Deutsch-Französisches KFZ Projekt AutoKultur: Schüler aus Lyon besuchen JPRS

Seit 2024 kooperieren die KFZ-Abteilungen der Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) in Friedberg und der Société d’Enseignement Professionnel du Rhône (SEPR) im französischen Lyon. Die SEPR ist das zentrale Berufsbildungszentrum der Region Rhône-Alpes. Der Name des gemeinsamen länderübergreifenden Projektes lautet AutoKultur. Finanziell gefördert wird der Schüleraustausch durch das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) und den Förderverein der JPRS.

 

Im Rahmen der Schulpartnerschaft hatten KFZ-Berufsschülerinnen und -schüler der JPRS im November 2025 die SEPR in Lyon besucht. Im April kamen nun die französischen Schüler zum Gegenbesuch. Von Seiten der JPRS betreuten die Lehrkräfte Nico Diehl, Lorenz Nockemann, Thomas Vollmuth, Ralf von der Fecht und Claudia Schirm den Schüleraustausch. Bei dem gemeinsamen Projekt AutoKultur wirkten zehn KFZ-Lehrlinge aus dem 3. Lehrjahr mit: Ashkan Heidary, Jason Herdt, Victoria Holstein, Dennis Ignatenko, Jorair Jamiulahmadi, Maxim Knechtges, Yannis Plaumann, Pashakan Quayoumi, Dominik Stanzel und Justin-Luca Wiederhold.

 

Nach einem Kennenlernworkshop lernten die deutschen und französischen Schülerinnen und Schüler in Lyon unter der Anleitung des Lehrers Viktor Sao Vicente die grundlegenden Techniken des Entfernens von Beulen im Blech und des Spachtelns. Gemeinsam besuchten sie die internationale Fachmesse Solutrans für Güter- und Nahverkehr in Lyon. Ein weiteres Highlight war der Besuch der Firma „Groupe Chopard“. Deren Geschäftsfeld besteht in der professionellen Beseitigung von technischen und optischen Schäden bei jungen Gebrauchtwagen. Kulturelle Aktivitäten waren auch Bestandteil des Programms. Die Schülerinnen und Schüler besuchten zusammen mit den betreuenden Lehrkräften die neoromanische Basilika Notre-Dame de Fourvière, erkundeten zudem den Altstadtkern von Lyon und besichtigten das römische Amphitheater.

 

Vom 12.4. bis 14.4.26 kamen acht Schülerinnen und Schüler aus einer KFZ-Mechaniker-Klasse des SEPR nach Deutschland. Begleitet wurden sie von ihren Lehrerinnen Beata Petit und Cristiane Werlang. Die Gruppe war im Hotel Spöttel in Bad Nauheim untergebracht. An der JPRS in Friedberg wurden die Gäste aus Lyon herzlich von Schulleiter Nick Szymanski und den am Projekt beteiligten Lehrkräften begrüßt und in Empfang genommen.

 

Schwerpunkte des AutoKultur Projekts in Friedberg waren Fahrzeugtuning und Teambuilding. Im Fokus stand die Umrüstung eines Standardfahrwerks auf ein Gewindefahrwerk am Fahrzeug Audi A3 Sportback. In deutsch-französischen Zweiergruppen widmeten sich die Schülerinnen und Schüler jeweils unterschiedlichen Einzelschritten, die im Rahmen einer Fahrwerksumrüstung durchzuführen sind, darunter die Demontage, Montage und Einstellung des Fahrwerkssystems.

 

Ergänzend zu den Projektarbeiten in der Werkstatt und den Unterrichtsräumen der KFZ-Abteilung fanden zahlreiche gemeinsame Ausflüge und Gruppenaktivitäten statt, darunter eine geführte Tour durch die Klassikstadt Frankfurt mit geführter Besichtigung bei der Dörr Group, eine geführte Tour im Dialogmuseum in Frankfurt, ein Besuch des Audi-Werks in Neckarsulm sowie ein Kart-Rennen in Großzimmern als Abschlussveranstaltung.

 

Die französischen und deutschen Schülerinnen und Schüler gaben durchweg positive Rückmeldungen. Sie freuten sich über die Gelegenheit zusammen an einem länderübergreifenden KFZ-Projekt zu arbeiten. Teambildende Maßnahmen und gemeinsame kulturelle Aktivitäten förderten das Kennenlernen und ermöglichten neue Freundschaften. Mit dem Projekt AutoKultur wollen beide Berufsschulen für ihre Auszubildenden die Vielfalt der KFZ-Branche erlebbar machen und den interkulturellen Austausch zwischen den Schülerinnen und Schülern fördern.