes Weil projektorientiert im realen Ökosystem arbeiten, Maßnahmen planen, fachgerecht umsetzen und ihre Wirkung überprüfen. So entstehen sichtbare Verbesserungen für Flora und Fauna und tragfähige Kompetenzen für die Zukunft. Im Mittelpunkt steht der ökologische Anspruch: Naturschutz wird nicht theoretisch diskutiert, sondern verantwortungsvoll praktiziert.
Die Bandbreite der umgesetzten Projekte ist groß. Errichtete Hirschkäfermeiler und Insektenhotels bieten Wildbienen, Käfern und anderen Nützlingen dringend benötigte Nist- und Überwinterungsplätze – ein Beitrag, der die Bestäubung im Umfeld stärkt und die Artenvielfalt fördert. Entlang geeigneter Uferzonen wurden Brutstellen für Enten angelegt, um die Aufzuchtchancen der Tiere zu verbessern und stabile Populationen zu unterstützen. Mit gezielten Aufforstungen wiederum wird der Waldbestand verjüngt und klimaresilient weiterentwickelt. Standortgerechte Baumarten und eine sorgfältige Pflege sorgen dafür, dass sich ein vielfältiger Mischwald etablieren kann.
Besondere Aufmerksamkeit widmen die Lernenden dem Schutz des Eisvogels. Für die Anlage neuer Brutmöglichkeiten wurden Steilhänge erweitert, Hindernisse beseitigt und der Zugang zu geeigneten Uferbereichen verbessert. Sorgfältig und nach naturschutzfachlichen Kriterien entfernte man Bäume, die den Anflug erschwerten, und passte die Steilwand an, damit sichere, trockene Niströhren entstehen konnten. Dieses Vorgehen veranschaulicht, was den Bildungsgang ausmacht: Biologische Kenntnisse, handwerkliche Präzision und Verantwortungsbewusstsein greifen ineinander, um konkrete Lebensräume aufzuwerten. Gleichzeitig lernen die Schülerinnen und Schüler Eingriffe naturverträglich zu planen, gesetzliche Rahmenbedingungen zu beachten, Arbeitsschutz zu berücksichtigen und Erfolge systematisch zu dokumentieren. Aus Theorie wird Praxis und aus Praxis messbarer Nutzen für die Biodiversität.
Über den Projekterfolg hinaus verfolgen die Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung (BzB) übergeordnete Ziele: Sie bereiten verlässlich auf die Berufs- und Arbeitswelt vor und zielen auf den Hauptschulabschluss bzw. den qualifizierten Hauptschulabschluss. Dabei stehen Pünktlichkeit, Beständigkeit, Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit ebenso im Fokus wie Teamfähigkeit und Verantwortungsbereitschaft. Der Unterricht ist berufsnah und projektorientiert organisiert, sodass reale Arbeitsaufträge, klare Abläufe und strukturierte Dokumentation zum Alltag gehören. Die Lernenden erhalten einen realistischen Einblick in betriebliche Prozesse, erwerben grundlegende handwerkliche Fertigkeiten, stärken ihre sozialen Kompetenzen und entwickeln die Fähigkeit, nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Damit schafft der Bildungsgang eine solide Basis für weiterführende Wege wie Berufsfachschule und Berufsausbildung und eröffnet Perspektiven in Umwelt-, Handwerks- und Dienstleistungsberufen.
Die BzB Wald Klasse ist damit weit mehr als ein Klassenzimmer im Grünen. An den Steinfurther Teichen wird Natur zum Lernlabor für ökologische Zusammenhänge, in dem Artenkenntnis, Bodenkunde, Gewässerökologie und Waldentwicklung direkt erfahrbar werden. Wer hier arbeitet, erwirbt Fertigkeiten vom Bau von Nisthilfen bis zur Pflanz- und Pflegearbeit, trainiert Projektmanagement von der Idee über die Materialplanung bis zur Erfolgskontrolle und stärkt Kommunikation und Teamgeist in realen Arbeitssituationen.
All dies zielt auf eine zentrale Zukunftskompetenz: nachhaltig zu denken und zu handeln. Der Bildungsgang der JPRS verbindet so fachliche Qualität mit Sinnstiftung und macht erlebbar, dass Naturschutz und Artenvielfalt nicht nur Schlagworte sind, sondern das Ergebnis kluger Planung, verlässlicher Teamarbeit und gelebter Verantwortung. Für interessierte Schülerinnen und Schüler eröffnet sich hier die Chance, Natur zu verstehen, sie aktiv zu schützen und dabei Fähigkeiten zu entwickeln, die sowohl in weiterführenden Bildungswegen als auch im Beruf gefragt sind. Die BzB Wald Klasse in Friedberg zeigt, wie Schule Zukunft gestaltet: praxisnah, wirksam und zum Wohl unserer gemeinsamen Lebensgrundlagen.
Eine Übersicht aller älteren JPRS-Artikel finden Sie im:





































