JPRS erhält vom Umweltministerium Auszeichnung als Umweltschule

Vor Kurzem erhielt die Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) in Friedberg vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) die Auszeichnung als „Hessische Umweltschule“ . Die feierliche Veranstaltung, bei der 119 hessische Schulen für ihr Umweltengagement geehrt wurden, fand im Franziskanergymnasium Kreuzburg in Großkrotzenburg statt. Von der JPRS nahmen Klaus Kamm, Gertrud Lind, Bernd Ritter und Thorsten Lux die Urkunde und das Schild „Hessische Umweltschule“ aus den Händen von Staatssekretärin Beatrix Tappeser vom HMUKLV und Staatssekretär Dr. Manuel Lösel vom Hessischen Kultusministerium (HKM) entgegen.

 

Die beiden hessischen Ministerien vergeben die Auszeichnung "Umweltschule - Lernen und Handeln für unsere Zukunft" an Schulen, die ein besonderes Engagement bei der ökologischen Bildung zeigen und in diesem Sinne die Qualität des Unterrichts und des Schullebens verbessern. Im Zentrum steht die Förderung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), die Schülerinnen und Schüler dabei unterstützt, die notwendigen Kompetenzen für die Gestaltung eines nachhaltigen Lebensstils zu entwickeln. Die JPRS erhielt die Auszeichnung „Hessische Umweltschule“ für die Projekte "Waldlehrpfad der Waldschule" und "Bienenflächen und Insektenhotels". Das Ausschreibungsverfahren für diese beiden Bereiche erstreckte sich über zwei Jahre, in deren Verlauf die Projekte in den Unterricht und das Schulleben der JPRS integriert wurden, um somit auch ein langfristiges Engagement zu gewährleisten.

 

Der von Klaus Kamm koordinierte Waldlehrpfad der Waldschule ist ein ökologisches Projekt der Schulform Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung (BBV). Hier erlangen die Schülerinnen und Schüler binnen eines Jahres ihren Hauptschulabschluss. Angeleitet und betreut von ihren Lehrern und Pädagogen haben die BBV-Schüler einen Waldlehrpfad errichtet. Die Jugendlichen, die auch aus schwierigen sozialen Verhältnissen kommen und deren Motivation zu Beginn oftmals gering ist, erleben durch das Naturerlebnis, die praktische Arbeit im Wald sowie den sichtbaren Erfolg einen Motivationsschub, sie erwerben neben neuem Selbstbewusstsein auch soziale und ökologische Kompetenzen.

 

Gertrude Lind, Bernd Ritter und Thorsten Lux betreuen das Projekt „Wohlfühlschule: Bienenflächen und Insektenhotels“ im Rahmen der Schulform InteA (Integration und Abschluss). In den InteA-Klassen erhalten jugendliche Flüchtlinge intensiven Unterricht in der deutschen Sprache mit dem Ziel, im Anschluss an der JPRS eine Berufsausbildung zu machen und einen Schulabschluss zu erlangen. Die InteA Schülerinnen und Schüler waren gärtnerisch tätig und haben auf dem JPRS-Schulgelände Blühstreifen für Bienen gepflanzt, die sie auch weiterhin pflegen. Zudem haben sie in der Holzwerkstatt Insektenhotels gebaut und draußen aufgestellt. Hierbei gingen praktische Tätigkeiten und Deutschförderunterricht Hand in Hand in einem Projekt, das der ökologischen Bildung sowie der Berufsorientierung und Integration der jugendlichen Flüchtlinge dient.