Abiturienten 2026 an der JPRS feierlich verabschiedet

Verabschiedung der Abiturientinnen und Abiturienten der Johann-Philipp-Reis-Schule

Es gibt Abende, die bleiben. Der 20. Juni 2026 war so einer. Im historischen Jugendstil-Ambiente des Theaters Altes Hallenbad hat die Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) in Friedberg ihren Abiturjahrgang 2026 feierlich verabschiedet. 54 Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums nahmen ihre Abiturzeugnisse entgegen und feierten gemeinsam mit Familien, Freunden und Lehrkräften das Ende eines langen, manchmal steinigen, vor allem aber prägenden Weges.

 

Ein Abend zwischen Rückblick und Aufbruch

Durch das Programm führten zwei Mitglieder des Abiturkomitees, die die Gäste stellvertretend begrüßten. „Nun ist endlich der Moment gekommen, auf den wir alle hingearbeitet haben“ – mit diesen Worten brachten sie auf den Punkt, was an diesem Abend mitschwang: hinter den Absolventinnen und Absolventen lag eine Zeit voller Erinnerungen, Herausforderungen und gemeinsamer Erlebnisse. Der Abend markierte das Ende eines wichtigen Lebensabschnitts und zugleich den Beginn eines neuen Kapitels. Besonderer Dank galt den Eltern, den Lehrkräften und allen, die die jungen Menschen auf ihrem Weg begleitet hatten. Auch der Zusammenhalt wurde gewürdigt: Viele Freundschaften, die während der Schulzeit entstanden, hätten den Jahrgang durch die Jahre getragen.

 

Glückwünsche und Impulse für die Zukunft

Der stellvertretende Schulleiter gratulierte den Absolventinnen und Absolventen zum Erwerb des höchsten schulischen Bildungsabschlusses und verglich ihren bisherigen Lebensweg mit einer kurvenreichen Strecke voller Herausforderungen. Sie seien an einem Punkt angekommen, an dem viele Wege offenstünden. Sein Appell an die jungen Menschen: Entscheidungen bewusst treffen, Dinge kritisch hinterfragen, an die eigenen Fähigkeiten glauben – und vor allem „mutig und aufgeschlossen“ bleiben.

Ein fester Programmpunkt des Abends ist traditionell die Verleihung des Abiturpreises des Rotary Clubs Bad Nauheim-Friedberg. In der Ansprache wurde das soziale und gesellschaftliche Engagement junger Menschen gewürdigt. Ausgezeichnet wurde in diesem Jahr eine Schülerin, die nicht nur mit einem herausragenden Abiturdurchschnitt von 1,0 überzeugte, sondern sich auch in besonderem Maße ehrenamtlich engagierte – bei der Organisation des Abiturballs, bei Spendenaktionen und im politischen Leben der Region. Als Anerkennung erhielt sie eine Urkunde sowie einen Geldpreis.

 

„Es ist des Lernens kein Ende“

Mit viel Humor, persönlichen Erinnerungen und nachdenklichen Impulsen blickte der Abteilungsleiter des Beruflichen Gymnasiums auf die vergangenen Jahre zurück. Unter dem Leitgedanken „Es ist des Lernens kein Ende“ – einem Zitat des Komponisten Robert Schumann – erinnerte er an zahlreiche gemeinsame Erlebnisse, etwa die Kursfahrt, und lobte die Entwicklung des Jahrgangs zu einer starken Gemeinschaft. Vom Kuchenverkauf über Weihnachtsmarktaktionen bis hin zur Organisation des gesamten Abiturballs habe der Jahrgang eindrucksvoll gezeigt, was gemeinschaftliches Handeln bewirken kann.

Ausdrücklich wandte er sich auch an jene Schülerinnen und Schüler, die zwar nicht das Abitur, jedoch die Fachhochschulreife erreicht hatten – eine Leistung, die ebenfalls großen Respekt verdiene. Mit Blick auf die Zukunft ermutigte er alle, ihren eigenen Weg zu gehen, kritisch zu denken und sich nicht von vorgegebenen Denkmustern leiten zu lassen.

 

Im Mittelpunkt: die Zeugnisverleihung

Den Höhepunkt bildete die feierliche Übergabe der Abiturzeugnisse, die die Absolventinnen und Absolventen aus den Händen ihrer Tutorinnen und Tutoren erhielten. Der Jahrgang verteilte sich auf fünf Profile mit den Schwerpunkten Praktische Informatik, Mechatronik, Bautechnik und – gleich zweifach – Wirtschaft. Aus den jeweiligen Schwerpunktfächern richteten einzelne Schülerinnen und Schüler kurze Abschiedsworte an Mitschüler und Lehrkräfte und überreichten ihren Tutorinnen und Tutoren als Zeichen des Dankes kleine Geschenke.

 

Ehrungen für herausragende Leistungen und Engagement

Im Anschluss wurden die besten Absolventinnen und Absolventen des Jahrgangs geehrt: Insgesamt 17 Schülerinnen und Schüler erreichten einen Notendurchschnitt zwischen 1,0 und 1,9. Für ihre hervorragenden Leistungen erhielten sie eine Urkunde sowie einen Gutschein der Schule.

 

Eine weitere Ehrung galt den Mitgliedern des Schulsanitätsdienstes. Die betreuenden Lehrkräfte würdigten deren besonderen Einsatz für die Schulgemeinschaft und dankten den Geehrten für ihre Verlässlichkeit und ihr beispielhaftes Engagement während der Schulzeit. Auch sie erhielten Urkunden und Gutscheine.

 

Ein heiterer Ausklang

Zum Abschluss des Abends standen gemeinsame Spiele auf dem Programm, bei denen Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Wettbewerben gegeneinander antraten. In lockerer Atmosphäre blieb noch einmal Zeit für Gespräche, Erinnerungsfotos und gemeinsame Momente.

 

Am Ende blickten Absolventinnen und Absolventen, Eltern und Lehrkräfte auf eine rundum gelungene Feier zurück. Im stimmungsvollen Ambiente des Theaters Altes Hallenbad verabschiedete die JPRS einen Jahrgang, der sich durch Gemeinschaftssinn, Engagement und hervorragende Leistungen ausgezeichnet hat. Für die 54 jungen Erwachsenen beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt – mit vielen Möglichkeiten und Herausforderungen, denen sie sich selbstbewusst und zuversichtlich stellen können.

 

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