Einen besonderen Einblick in die Welt der Rechtsprechung erhielten kürzlich zwei elfte Klassen des Berufsfachschulzweigs der Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS). Im Rahmen des Ethik-Unterrichts besuchten die Schülerinnen und Schüler das Amtsgericht Friedberg, um dort an realen Gerichtsverhandlungen teilzunehmen. Begleitet wurden sie von ihren Lehrern Niklas Göpel und Dr. Sven-Olaf Krusch. In der Berufsfachschule der JPRS erlangen die Schülerinnen und Schüler nach zwei Jahren den Realschulabschluss. Damit haben sie sehr gute Voraussetzungen für eine anschließende Berufsausbildung.
Der Besuch knüpfte unmittelbar an das im Unterricht behandelte Thema „Recht und Gerechtigkeit“ an. Ziel war es, den Jugendlichen nicht nur theoretisches Wissen zu vermitteln, sondern ihnen auch praktische Einblicke in die Funktionsweise des Rechtsstaats zu ermöglichen. Insbesondere sollten das Bewusstsein für Recht und Unrecht geschärft werden sowie die Erkenntnis wachsen, dass eigenes Fehlverhalten strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.
Vor Ort konnten die Schülerinnen und Schüler zwei von der Amtsrichterin geleitete Verhandlungen verfolgen und so den Ablauf eines Gerichtsprozesses aus nächster Nähe erleben – von der Eröffnung der Sitzung über die Befragung der Angeklagten und Zeugen bis hin zur Urteilsverkündung. Viele zeigten sich beeindruckt von der Struktur und Ernsthaftigkeit der Verfahren.
„Es war ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe“, berichtete eine Schülerin im Anschluss. Besonders spannend sei gewesen zu beobachten, wie detailliert die einzelnen Fälle verhandelt wurden und welche Rolle die Beteiligten – Richterin, Staatsanwaltschaft, Verteidiger – dabei einnahmen.
Für die Schülerinnen und Schüler war es sehr spannend, dass sie echte Gerichtsverhandlungen beobachten konnten. Ihre Rückmeldungen machten deutlich, wie ungewohnt und zugleich eindrücklich die unmittelbare Begegnung mit der Justiz für viele war.
Die begleitenden Lehrkräfte Herr Göpel und Dr. Krusch zeigten sich zufrieden mit dem Verlauf des Besuchs. Solche außerschulischen Lernorte seien eine wertvolle Ergänzung zum Unterricht, da sie theoretische Inhalte greifbar machten und nachhaltige Eindrücke hinterließen.
Der Besuch am Amtsgericht Friedberg wird den Schülerinnen und Schülern somit nicht nur als spannende Erfahrung in Erinnerung bleiben, sondern auch als wichtiger Schritt hin zu einem bewussteren Umgang mit Recht und Eigenverantwortung im Alltag












