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Die moderne gewerblich-technische Berufsschule im Wetteraukreis

Di

23

Jun

2026

Abiturienten 2026 an der JPRS feierlich verabschiedet

Verabschiedung der Abiturientinnen und Abiturienten der Johann-Philipp-Reis-Schule

Es gibt Abende, die bleiben. Der 20. Juni 2026 war so einer. Im historischen Jugendstil-Ambiente des Theaters Altes Hallenbad hat die Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) in Friedberg ihren Abiturjahrgang 2026 feierlich verabschiedet. 54 Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums nahmen ihre Abiturzeugnisse entgegen und feierten gemeinsam mit Familien, Freunden und Lehrkräften das Ende eines langen, manchmal steinigen, vor allem aber prägenden Weges.

 

Ein Abend zwischen Rückblick und Aufbruch

Durch das Programm führten zwei Mitglieder des Abiturkomitees, die die Gäste stellvertretend begrüßten. „Nun ist endlich der Moment gekommen, auf den wir alle hingearbeitet haben“ – mit diesen Worten brachten sie auf den Punkt, was an diesem Abend mitschwang: hinter den Absolventinnen und Absolventen lag eine Zeit voller Erinnerungen, Herausforderungen und gemeinsamer Erlebnisse. Der Abend markierte das Ende eines wichtigen Lebensabschnitts und zugleich den Beginn eines neuen Kapitels. Besonderer Dank galt den Eltern, den Lehrkräften und allen, die die jungen Menschen auf ihrem Weg begleitet hatten. Auch der Zusammenhalt wurde gewürdigt: Viele Freundschaften, die während der Schulzeit entstanden, hätten den Jahrgang durch die Jahre getragen.

 

Glückwünsche und Impulse für die Zukunft

Der stellvertretende Schulleiter gratulierte den Absolventinnen und Absolventen zum Erwerb des höchsten schulischen Bildungsabschlusses und verglich ihren bisherigen Lebensweg mit einer kurvenreichen Strecke voller Herausforderungen. Sie seien an einem Punkt angekommen, an dem viele Wege offenstünden. Sein Appell an die jungen Menschen: Entscheidungen bewusst treffen, Dinge kritisch hinterfragen, an die eigenen Fähigkeiten glauben – und vor allem „mutig und aufgeschlossen“ bleiben.

Ein fester Programmpunkt des Abends ist traditionell die Verleihung des Abiturpreises des Rotary Clubs Bad Nauheim-Friedberg. In der Ansprache wurde das soziale und gesellschaftliche Engagement junger Menschen gewürdigt. Ausgezeichnet wurde in diesem Jahr eine Schülerin, die nicht nur mit einem herausragenden Abiturdurchschnitt von 1,0 überzeugte, sondern sich auch in besonderem Maße ehrenamtlich engagierte – bei der Organisation des Abiturballs, bei Spendenaktionen und im politischen Leben der Region. Als Anerkennung erhielt sie eine Urkunde sowie einen Geldpreis.

 

„Es ist des Lernens kein Ende“

Mit viel Humor, persönlichen Erinnerungen und nachdenklichen Impulsen blickte der Abteilungsleiter des Beruflichen Gymnasiums auf die vergangenen Jahre zurück. Unter dem Leitgedanken „Es ist des Lernens kein Ende“ – einem Zitat des Komponisten Robert Schumann – erinnerte er an zahlreiche gemeinsame Erlebnisse, etwa die Kursfahrt, und lobte die Entwicklung des Jahrgangs zu einer starken Gemeinschaft. Vom Kuchenverkauf über Weihnachtsmarktaktionen bis hin zur Organisation des gesamten Abiturballs habe der Jahrgang eindrucksvoll gezeigt, was gemeinschaftliches Handeln bewirken kann.

Ausdrücklich wandte er sich auch an jene Schülerinnen und Schüler, die zwar nicht das Abitur, jedoch die Fachhochschulreife erreicht hatten – eine Leistung, die ebenfalls großen Respekt verdiene. Mit Blick auf die Zukunft ermutigte er alle, ihren eigenen Weg zu gehen, kritisch zu denken und sich nicht von vorgegebenen Denkmustern leiten zu lassen.

 

Im Mittelpunkt: die Zeugnisverleihung

Den Höhepunkt bildete die feierliche Übergabe der Abiturzeugnisse, die die Absolventinnen und Absolventen aus den Händen ihrer Tutorinnen und Tutoren erhielten. Der Jahrgang verteilte sich auf fünf Profile mit den Schwerpunkten Praktische Informatik, Mechatronik, Bautechnik und – gleich zweifach – Wirtschaft. Aus den jeweiligen Schwerpunktfächern richteten einzelne Schülerinnen und Schüler kurze Abschiedsworte an Mitschüler und Lehrkräfte und überreichten ihren Tutorinnen und Tutoren als Zeichen des Dankes kleine Geschenke.

 

Ehrungen für herausragende Leistungen und Engagement

Im Anschluss wurden die besten Absolventinnen und Absolventen des Jahrgangs geehrt: Insgesamt 17 Schülerinnen und Schüler erreichten einen Notendurchschnitt zwischen 1,0 und 1,9. Für ihre hervorragenden Leistungen erhielten sie eine Urkunde sowie einen Gutschein der Schule.

 

Eine weitere Ehrung galt den Mitgliedern des Schulsanitätsdienstes. Die betreuenden Lehrkräfte würdigten deren besonderen Einsatz für die Schulgemeinschaft und dankten den Geehrten für ihre Verlässlichkeit und ihr beispielhaftes Engagement während der Schulzeit. Auch sie erhielten Urkunden und Gutscheine.

 

Ein heiterer Ausklang

Zum Abschluss des Abends standen gemeinsame Spiele auf dem Programm, bei denen Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Wettbewerben gegeneinander antraten. In lockerer Atmosphäre blieb noch einmal Zeit für Gespräche, Erinnerungsfotos und gemeinsame Momente.

 

Am Ende blickten Absolventinnen und Absolventen, Eltern und Lehrkräfte auf eine rundum gelungene Feier zurück. Im stimmungsvollen Ambiente des Theaters Altes Hallenbad verabschiedete die JPRS einen Jahrgang, der sich durch Gemeinschaftssinn, Engagement und hervorragende Leistungen ausgezeichnet hat. Für die 54 jungen Erwachsenen beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt – mit vielen Möglichkeiten und Herausforderungen, denen sie sich selbstbewusst und zuversichtlich stellen können.

 

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Mo

22

Jun

2026

Vier Absolventinnen der Schulform BzBgE feierlich an der JPRS verabschiedet

Mit einer bewegenden und zugleich fröhlichen Feier wurden am 22.6.2026 vier Absolventinnen des Bildungsgangs zur Berufsvorbereitung mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung (BzBgE) an der Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) verabschiedet. Auf dem überdachten Schulhof der Berufsschule feierten Aisha Ahmed, Rawshan Ashrafi, Alicia Gürbüz und Nikola Herdt gemeinsam mit ihren Familien, Lehrkräften, Mitschülerinnen und Mitschülern sowie weiteren Gästen den erfolgreichen Abschluss ihrer Schulzeit.

 

Die Verabschiedung bildete den feierlichen Höhepunkt einer dreijährigen Schulzeit, die von persönlichem Wachstum, neuen Erfahrungen und einer intensiven Vorbereitung auf das Berufsleben geprägt war. Seit dem Schuljahr 2021/22 kooperiert die JPRS mit der benachbarten Wartbergschule, um Jugendlichen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung eine praxisnahe berufliche Orientierung zu ermöglichen. Im Bildungsgang BzBgE werden sonderpädagogische Förderung und berufsbezogene Bildung miteinander verknüpft. Ziel ist es, die Selbstständigkeit der Jugendlichen zu stärken und ihnen möglichst gute Voraussetzungen für ihren weiteren Lebensweg zu vermitteln.

 

Während ihrer Schulzeit wurden die Schülerinnen und Schüler eng von Lehrkräften beider Schulen begleitet. Berufsschullehrkräfte der JPRS arbeiteten dabei mit Förderschullehrkräften der Wartbergschule zusammen. Ergänzend unterstützten Teilhabeassistentinnen die Jugendlichen im Schulalltag. Neben allgemeinbildenden Inhalten standen zahlreiche praktische Erfahrungen im Mittelpunkt. In Projekttagen konnten die Jugendlichen verschiedene Berufsfelder kennenlernen, darunter Holztechnik, Körperpflege, Ernährung sowie den Bereich der Fachangestellten für Bäderbetriebe. Mehrere Praktika ermöglichten zudem erste Einblicke in die Arbeitswelt und halfen den Schülerinnen und Schülern dabei, eigene Interessen und Fähigkeiten zu entdecken.

 

Die feierliche Veranstaltung wurde von Abteilungsleiterin Claudia Einhoff eröffnet, die die Gäste herzlich begrüßte. Anschließend sorgten die Klassen 10 und 11 mit einer schwungvollen Tanzdarbietung zum Song „Can’t Stop the Feeling“ von Justin Timberlake für beste Stimmung. Gemeinsam mit Lehrerin Sabine Ueberall und der Praktikantin Lilli Hirsch hatten die Schülerinnen und Schüler eine abwechslungsreiche Choreografie einstudiert, die vom Publikum mit großem Applaus belohnt wurde.

 

Einen besonderen Moment stellte die Ansprache von Schulleiter Nick Szymanski dar. Er gratulierte den vier Absolventinnen herzlich zu ihrem erfolgreichen Schulabschluss und würdigte ihre Leistungen. „Wir sind sehr stolz auf euch. Ihr habt euren Abschluss erreicht und könnt nun mit Zuversicht in einen neuen Lebensabschnitt starten“, sagte er. Die Schule habe die Schülerinnen in den vergangenen Jahren gerne begleitet und freue sich über ihre Entwicklung. Für die Zukunft wünschte er ihnen viele positive Erfahrungen, Freude und Erfolg auf ihrem ganz persönlichen Lebensweg.

 

Auch Claudia Einhoff blickte gemeinsam mit den Absolventinnen auf die vergangenen Jahre zurück. In persönlichen Worten erinnerte sie an die Entwicklung jeder einzelnen Schülerin. Nikola habe sich im Laufe der Schulzeit zu einer offenen und kommunikativen jungen Frau entwickelt. Rawshan habe ihre Deutschkenntnisse erheblich verbessert. Alicia Gürbüz habe ihre Zurückhaltung gegenüber dem Schwimmunterricht überwunden und große Freude am Wasser entwickelt. Aisha wiederum sei deutlich selbstständiger geworden. „Wir sind stolz darauf, wie ihr euch in den vergangenen Jahren entwickelt habt“, betonte Frau Einhoff.

 

Ein besonderer Blickfang der Feier war eine Girlande mit zahlreichen Wimpeln, auf denen Fotos aus den vergangenen drei Schuljahren zu sehen waren. Die Bilder zeigten die Schülerinnen bei Praktika, im Unterricht, auf Ausflügen und bei gemeinsamen Aktivitäten. Mithilfe dieser Erinnerungen berichteten die vier Absolventinnen von ihren Erlebnissen und Erfahrungen während ihrer Schulzeit.

 

Für emotionale Momente sorgten anschließend die Klassen 10 und 11. Unter der Moderation ihrer Klassenlehrerin Gülsah Albayrak lasen die Schülerinnen und Schüler persönliche Abschiedsgrüße und gute Wünsche für die Zukunft vor. Die Karten enthielten Freundschafts-bekundungen, Dankesworte und ermutigende Botschaften. Die vier Absolventinnen freuten sich sichtbar über die herzlichen Worte und nahmen die Karten als Erinnerung mit nach Hause.

 

Ein weiterer Höhepunkt war die Tanzaufführung der Abschlussklasse zum Lied „Gutes Gefühl“ der Band Fargo. Gemeinsam mit ihren Lehrkräften Mareike Böhm, Christiane Scholz und Michael Linn präsentierten Aisha, Alicia, Nikola und Rawshan eine abwechslungsreiche Choreografie, bei der auch bunte Tücher zum Einsatz kamen.

 

Zwischendurch wurden auch sportliche Leistungen gewürdigt. Im Rahmen einer kleinen Ehrung erhielten die Schüler Lars aus der Jahrgangsstufe 10 sowie Leon aus der Jahrgangsstufe 11 von Frau Einhoff ihre im Schuljahr erworbenen Schwimmabzeichen in Bronze und Silber.

 

Ein besonders bewegender Teil der Feier folgte, als die vier Absolventinnen ihren Lehrkräften und Teilhabeassistentinnen persönlich dankten. In selbst verfassten Karten blickten sie auf die gemeinsame Zeit zurück und brachten ihre Wertschätzung für die Unterstützung während der vergangenen Jahre zum Ausdruck. Als Erinnerung überreichte Lehrerin Mareike Böhm jeder Schülerin ein Fotobuch mit zahlreichen Bildern aus der gemeinsamen Schulzeit.

 

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand schließlich die Überreichung der Abgangsbescheinigungen. Gemeinsam übergaben Claudia Einhoff, Mareike Böhm und Schulleiter Nick Szymanski die Zeugnisse an Nikola Herdt, Alicia Gürbüz, Rawshan Ashrafi und Aisha Ahmed. Neben ihrem Abschlusszeugnis erhielten die jungen Frauen jeweils eine Rose. Ein gemeinsames Gruppenfoto hielt diesen besonderen Moment fest. Ebenfalls verabschiedet wurde die Praktikantin Lilli Hirsch, die mit dem Ende des Schuljahres ihr Freiwilliges Soziales Jahr beendet. Claudia Einhoff dankte ihr herzlich für ihr Engagement und ihre Unterstützung während des gesamten Schuljahres.

 

Zum Abschluss überraschten die Absolventinnen ihre Lehrkräfte und Teilhabeassistentinnen mit persönlichen Dankesworten und kleinen Abschiedsgeschenken. Stellvertretend für die Gruppe übernahm Nikola Herdt die Übergabe und richtete an jede einzelne Person individuelle Worte des Dankes. Die Beschenkten zeigten sich gerührt und betonten, wie gerne sie mit den Schülerinnen zusammengearbeitet hätten.

 

Für einen musikalischen Schlusspunkt sorgten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10 und 11 mit einer Darbietung des Rockklassikers „Eye of the Tiger“. Unterstützt von den Lehrkräften Mareike Böhm und Claudia Einhoff erzeugten die Jugendlichen mit sogenannten Boomwhackers rhythmische Klänge und begleiteten den Song auf eindrucksvolle Weise.

 

Den symbolischen Abschluss der Feier bildete das gemeinsame Steigenlassen von Helium-Wunschballons. Schülerinnen und Schüler aller drei Jahrgangsstufen ließen zusammen mit ihren Lehrkräften die Ballons samt Grußkarten in den strahlend blauen Sommerhimmel aufsteigen. Anschließend nutzten die Gäste die Gelegenheit zu Gesprächen bei Getränken, Laugengebäck, Kaffee und Kuchen.

 

Die Verabschiedung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig individuelle Förderung, praktische Berufsorientierung und gelebte Inklusion für die Entwicklung junger Menschen sein können. Für die vier Absolventinnen endet nun ein bedeutender Lebensabschnitt – zugleich beginnt ein neuer Weg voller Möglichkeiten und Chancen.

 

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Mi

27

Mai

2026

Schulpartnerschaft mit Leżajsk: Schülerinnen und Schüler der JPRS besuchen Danzig

Zwischen der Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) in Friedberg und der polnischen Partnerschule Zespół Szkół Technicznych (ZST) in Leżajsk besteht seit 2019 eine Schulkooperation. Im Mai letzten Jahres wurde die jahrelange Zusammenarbeit beider Schulen vertraglich besiegelt. 

 

Vom 19.-24.4.26 trafen sich nun zum dritten Mal in Folge Schülerinnen und Schüler aus Leżajsk und aus Friedberg im Danziger St. Maximilian Kolbe Haus der Versöhnung und Begegnung. Das Gästehaus wird von Franziskanermönchen betrieben, die den Besucherinnen und Besuchern eine komfortable und zentrumsnahe Unterkunft und sehr schmackhafte polnische Mahlzeiten bieten. Gefördert wurde die Begegnung durch das Deutsch-Polnische-Jugendwerk (DPJW).

 

Die polnische Gruppe kam aus dem Karpatenvorland mit dem Zug nach Danzig und wurde von den Lehrerinnen Alfreda Grabowska-Błońska, Małgorzata Pieniążek und Joanna Stępień begleitet. Die JPRS-Gruppe reiste die über 1000 km mit dem Flugzeug an. Sie bestand aus Auszubildenden des dritten Ausbildungsjahres (Elektroniker für Betriebstechnik, Elektroanlagen-monteure und Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik) und aus Schülern des Beruflichen Gymnasiums (BG) mit dem Schwerpunkt Mechatronik. Die Betreuung der deutschen Gruppe erfolgte durch die Lehrkräfte Madlen Krawatzek, Torsten Schöllner und Stefan Milk.

 

Am ersten Tag stand ein gegenseitiges Kennenlernen unter der Anleitung der Organisatoren des St. Maximilian Kolbe Hauses, Jakub Garsta und Patrycja Kaleczyc, auf dem Plan. Im Fokus stand dabei neben einer Sprachanimation in beiden Sprachen die gegenseitige Präsentation der jeweiligen Schulen und Schulsysteme, um dadurch Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Bildungssysteme kennenzulernen. Den Abschluss des Tages bildete ein gemeinsamer Abend in der Stadt.

 

Am folgenden Tag fand am Vormittag ein weiteres Kennenlernen statt, und es erfolgte die Vorstellung des geplanten Wochenprogrammes. Nachmittags besuchte die Gruppe gemeinsam ein Bowlingcenter und danach das sehr moderne Bernsteinmuseum von Danzig, der „Welthauptstadt“ des Bernsteins. Der Dienstag wurde vormittags dazu genutzt, eine Stadtrally durch die historische Danziger Altstadt in gemischten Gruppen zu absolvieren. Dazu gab es für die Schülerinnen und Schüler Aufgaben aus den Bereichen Geschichte und Architektur. 

 

Zu einem Besuch in Danzig gehört es, sich mit der Geschichte der Solidarność-Gewerkschaft zu beschäftigen. Dazu besichtigten die Teilnehmer am Mittwoch das Europäische Solidarność-Zentrum, ein sehr interessantes und lebendig gestaltetes Museum. Am Donnerstag besuchte die Gruppe die Werft PGZ Stocznia Wojenna in Gdynia, die älteste in Betrieb befindliche Werft Polens. Auf der Rückreise von Gdynia nach Danzig wurde ein Zwischenstopp in dem wunderschönen Ostseekurort Sopot eingelegt.

 

Am Freitag hieß es nach einer Abschlussrunde Abschied zu nehmen und die Heimreise anzutreten. Geblieben sind bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern großartige Erinnerungen und neu entstandene länderübergreifende Freundschaften.

 

Über 100 Lehrkräfte und mehr als 2.000 Schüler in 5 Schulformen

Mit über 100 Lehrkräften, die weit mehr als 2.000 Schüler in 5 Schulformen unterrichten, ist die Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) sowohl von der Schülerzahl als auch vom Bildungsangebot eine der größten Berufsschulen im Wetteraukreis. 

 

Das Bildungsangebot der JPRS reicht vom Beruflichen Gymnasium, über die Fachoberschule und die Berufsfachschule, bis zu dem breit gefächerten Angebot der Berufsschule mit über 20 Ausbildungsberufen und der BBV mit ihren Bildungsgängen zur Berufsvorbereitung. Dabei garantieren wir in allen Schulformen die bestmögliche Qualität der Ausbildung unserer Schüler.  

JPRS – Bildung und Ausbildung mit dem besonderen PLUS

Als besonderes PLUS bieten wir den Schülern der JPRS als Ergänzung zu den regulären Schulabschlüssen (die in Qualität und Ausbildung 1:1 denen einer Regelschule entsprechen), die Wahl eines zusätzlichen Schwerpunkts an. Mit Hilfe des Schwerpunktes in einem von ihnen gewählten Interessensgebiet, werden unsere Schüler auf die Anforderungen des späteren Studiums und/oder Arbeitslebens in diesem Berufsfeld vorbereitet.

 

Mit dem hoch qualifizierten Lehrpersonal im Regelunterricht und den erfahrenen Fachkräften in den berufsvorbereitenden Schwerpunkten ist die JPRS, insbesondere für Schüler, die ein Studium in einem bestimmten Berufsfeld anstreben, eine gute Alternative zu den "normalen" Gymnasien und Mittelschulen. 

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Di

23

Jun

2026

Abiturienten 2026 an der JPRS feierlich verabschiedet

Verabschiedung der Abiturientinnen und Abiturienten der Johann-Philipp-Reis-Schule

Es gibt Abende, die bleiben. Der 20. Juni 2026 war so einer. Im historischen Jugendstil-Ambiente des Theaters Altes Hallenbad hat die Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) in Friedberg ihren Abiturjahrgang 2026 feierlich verabschiedet. 54 Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums nahmen ihre Abiturzeugnisse entgegen und feierten gemeinsam mit Familien, Freunden und Lehrkräften das Ende eines langen, manchmal steinigen, vor allem aber prägenden Weges.

 

Ein Abend zwischen Rückblick und Aufbruch

Durch das Programm führten zwei Mitglieder des Abiturkomitees, die die Gäste stellvertretend begrüßten. „Nun ist endlich der Moment gekommen, auf den wir alle hingearbeitet haben“ – mit diesen Worten brachten sie auf den Punkt, was an diesem Abend mitschwang: hinter den Absolventinnen und Absolventen lag eine Zeit voller Erinnerungen, Herausforderungen und gemeinsamer Erlebnisse. Der Abend markierte das Ende eines wichtigen Lebensabschnitts und zugleich den Beginn eines neuen Kapitels. Besonderer Dank galt den Eltern, den Lehrkräften und allen, die die jungen Menschen auf ihrem Weg begleitet hatten. Auch der Zusammenhalt wurde gewürdigt: Viele Freundschaften, die während der Schulzeit entstanden, hätten den Jahrgang durch die Jahre getragen.

 

Glückwünsche und Impulse für die Zukunft

Der stellvertretende Schulleiter gratulierte den Absolventinnen und Absolventen zum Erwerb des höchsten schulischen Bildungsabschlusses und verglich ihren bisherigen Lebensweg mit einer kurvenreichen Strecke voller Herausforderungen. Sie seien an einem Punkt angekommen, an dem viele Wege offenstünden. Sein Appell an die jungen Menschen: Entscheidungen bewusst treffen, Dinge kritisch hinterfragen, an die eigenen Fähigkeiten glauben – und vor allem „mutig und aufgeschlossen“ bleiben.

Ein fester Programmpunkt des Abends ist traditionell die Verleihung des Abiturpreises des Rotary Clubs Bad Nauheim-Friedberg. In der Ansprache wurde das soziale und gesellschaftliche Engagement junger Menschen gewürdigt. Ausgezeichnet wurde in diesem Jahr eine Schülerin, die nicht nur mit einem herausragenden Abiturdurchschnitt von 1,0 überzeugte, sondern sich auch in besonderem Maße ehrenamtlich engagierte – bei der Organisation des Abiturballs, bei Spendenaktionen und im politischen Leben der Region. Als Anerkennung erhielt sie eine Urkunde sowie einen Geldpreis.

 

„Es ist des Lernens kein Ende“

Mit viel Humor, persönlichen Erinnerungen und nachdenklichen Impulsen blickte der Abteilungsleiter des Beruflichen Gymnasiums auf die vergangenen Jahre zurück. Unter dem Leitgedanken „Es ist des Lernens kein Ende“ – einem Zitat des Komponisten Robert Schumann – erinnerte er an zahlreiche gemeinsame Erlebnisse, etwa die Kursfahrt, und lobte die Entwicklung des Jahrgangs zu einer starken Gemeinschaft. Vom Kuchenverkauf über Weihnachtsmarktaktionen bis hin zur Organisation des gesamten Abiturballs habe der Jahrgang eindrucksvoll gezeigt, was gemeinschaftliches Handeln bewirken kann.

Ausdrücklich wandte er sich auch an jene Schülerinnen und Schüler, die zwar nicht das Abitur, jedoch die Fachhochschulreife erreicht hatten – eine Leistung, die ebenfalls großen Respekt verdiene. Mit Blick auf die Zukunft ermutigte er alle, ihren eigenen Weg zu gehen, kritisch zu denken und sich nicht von vorgegebenen Denkmustern leiten zu lassen.

 

Im Mittelpunkt: die Zeugnisverleihung

Den Höhepunkt bildete die feierliche Übergabe der Abiturzeugnisse, die die Absolventinnen und Absolventen aus den Händen ihrer Tutorinnen und Tutoren erhielten. Der Jahrgang verteilte sich auf fünf Profile mit den Schwerpunkten Praktische Informatik, Mechatronik, Bautechnik und – gleich zweifach – Wirtschaft. Aus den jeweiligen Schwerpunktfächern richteten einzelne Schülerinnen und Schüler kurze Abschiedsworte an Mitschüler und Lehrkräfte und überreichten ihren Tutorinnen und Tutoren als Zeichen des Dankes kleine Geschenke.

 

Ehrungen für herausragende Leistungen und Engagement

Im Anschluss wurden die besten Absolventinnen und Absolventen des Jahrgangs geehrt: Insgesamt 17 Schülerinnen und Schüler erreichten einen Notendurchschnitt zwischen 1,0 und 1,9. Für ihre hervorragenden Leistungen erhielten sie eine Urkunde sowie einen Gutschein der Schule.

 

Eine weitere Ehrung galt den Mitgliedern des Schulsanitätsdienstes. Die betreuenden Lehrkräfte würdigten deren besonderen Einsatz für die Schulgemeinschaft und dankten den Geehrten für ihre Verlässlichkeit und ihr beispielhaftes Engagement während der Schulzeit. Auch sie erhielten Urkunden und Gutscheine.

 

Ein heiterer Ausklang

Zum Abschluss des Abends standen gemeinsame Spiele auf dem Programm, bei denen Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Wettbewerben gegeneinander antraten. In lockerer Atmosphäre blieb noch einmal Zeit für Gespräche, Erinnerungsfotos und gemeinsame Momente.

 

Am Ende blickten Absolventinnen und Absolventen, Eltern und Lehrkräfte auf eine rundum gelungene Feier zurück. Im stimmungsvollen Ambiente des Theaters Altes Hallenbad verabschiedete die JPRS einen Jahrgang, der sich durch Gemeinschaftssinn, Engagement und hervorragende Leistungen ausgezeichnet hat. Für die 54 jungen Erwachsenen beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt – mit vielen Möglichkeiten und Herausforderungen, denen sie sich selbstbewusst und zuversichtlich stellen können.

 

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Mo

22

Jun

2026

Vier Absolventinnen der Schulform BzBgE feierlich an der JPRS verabschiedet

Mit einer bewegenden und zugleich fröhlichen Feier wurden am 22.6.2026 vier Absolventinnen des Bildungsgangs zur Berufsvorbereitung mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung (BzBgE) an der Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) verabschiedet. Auf dem überdachten Schulhof der Berufsschule feierten Aisha Ahmed, Rawshan Ashrafi, Alicia Gürbüz und Nikola Herdt gemeinsam mit ihren Familien, Lehrkräften, Mitschülerinnen und Mitschülern sowie weiteren Gästen den erfolgreichen Abschluss ihrer Schulzeit.

 

Die Verabschiedung bildete den feierlichen Höhepunkt einer dreijährigen Schulzeit, die von persönlichem Wachstum, neuen Erfahrungen und einer intensiven Vorbereitung auf das Berufsleben geprägt war. Seit dem Schuljahr 2021/22 kooperiert die JPRS mit der benachbarten Wartbergschule, um Jugendlichen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung eine praxisnahe berufliche Orientierung zu ermöglichen. Im Bildungsgang BzBgE werden sonderpädagogische Förderung und berufsbezogene Bildung miteinander verknüpft. Ziel ist es, die Selbstständigkeit der Jugendlichen zu stärken und ihnen möglichst gute Voraussetzungen für ihren weiteren Lebensweg zu vermitteln.

 

Während ihrer Schulzeit wurden die Schülerinnen und Schüler eng von Lehrkräften beider Schulen begleitet. Berufsschullehrkräfte der JPRS arbeiteten dabei mit Förderschullehrkräften der Wartbergschule zusammen. Ergänzend unterstützten Teilhabeassistentinnen die Jugendlichen im Schulalltag. Neben allgemeinbildenden Inhalten standen zahlreiche praktische Erfahrungen im Mittelpunkt. In Projekttagen konnten die Jugendlichen verschiedene Berufsfelder kennenlernen, darunter Holztechnik, Körperpflege, Ernährung sowie den Bereich der Fachangestellten für Bäderbetriebe. Mehrere Praktika ermöglichten zudem erste Einblicke in die Arbeitswelt und halfen den Schülerinnen und Schülern dabei, eigene Interessen und Fähigkeiten zu entdecken.

 

Die feierliche Veranstaltung wurde von Abteilungsleiterin Claudia Einhoff eröffnet, die die Gäste herzlich begrüßte. Anschließend sorgten die Klassen 10 und 11 mit einer schwungvollen Tanzdarbietung zum Song „Can’t Stop the Feeling“ von Justin Timberlake für beste Stimmung. Gemeinsam mit Lehrerin Sabine Ueberall und der Praktikantin Lilli Hirsch hatten die Schülerinnen und Schüler eine abwechslungsreiche Choreografie einstudiert, die vom Publikum mit großem Applaus belohnt wurde.

 

Einen besonderen Moment stellte die Ansprache von Schulleiter Nick Szymanski dar. Er gratulierte den vier Absolventinnen herzlich zu ihrem erfolgreichen Schulabschluss und würdigte ihre Leistungen. „Wir sind sehr stolz auf euch. Ihr habt euren Abschluss erreicht und könnt nun mit Zuversicht in einen neuen Lebensabschnitt starten“, sagte er. Die Schule habe die Schülerinnen in den vergangenen Jahren gerne begleitet und freue sich über ihre Entwicklung. Für die Zukunft wünschte er ihnen viele positive Erfahrungen, Freude und Erfolg auf ihrem ganz persönlichen Lebensweg.

 

Auch Claudia Einhoff blickte gemeinsam mit den Absolventinnen auf die vergangenen Jahre zurück. In persönlichen Worten erinnerte sie an die Entwicklung jeder einzelnen Schülerin. Nikola habe sich im Laufe der Schulzeit zu einer offenen und kommunikativen jungen Frau entwickelt. Rawshan habe ihre Deutschkenntnisse erheblich verbessert. Alicia Gürbüz habe ihre Zurückhaltung gegenüber dem Schwimmunterricht überwunden und große Freude am Wasser entwickelt. Aisha wiederum sei deutlich selbstständiger geworden. „Wir sind stolz darauf, wie ihr euch in den vergangenen Jahren entwickelt habt“, betonte Frau Einhoff.

 

Ein besonderer Blickfang der Feier war eine Girlande mit zahlreichen Wimpeln, auf denen Fotos aus den vergangenen drei Schuljahren zu sehen waren. Die Bilder zeigten die Schülerinnen bei Praktika, im Unterricht, auf Ausflügen und bei gemeinsamen Aktivitäten. Mithilfe dieser Erinnerungen berichteten die vier Absolventinnen von ihren Erlebnissen und Erfahrungen während ihrer Schulzeit.

 

Für emotionale Momente sorgten anschließend die Klassen 10 und 11. Unter der Moderation ihrer Klassenlehrerin Gülsah Albayrak lasen die Schülerinnen und Schüler persönliche Abschiedsgrüße und gute Wünsche für die Zukunft vor. Die Karten enthielten Freundschafts-bekundungen, Dankesworte und ermutigende Botschaften. Die vier Absolventinnen freuten sich sichtbar über die herzlichen Worte und nahmen die Karten als Erinnerung mit nach Hause.

 

Ein weiterer Höhepunkt war die Tanzaufführung der Abschlussklasse zum Lied „Gutes Gefühl“ der Band Fargo. Gemeinsam mit ihren Lehrkräften Mareike Böhm, Christiane Scholz und Michael Linn präsentierten Aisha, Alicia, Nikola und Rawshan eine abwechslungsreiche Choreografie, bei der auch bunte Tücher zum Einsatz kamen.

 

Zwischendurch wurden auch sportliche Leistungen gewürdigt. Im Rahmen einer kleinen Ehrung erhielten die Schüler Lars aus der Jahrgangsstufe 10 sowie Leon aus der Jahrgangsstufe 11 von Frau Einhoff ihre im Schuljahr erworbenen Schwimmabzeichen in Bronze und Silber.

 

Ein besonders bewegender Teil der Feier folgte, als die vier Absolventinnen ihren Lehrkräften und Teilhabeassistentinnen persönlich dankten. In selbst verfassten Karten blickten sie auf die gemeinsame Zeit zurück und brachten ihre Wertschätzung für die Unterstützung während der vergangenen Jahre zum Ausdruck. Als Erinnerung überreichte Lehrerin Mareike Böhm jeder Schülerin ein Fotobuch mit zahlreichen Bildern aus der gemeinsamen Schulzeit.

 

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand schließlich die Überreichung der Abgangsbescheinigungen. Gemeinsam übergaben Claudia Einhoff, Mareike Böhm und Schulleiter Nick Szymanski die Zeugnisse an Nikola Herdt, Alicia Gürbüz, Rawshan Ashrafi und Aisha Ahmed. Neben ihrem Abschlusszeugnis erhielten die jungen Frauen jeweils eine Rose. Ein gemeinsames Gruppenfoto hielt diesen besonderen Moment fest. Ebenfalls verabschiedet wurde die Praktikantin Lilli Hirsch, die mit dem Ende des Schuljahres ihr Freiwilliges Soziales Jahr beendet. Claudia Einhoff dankte ihr herzlich für ihr Engagement und ihre Unterstützung während des gesamten Schuljahres.

 

Zum Abschluss überraschten die Absolventinnen ihre Lehrkräfte und Teilhabeassistentinnen mit persönlichen Dankesworten und kleinen Abschiedsgeschenken. Stellvertretend für die Gruppe übernahm Nikola Herdt die Übergabe und richtete an jede einzelne Person individuelle Worte des Dankes. Die Beschenkten zeigten sich gerührt und betonten, wie gerne sie mit den Schülerinnen zusammengearbeitet hätten.

 

Für einen musikalischen Schlusspunkt sorgten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10 und 11 mit einer Darbietung des Rockklassikers „Eye of the Tiger“. Unterstützt von den Lehrkräften Mareike Böhm und Claudia Einhoff erzeugten die Jugendlichen mit sogenannten Boomwhackers rhythmische Klänge und begleiteten den Song auf eindrucksvolle Weise.

 

Den symbolischen Abschluss der Feier bildete das gemeinsame Steigenlassen von Helium-Wunschballons. Schülerinnen und Schüler aller drei Jahrgangsstufen ließen zusammen mit ihren Lehrkräften die Ballons samt Grußkarten in den strahlend blauen Sommerhimmel aufsteigen. Anschließend nutzten die Gäste die Gelegenheit zu Gesprächen bei Getränken, Laugengebäck, Kaffee und Kuchen.

 

Die Verabschiedung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig individuelle Förderung, praktische Berufsorientierung und gelebte Inklusion für die Entwicklung junger Menschen sein können. Für die vier Absolventinnen endet nun ein bedeutender Lebensabschnitt – zugleich beginnt ein neuer Weg voller Möglichkeiten und Chancen.

 

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Mi

03

Jun

2026

Teamtag der JPRS-Bauabteilung verbindet UNESCO-Welterbe mit klimafreundlicher Zementproduktion

Baugeschichte, moderne Baustofftechnologie und die Herausforderungen des Klimaschutzes standen im Mittelpunkt eines zweitägigen Teamtages der Bauabteilung der Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) in Friedberg. Die Fahrt führte die Lehrkräfte vom 31.5. bis 1.6.26 nach Hildesheim und in das Holcim-Zementwerk Höver bei Hannover. An der Exkursion nahmen Katja Denner, Roman Thomas, Bernd Ritter, Roland Weinbrenner, Kai Ludwig, Holger Gerlach sowie Referendar Timo Klas teil. Der gemeinsame Teamtag verband die Auseinandersetzung mit bedeutenden Bauwerken vergangener Jahrhunderte mit einem Blick auf die Zukunft der Baustoffindustrie und bot zugleich Raum für fachlichen Austausch und Teambildung.

 

Den Auftakt bildete ein gemeinsames Mittagessen im traditionsreichen Knochenhauer-Amtshaus in Hildesheim. Anschließend begab sich die Gruppe unter der Leitung von Stadtführerin Claudia Mai auf eine bauhistorische Entdeckungsreise durch die niedersächsische Domstadt. Im Mittelpunkt standen dabei die weltberühmten UNESCO-Welterbestätten, insbesondere die Michaeliskirche und der Hildesheimer Dom. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten einen anschaulichen Einblick in die Entwicklung mittelalterlicher Baukunst und erfuhren, wie eng Architektur, Handwerk und gesellschaftlicher Wandel seit Jahrhunderten miteinander verknüpft sind. Die eindrucksvollen Bauwerke machten deutlich, dass nachhaltiges Bauen und langlebige Konstruktionen keine modernen Erfindungen sind, sondern seit jeher zu den großen Leistungen der Baukultur zählen.

 

Neben den fachlichen Inhalten bot die Führung zahlreiche Gelegenheiten zum kollegialen Austausch. Gerade außerhalb des Schul- und Arbeitsalltags entstanden viele Gespräche über aktuelle Herausforderungen im Bauwesen, über Unterrichtsinhalte sowie über die Entwicklung zukünftiger Bau- und Energiekonzepte.

 

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen moderner Baustoffproduktion. Ziel war das Holcim-Zementwerk Höver, eines der größten und technologisch modernsten Zementwerke Deutschlands. Nach der Begrüßung durch Dr. Jesko Gerlach erhielten die Besucherinnen und Besucher eine umfassende Einführung in die Herstellung des wichtigsten Bindemittels der Bauwirtschaft. Während der Werksführung wurden die einzelnen Produktionsschritte von der Rohstoffgewinnung über die Aufbereitung und den Brennprozess bis hin zur Qualitätssicherung erläutert. Besonders großes Interesse fanden die Bereiche Materialentwicklung und Laborprüfung, in denen die Eigenschaften der Baustoffe kontinuierlich überwacht und weiterentwickelt werden.

 

Im Mittelpunkt des Besuchs stand jedoch die Frage, wie die Zementindustrie ihre Klimabilanz verbessern kann. Die Herstellung von Zement zählt weltweit zu den CO₂-intensiven Industrieprozessen. Ein erheblicher Teil der Emissionen entsteht dabei nicht durch den Energieverbrauch, sondern unmittelbar durch die chemische Umwandlung des Kalksteins während der Klinkerproduktion. Diese sogenannten Prozessemissionen lassen sich nur begrenzt durch Energieeinsparungen reduzieren und stellen die Branche vor große Herausforderungen.

 

Vor diesem Hintergrund präsentierten die Verantwortlichen des Werkes die umfangreichen Maßnahmen zur Dekarbonisierung der Produktion. Dazu gehören die verstärkte Nutzung alternativer Brennstoffe, die Verringerung des Klinkeranteils in modernen Zementen sowie die Entwicklung neuer Herstellungsverfahren. Besonderes Augenmerk galt dem innovativen CO₂-Abscheidungsprojekt am Standort Höver. Dort wird derzeit eine neuartige Membrantechnologie erprobt, mit deren Hilfe Kohlendioxid direkt aus den Abgasen der Zementproduktion abgeschieden werden kann. Ziel ist es, einen Großteil der unvermeidbaren Prozessemissionen aufzufangen und für eine spätere Nutzung oder Speicherung bereitzustellen.

 

Die vorgestellten Forschungsergebnisse verdeutlichten, welches Potenzial in diesen Technologien steckt. Nach Angaben von Holcim könnte die neue Technik künftig einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der deutschen und europäischen Klimaziele leisten. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Transformation der Baustoffindustrie nur im Zusammenspiel von technischer Innovation, politischer Unterstützung und einer steigenden Nachfrage nach klimafreundlichen Baustoffen gelingen kann.

 

Für die Lehrkräfte der Bauabteilung bot der Teamtag eine eindrucksvolle Verbindung von Vergangenheit und Zukunft. Während in Hildesheim die Baukunst vergangener Jahrhunderte im Mittelpunkt stand, zeigte das Werk Höver, mit welchen technologischen Lösungen die Bauwirtschaft den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts begegnet. Die Exkursion machte deutlich, dass die Entwicklung nachhaltiger Bauweisen nicht nur eine technische Aufgabe ist, sondern auch ein gesellschaftliches Projekt, das Fachwissen, Innovationsbereitschaft und Zusammenarbeit erfordert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zogen ein durchweg positives Fazit und kehrten mit zahlreichen neuen Eindrücken und fachlichen Impulsen zurück.

Mi

27

Mai

2026

Gymnasiasten der JPRS besuchen die Firma Energor in Ossenheim

Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Leistungskurses Bautechnik am Beruflichen Gymnasium der Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) in Friedberg besuchten kürzlich die Firma Energor in Ossenheim. Begleitet wurden sie von ihrem Lehrer Holger Gerlach.

 

Geschäftsführer Matthias Preußner stellte den Betrieb ausführlich vor und erklärte den jungen Menschen die verschiedenen Aufgabenbereiche des Unternehmens. Besonders im Mittelpunkt standen die fachgerechte Speiserestentsorgung sowie die nachhaltige Verarbeitung organischer Abfälle zur Gewinnung von Biogas.

 

Die Schülerinnen und Schüler erhielten interessante Einblicke in die Abläufe der modernen Energiegewinnung und erfuhren, wie aus Speiseresten umweltfreundliche Energie entsteht. Anschaulich wurde erklärt, wie Biogas zur Stromproduktion genutzt wird und welchen wichtigen Beitrag das Unternehmen zum Umwelt- und Klimaschutz leistet.

 

Herr Preußner betonte außerdem die Verantwortung des Betriebs gegenüber der Umwelt sowie die Bedeutung nachhaltiger Kreislaufwirtschaft. Die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten der JPRS zeigten großes Interesse und stellten zahlreiche Fragen zu den technischen Abläufen und den ökologischen Vorteilen der Energiegewinnung.

 

Am Ende des Besuchs zeigten sich die Schülerinnen und Schüler beeindruckt von der Verbindung aus moderner Technik, Nachhaltigkeit und verantwortungsbewusstem Umgang mit den Ressourcen. Die Exkursion zur Firma Energor in Ossenheim bot viele neue Eindrücke und verdeutlichte, wie innovative Unternehmen aktiv zum Umweltschutz beitragen können.

Mi

27

Mai

2026

Studienfahrt der JPRS nach Madrid: Kultur, Geschichte und spanisches Lebensgefühl

Vom 20. bis 24. April 2026 unternahm der Spanischkurs der 12. Jahrgangsstufe des Beruflichen Gymnasiums (BG12) der Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) in Friedberg eine abwechslungsreiche Kursfahrt nach Madrid. Begleitet von ihren Lehrkräften Claudia Schirm und Klaus Peppler erwarteten die Schülerinnen und Schüler fünf Tage voller Kultur, Geschichte, Kunst und spanischer Lebensfreude. Bereits beim Anflug auf die spanische Hauptstadt war die Vorfreude groß. In Madrid erlebte die Gruppe das warme Wetter, die lebendigen Plätze und die besondere Atmosphäre der Hauptstadt Spaniens.

 

Schon am ersten Programmtag standen zahlreiche Besichtigungen auf dem Plan, für die die Schülerinnen und Schüler Vorträge vorbereitet hatten. Besonders beeindruckend war der Besuch der Kathedrale Santa María la Real de La Almudena. Dort erfuhren die jungen Menschen viel über die lange Entstehungsgeschichte sowie die Einweihung durch Papst Johannes Paul II. Die farbenfrohe Deckengestaltung, der prachtvolle Altar und die ruhige Krypta hinterließen einen bleibenden Eindruck. Ein Höhepunkt war der Blick von der Kuppel über die Dächer Madrids.

 

Auch das Literatenviertel Barrio de las Letras faszinierte die Gruppe. Dort begegnete man berühmten spanischen Schriftstellern wie Miguel de Cervantes oder Lope de Vega auf besondere Weise: Ihre Zitate sind direkt in das Straßenpflaster eingelassen. So wurde Literatur plötzlich greifbar und lebendig.

 

Ein weiteres Thema der Reise war die spanische Tradition des Stierkampfes. In der berühmten Arena Plaza de Toros de Las Ventas lernten die Schülerinnen und Schüler den Ablauf eines traditionellen Stierkampfes kennen und erfuhren mehr über die Rollen von Matadoren, Picadores und Banderilleros. Interessant für die Gruppe war auch, dass inzwischen immer mehr Frauen im Stierkampf aktiv sind, obwohl dieser Bereich lange ausschließlich Männern vorbehalten war.

 

Natürlich spielte auch Fußball eine wichtige Rolle. Beim Besuch des Estadio Santiago Bernabéu beeindruckten vor allem die moderne Architektur und die riesigen Zuschauerränge. Außerdem beschäftigte sich der Spanisch-Kurs der JPRS mit der Bedeutung der beiden großen Madrider Vereine Real Madrid und Atlético Madrid für die Stadt und die spanische Fußballkultur.

 

Neben historischen und politischen Themen lernte die Gruppe auch moderne Seiten Madrids kennen. Das alternative Viertel Malasaña mit seinen kleinen Cafés, Street-Art-Kunstwerken und dem lebendigen Nachtleben zeigte eine kreative und junge Seite der Stadt. Dort wurde auch die Bedeutung des Flamencos als wichtiger Bestandteil spanischer Kultur näher beleuchtet. Eine Flamenco-Show vor Ort begeisterte die Gruppe mit emotionalem Gesang, eindrucksvollem Tanz und traditioneller Gitarrenmusik.

 

Ein weiteres Highlight war der Besuch des Palacio Real. Die prunkvollen Räume des Königspalastes vermittelten eindrucksvoll die Geschichte der spanischen Monarchie. Auch politisch gewann die Gruppe neue Einblicke: Im Palacio de Cibeles, dem heutigen Rathaus Madrids, standen Themen wie die spanische Demokratie, der Konflikt mit Katalonien und die Aufgaben des Senats im Mittelpunkt. 

 

Auch die Kunst kam nicht zu kurz. Im weltberühmten Museo del Prado bestaunte der Kurs Werke von Diego Velázquez, Francisco de Goya und Hieronymus Bosch. Besonders das berühmte Gemälde „Las Meninas“ von Velázquez beeindruckte viele Schülerinnen und Schüler nachhaltig.

 

Die Pfarrkirche San Jerónimo el Real beeindruckte die Gruppe durch ihre historische Architektur und ihre besondere Bedeutung für die spanische Königsfamilie. Früher war sie eng mit dem königlichen Hof verbunden und bis heute finden dort wichtige religiöse Zeremonien statt. Der Parque del Retiro bot Gelegenheit zur Erholung. Der große See mit dem Denkmal von König Alfonso XII., alte Bäume und ruhige Wege bildeten einen angenehmen Kontrast zum hektischen Stadtleben. 

 

Die Kursfahrt nach Madrid bleibt für den BG12-Spanischkurs eine unvergessliche Erfahrung. Neben zahlreichen Eindrücken aus Geschichte, Politik, Kunst und Kultur stärkte die Reise auch das Gemeinschaftsgefühl der Gruppe. Für viele wird sie als eines der schönsten Erlebnisse der Schulzeit in Erinnerung bleiben.

 

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