Fachoberschule (FOS) Form A und B

Die Fachoberschule ist ein studienqualifizierender Bildungsgang mit dem Ziel des Erwerbs der Fachhochschulreife (sog. Fachabitur). Diese ist bundesweit anerkannt. Mit dem Abschluss der Fachhochschulreife haben die Absolventinnen und Absolventen die Möglichkeit, bundesweit an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften (Fachhochschule) und zudem in Hessen einen gestuften Studiengang an einer Universität zu studieren. Das besondere Merkmal der Fachoberschule ist die Verzahnung einer praktischen Ausbildung in Form eines gelenkten Praktikums oder einer Berufsausbildung mit einer theoretisch orientierten Bildung.

FOS-Flyer: Schwerpunkte/Fachrichtungen

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Fachoberschule mit Fachrichtung Technik & Gestaltung

Die Fachoberschule baut auf den Kenntnissen des mittleren Abschlusses auf. Sie führt in verschiedenen Schwerpunkten in Verbindung mit einer beruflichen Qualifizierung zur Fachhochschulreife. Im Unterricht werden den Schülerinnen und Schülern die erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt, die sie zur Aufnahme und erfolgreichen Absolvierung eines Studiums an einer Hochschule bzw. eines gestuften Studienganges (Bachelor) an einer Universität befähigen.
Die Fachoberschule soll außerdem auf die Übernahme von Aufgabenbereichen in mittleren und gehobenen Funktionen vorbereiten und die Voraussetzungen für eine selbstständige Tätigkeit schaffen.

 

Ziel: Fachhochschulreife

 

Fortbildungsmöglichkeiten:

  • Studium an einer Hochschule oder eines gestuften Studienganges an einer Universität. 
  • Laufbahnausbildung
  • Berufsausbildung  

 

Besonderheiten:

Kürzer und schneller Weg zum Studium (Ersparnis von einem Jahr im Vergleich zum Abitur).

  

Besonderheit der Schwerpunkte: fachbezogener Schwerpunkt als Vorbereitung für entsprechendes Studium an einer Hochschule oder eines gestuften Studienganges an einer Universität.

FOS Form A: für Schüler mit Mittlerem Abschluss (Jahrgangsstufen 11 und 12)

FOS Form B: für Schüler mit Mittleren Abschluss und abgeschlossener Berufsausbildung (Jahrgangsstufe 12)

Ansprechpartner:

 

Abteilungsleiter FOS:

Dr. Thomas Uchronski

uchronski@jprs.de


Unterrichtsfächer

Allgemeiner Lernbereich Klasse 11 – Form A

Deutsch

Politik und Wirtschaft

Englisch

Mathematik

 

Allgemeiner Lernbereich Klasse 12 – Form A und Form B 

Deutsch

Politik und Wirtschaft

Englisch

Mathematik

Chemie

Physik

Religion

Sport

Schüler*innen mit einer diagnostizierten Lese- und Rechtschreibeschwäche (LRS)

Grundsätzlich sollen alle Fördermaßnahmen bis zum Ende der Sekundarstufe I abgeschlossen sein (§39(4) VOGSV). Da es sich bei der Johann-Philipp-Reis Schule um eine Schule der Sekundarstufe II handelt, sind Fortsetzungen der Fördermaßnahmen nur in begründeten Ausnahmefällen möglich. Die Voraussetzungen für eine Fortsetzung in der Sekundarstufe II sind eine durchgängige Förderung in der Sekundarstufe I. Bitte stellen Sie immer schon zu Beginn des neuen Schuljahres einen Antrag auf Fortsetzung der Fördermaßnahme, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.

Bei weiteren Fragen zu LRS wenden Sie sich bitte an Hr. Bauschke:

bauschke@jprs.de

Newsblog – JPRS-Fachoberschule (FOS)

Mi

08

Mai

2024

Eine kurze Reise, durch die deutsche Geschichte in die Hauptstadt

Unsere Abschlussfahrt nach Berlin. Eine kurze Reise, durch die deutsche Geschichte in die Hauptstadt

 

von Cornelia Fritz und Florian Härle

 

Es ist Montagmorgen, 8:00 Uhr, die Rucksäcke werden im Bus verstaut. Wir, das sind Schülerinnen und Schüler mit Lehrkräften des Jahrgangs 12 der Fachoberschule der der Johann-Philipp-Reis-Schule Friedberg, machen uns auf den Weg, voller Erwartungen, Vorfreude und etwas Grauen vor der siebenstündigen Busfahrt, um den Schulalltag für eine Woche hinter uns zu lassen. Nach ein paar Stunden Autobahn, einer gesunden Mischung aus Schlaf und Musik aus den hinteren Reihen erreichen wir die pulsierende Hauptstadt Deutschlands. Nach dem Einchecken im Hotel treibt uns der Hunger zum guten Italiener in der Platte direkt um die Ecke, wo wir erste Pläne für die kommenden Tage schmieden.

 

Am Dienstag starten wir das Programm mit einer Stadtrundfahrt im eigenen Bus, begleitet von einem Guide mit landestypischer Berliner Schnauze, vorbei an unzähligen Baustellen, geschichtsträchtigen Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten. Seine Anekdoten sind unterhaltsam wie lehrreich und jetzt wissen wir auch wer Goldelse ist, wo die Schwangere Auster, Lippenstift und Puderdose stehen. Nachmittags erkunden wir das Spionagemuseum und tauchen ein, in die Welt der Geheimagenten Mata Hari, 007 und Guillaume etc.

 

Der Mittwoch versetzt uns in eine ernste und gleichermaßen nachdenkliche Stimmung. Wir besuchen die Gedenkstätte Sachsenhausen, wo die Nationalsozialisten im Jahr 1936 eines der ersten Konzentrationslager als Modell- und Schulungslager errichteten. Diese Erfahrung der Stille beim Durchschreiten dieses Ortes berührt zutiefst und regt uns zu Gesprächen an.

 

Am Donnerstag sind wir schwer beeindruckt von der Architektur des Jüdischen Museums und erhalten in einem Workshop spannende Einblicke in das Leben deutscher Juden von damals wie heute. Zum Abschluss diskutieren wir dort angeregt über die Frage, wie mit menschenverachtenden Beleidigungen wie dem „Judensau“-Motiv an Wittenbergs Stadtkirche umzugehen sei und stellen fest, die Antwort ist komplex und liegt zwischen Aufklärung, Mahnung und Verantwortung. Ein weiteres architektonisches Highlight an diesem Tag erwartet uns in der Neuen Nationalgalerie, wo wir die Kunst des 20. Jahrhunderts auf uns wirken lassen.

 

Mit reichlich Erinnerungen im Gepäck und die Köpfe voller neuer Eindrücke machen wir uns am Freitag auf den Rückweg. Unsere Abschlussfahrt war mehr als nur ein Ausflug, es war eine Reise durch die Geschichte der Bundesrepublik, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Für die finanzielle Unterstützung der Reise möchten wir uns an dieser Stelle recht herzlich beim Wetteraukreis bedanken.

Fr

06

Okt

2023

JPRS-Schüler besuchen Ausstellung „Plastic World“ in der Schirn

Am 26.9.23 fuhren Schülerinnen und Schüler der Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) in Friedberg zur Ausstellung „Plastic World“ in der Schirn Kunsthalle Frankfurt. Bei ihrer Exkursion wurden sie von ihren Lehrkräften Anna Brooke und Dr. Florian Härle begleitet. Die Schüler besuchen an der JPRS die Jahrgangsstufe 12 der Fachoberschule mit dem Schwerpunkt Gestaltung und werden nächstes Jahr ihre Prüfungen zur allgemeinen Fachhochschulreife absolvieren. Die aktuelle Ausstellung „Plastic Word“ in der Schirn beschäftigt sich mit der Geschichte der Kunststoffe in der bildenden Kunst.

 

Eine Mitarbeiterin der Schirn, eine versierte Kunsthistorikerin, führte die Fachoberschüler durch die Ausstellung und weckte deren Interesse mit fundierten und spannend dargebotenen Hintergrundinformationen. Die ausgezeichnete Führung war dialogisch gehalten: Die Expertin band die jungen Besucher bei ihren Ausführungen mit ein, sodass diese die Möglichkeit hatten, Fragen zu stellen und eigene Gedanken einzubringen. Die Themenwelten der Ausstellung „Plastic World“ zeigten, wie der Werkstoff Plastik beginnend mit den 1950er-Jahren in die Kunstwerke Einzug fand: So z.B. in der Pop Art, in der Arte Povera und im Nouveau Réalisme, der durch Künstlerinnen und Künstler wie Niki de Saint Phalle, Arma und César vertreten war.

 

Der kunstgeschichtliche Rundgang endete bei den zeitgenössischen Positionen, die sich vor allem mit dem Thema Haptik, d.h. dem „Anfassen wollen“ des Materials befassten: fladenförmige Schüttungen mit Plastik, Assemblagen (dreidimensionale Collagen) mit weggeworfenen Gebrauchsgegenständen, aus Plastik nachgebaute Naturformen wie Steine, Äste und Holz, die dem Verfall überlassen waren. Der zeitgenössische Künstler Otto Pine war mit seinen Installationen von Meereslebewesen aus Plastik vertreten, darunter aufblasbare riesenhafte Hummer. In Staunen versetzten die jungen Besucher Exponate und experimentelle Ideen aus der Architekturgeschichte, wie z.B. aufblasbare Büroräume und modularisierte architektonische Lösungen der britischen Architektengruppe Archigram.

 

Im Anschluss an die geführte Besichtigung folgte ein Workshop im Studio der Schirn. Hier konnten die Schüler die Beobachtungen und Anregungen, die sie aus der Ausstellung mitgenommen hatten, in eigene künstlerische Gestaltungen einfließen lassen. Die Schirn stellte hierfür unterschiedlichste Materialien aus Plastik zur Verfügung. Die Jugendlichen entwickelten im Workshop viele kreative Ideen und stellten interessante und pfiffige Objekte und Plastiken zum Thema „Plastic World“ selbst her.

Mo

10

Jul

2023

Fachoberschülerinnen und -schüler an der JPRS feierlich verabschiedet

Bei schönem Sommerwetter wurden am 6.7.23 an der Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) in Friedberg 34 Absolventinnen und Absolventen der Fachoberschule (FOS) feierlich verabschiedet. Die Schülerinnen und Schüler haben nach dem erfolgreichen Bestehen der Prüfungen die allgemeine Fachhochschulreife und somit die Qualifikation für ein Studium an einer Fachhochschule oder Universität erworben. Nun erhielten sie ihre Zeugnisse in dem würdigen Rahmen einer Abschlussfeier.

 

Die Feier startete mit dem Auftritt der J.P. Rice-Schulband unter der Leitung von Lehrer und Leadgitarrist Bernd Ritter. Die Sängerinnen Kimberly Welker und Hannah Theiss, Maivinh Nguyen an der E-Gitarre, Robert Kuss an der Bassgitarre, Nicolas Robin Warmuth am Keyboard und René Amoah am Schlagzeug begeisterten die Gäste mit ihren Darbietungen.

 

In seiner Eröffnungsrede begrüßte Schulleiter Nick Szymanski herzlich die Schüler, Gäste und das Kollegium und beglückwünschte die Absolventinnen und Absolventen zum Erwerb der Fachhochschulreife. Er gab ihnen mit auf dem Weg, nach dem Ende der Schulzeit und dem Beginn einer neuen Lebensphase die neuen Ziele immer im Auge zu behalten. Auch sei die Abschlussfeier eine gute Gelegenheit, um sich bei allen zu bedanken, die sie unterstützt und ihnen Mut gemacht haben.

 

Religionslehrer Horst-Jürgen Wohlgemuth begann seine Rede mit den Begrüßungsformeln Hallo, Schalom, Salam Aleikum und Friede sei mit euch. Er hob hervor, mit welcher Selbstverständlichkeit junge Menschen mit verschiedenen Religionen, Ethnien, Denkrichtungen und Geschlechtsidentitäten an der JPRS miteinander auskommen. Die Schüler lobte er für das positive Beispiel, das sie anderen Menschen dadurch vor Augen führen, dass sie sich gegenseitig respektieren. Herr Wohlgemuth wünschte ihnen, dass sie aus diesem selbstverständlichen Umgang Kraft für das manchmal feindliche Leben ziehen, wo ein solches selbstverständliches Miteinander nicht immer möglich sei. Er verabschiedete die Schüler mit einem irischen Segenswunsch, dass Gott seine schützende Hand über sie halten möge.

 

FOS-Abteilungsleiter Dr. Thomas Uchronski bedankte sich zunächst bei den Lehrerinnen und Lehrern, die an der Vorbereitung und dem Ausrichten der Abschlussfeier beteiligt waren und den Getränkeausschank betreuten. In seiner Rede verglich er die Schulzeit und die Vorbereitungen auf die Prüfungen mit den Anstrengungen der Tour de France. Den Fachoberschülern beglückwünschte er zum erfolgreichen Absolvieren des Etappenziels der Fachhochschulreife und wünschte ihnen viel Erfolg für die kommenden Etappen des Lebens.

 

Eine berührende Rede hielt der Schüler Haedara Aljaber aus der 12FOI. Er nannte die feierliche Zeugnisübergabe einen besonderen Tag voller Stolz und Freude und hob das Durchhaltevermögen und den Teamgeist aller Schülerinnen und Schüler hervor, die sich gegenseitig unterstützt hätten. Haedara Aljaber bedankte sich bei den Lehrerinnen und Lehrern, die über das Vermitteln von Fachwissen hinaus auch Mentoren und Vorbilder für die Schüler geworden seien. Sein besonderer Dank galt seinem Vater Abdalghafour Aljabr, der ihn aus dem Krieg in Syrien gerettet habe. Dessen Liebe, Stärke und Mut hätten ihm gezeigt, dass es immer Hoffnung gibt, egal wie dunkel die Zeiten auch seien. Haedara Aljaber appellierte an seine Mitschülerinnen und Mitschüler, gemeinsam stolz auf das Erreichte zu sein und mit Vorfreude in die Zukunft zu blicken.

 

Im Anschluss überreichten die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer den Fachoberschülern ihre Abschlusszeugnisse. Die nachfolgenden Schülerinnen und Schüler haben im Schuljahr 2022/23 an der JPRS erfolgreich die Fachhochschulreife erworben:

 

Klasse 12FOG, Schwerpunkt Gestaltung, Klassenlehrer Dr. Florian Härle: Finja Berger, Mila Brück, Mia Dorenkamp, Nele Eckhardt, Leonie Sydney Karsten, Luisa Pannewitz, Nils Süchting, Mohammad Tayeb.

Klasse 12FOB, Schwerpunkt Bautechnik, Klassenlehrer Björn Seitz: Anna-Lena Bipp, Deniz Can Cevik, Falk Dorenkamp, Victor Schnautz, Benjamin Softic, Maximilian Völk, Falk Zulauf.

Klasse 12FOM, Schwerpunkt Maschinenbau, Klassenlehrer Klaus Peppler: Khalid Abdul, Lars Julius Leluschko, Edin Sakiri, David Schyschka.

Klasse 12FOI, Schwerpunkt Informationstechnik, Klassenlehrerin Julia Berger: Haedara Aljaber, Johannes Tobias Ambrosi, Christian Dirk Antkowiak, Jan-Justus Gersbach, Julien Kokott, Marcio Dylan Machai, Tom Meinhold, Marc-Hendrik Müller, Bennet Noll, Waqas Parvez, Tom Pietschmann, Wojciech Sowinski, Ian Parker Teichmann, Marcel Leon Tschentscher, Lukas Gerrit Welker.

 

Nach der Zeugnisübergabe gruppierten sich die frischgebackenen Absolventinnen und Absolventen der Fachoberschule zu den Klassenfotos. Die Feier klang aus mit einem geselligen Beisammensein unter der musikalischen Begleitung der J.P. Rice 

Fr

10

Mär

2023

Schneesportwoche 2023 der FOS im Ahrntal Südtirol

Hilft Schneesport auch beim Lernen?

 

Knapp 30 Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule Klasse 12 aus der JPRS konnten dies nach den Jahren der Coronapause mal erproben. Für viele Schülerinnen und Schüler ist diese Fahrt, der erste Kontakt mit der alpinen beeindruckenden Bergwelt. Besonders in den Anfängergruppen im Skifahren wurden erstaunliche Leistungen erbracht. Beginnend mit den ersten Schritten auf rutschigen Brettern, gefolgt von vielen Übungen auf einfachen Pisten ging es am letzten Tag durch das gesamte Skigebiet. Da wurde Durchhaltevermögen gefordert: Losfahren-Hinfallen-Schneeabklopfen- und Weiterfahren. Ein hilfreiches Konzept auch im Hinblick auf die Vorbereitung der anstehenden Fachhochschulreifeprüfungen. Abends stand deshalb auch die „Lernzeit“ auf dem Programm in der Pension Waldheim in Petersdorf/Ahrntal.  Das Schneesportteam konnte den Schülerinnen und Schülern nicht nur den Spaß am Skisport näherbringen, sondern auch den Spaß beim gemeinsamen Lernen in den Abendstunden. Hier wurden Aufgaben aus den Schwerpunkten Bautechnik, Maschinenbau/Elektrotechnik, Gestaltung oder Informationstechnik individuell bearbeitet und unterstützt. Zusätzlich gab es einen Rodelabend, sowie eine gemeinsame Aprés-Skiparty mit Musik von unserem „schuleigenen“ DJ.

Die Schneesportwoche, die die JPRS nun zum 50. Mal durchführen konnte, hat in der JPRS eine lange Tradition. Dabei wurden bisher im Laufe der Jahre einige Schneeportgebiete besucht, so z. B. Tannheim, Fieberbrunn und seit 2006 einzelne Orte im Ahrntal.

In diesem Jahr haben die sonnigen Tage bei guten Schneeverhältnissen hoffentlich alle Teilnehmenden gut auf die bevorstehenden Abschlussprüfungen vorbereitet. Das Schneesportteam der JPRS wünscht dazu jedenfalls viel Erfolg.

Di

20

Dez

2022

Aktionstag „Sauberhafter Schulweg“

Verpackungen, To-go-Becher, Flaschen, Zigarettenstummel … statt Dinge nach dem Gebrauch ordentlich zu entsorgen, werden sie oft achtlos an den Straßenrand oder in die Natur geworfen. Am „Sauberhaften Schulweg“ sind deshalb hessenweit Schülerinnen und Schüler unterwegs, um die Umwelt von diesem Abfall zu befreien. Die Aktion „Sauberhafter Schulweg“ findet bereits seit 2002 jährlich im Rahmen der Umweltkampagne „Sauberhaftes Hessen“ des Hessischen Umweltministeriums statt. Ziel der Kampagne ist es, das Bewusstsein der Jugendlichen für eine intakte Umwelt, den Wert von Ressourcen und die Wichtigkeit von Abfallvermeidung zu sensibilisieren.

 

Auch die Schülerinnen und Schüler der Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) in Friedberg engagierten sich für den Umweltschutz und nahmen am Aktionstag „Sauberhafter Schulweg“ teil. Ausgestattet mit Müllsäcken, Handschuhen und Greifzangen von der Stadt Friedberg machten sich die Klassen auf, um Unrat und Abfall auf dem Schulgelände der JPRS sowie rund um die Schule zu beseitigen. An der Aktion beteiligten sich die Berufsschulklassen der Dachdeckerinnen und Dachdecker und der Holz- und Bautenschützer sowie die Fachoberschulklasse mit dem Schwerpunkt Gestaltung (11FOG). Unterstützt wurden sie von den Lehrkräften Katja Denner, Rika Pauli, Dr. Florian Härle, Tanja Rauch, Gülsah Albayrak und der Schulsozialarbeiterin Daniela Völker. Nachdem die Jugendlichen fleißig die Abfälle aufgesammelt hatten, entsorgten sie den Müll ordnungsgemäß über die Sammelbehältnisse der Schule. Anschließend konnten sich alle bei von der Schule gesponserten Getränken erfrischen.

 

Die Klasse 11FOG verknüpfte das Müllaufsammeln unter der Betreuung ihres Lehrers Dr. Florian Härle auf kreative Weise mit einer Kunstaktion. Im Vorfeld schrieb die Klasse die Frankfurter Künstlerin Line Krom an, die mit Materialresten und auch mit Müll als künstlerischem Material arbeitet und damit u.a. anregen möchte, wie man sparsamer und effizienter mit Resten umgehen kann. Die Schülerinnen und Schüler berichteten der Künstlerin von dem anstehenden Aktionstag und Line Krom erarbeitete für die Gestaltungsklasse ein künstlerisches Konzept. Dieses beinhaltete kleinere Zeichnungen, wie man das gefundene Material anordnen könnte, und konkrete Arbeitsanweisungen mit dem Ziel, aus den gefundenen unterschiedlichen Materialien eine spannende Komposition zusammenzustellen.

 

Auf diese Weise schufen die Schülerinnen und Schüler der 11FOG aus den zuvor aufgesammelten Materialien kurzlebige Kunstinstallationen, die sie dann abfotografierten, bevor der Abfall endgültig entsorgt wurde. Die Fotografien verdeutlichen einerseits eindrücklich die Ignoranz mancher Mitmenschen im Hinblick auf die Erhaltung einer sauberen Umwelt, andererseits geben sie dem Betrachter die Anregung, selbst künstlerisch tätig zu werden, am besten mit Material, das da einfach so irgendwo herumliegt – oder es einfach in den nächsten Gelben Sack zu werfen, denn auch beim Recyceln entsteht etwas Neues.

 

Der Aktionstag „Sauberhafter Schulweg“ an der JPRS war eine rundum gelungene Aktion, die neben dem Nützlichen auch viel Spaß gebracht hat und die Verantwortung, die wir für eine saubere Umwelt tragen, anschaulich dargestellt hat.