Internationale JPRS-Aktivitäten

Wir bieten Einblicke in andere Kulturen, Bildungssysteme und Märkte

Reisen bildet – daher fordern wir unsere Schüler auf, sich an Projekten und Auslandsfahrten zu beteiligen!
Reisen bildet – daher fordern wir unsere Schüler auf, sich an Projekten und Auslandsfahrten zu beteiligen!

Unsere Partnerschulen in Frankreich und China 

JPRS-Schulleiterin Jutta Tschakert, Herr von der Fecht und Frau Schaeffer empfangen ihre Kollegen aus Chaumont
JPRS-Schulleiterin Jutta Tschakert, Herr von der Fecht und Frau Schaeffer empfangen ihre Kollegen aus Chaumont

JPRS-Kooperation mit Partnerschule in Frankreich

An der Kooperation mit unserer Partnerschule in Chaumont (Frankreich) sind JPRS-Schüler des Bereiches Körperpflege und des Beruflichen Gymnasiums beteiligt. Die regelmäßigen einwöchigen Projektfahrten sind thematisch klar umrissen und werden in Frankreich und Deutschland jeweils mit einer öffentlichen Mode- und Frisurenschau abgeschlossen.


Unsere Partnerschulen in China

Bei unseren Partnerschaftlichen Kontakten mit der "Vocational School of Dongguan" und der "Vocational School of Hangzhou", stehen der langfristige Ausbau der Beziehungen sowie die Vorbereitung des Austauschs von Schülern der berufsbildenden Ausbildungszweige im Fokus. Dazu finden in regelmäßigen Abständen gegenseitige Besuche von Schulleitungsmitgliedern und Projektlehrern statt.

Weitere internationale Aktivitäten in England, Spanien, Italien, Polen und China 

Die JPRS-Projektfahrten nach Parma/Italien, finden im Rahmen des Erasmus+ EU-Programms statt.
Die JPRS-Projektfahrten nach Parma/Italien, finden im Rahmen des Erasmus+ EU-Programms statt.

Projektreisen in ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte

Zusätzlich zu den Projektfahrten nach Auschwitz/Polen (KZ-Gedenkstätte) und Parma/Italien (Massaker in Marzabotto) sind weitere Themenreisen und Projekte zur Aufarbeitung der Deutschen Geschichte im II Weltkrieg in Planung.

 


http://www.erasmusplus.de/

 

Jährliche Kursfahrten nach Kanton im Süden Chinas

Unsere Chinesisch-Lehrerin Frau Pu organisiert und leitet seit einigen Jahren die Kursfahrten nach Kanton im Süden Chinas. Für die Schüler des Chinesisch-Kurses bildet diese Reise einen tollen Abschluss ihrer Arbeit.

 

Lehrreiche Sprachreisen in unsere europäischen Nachbarstaaten 

Die jährlich veranstalteten, lehrreichen und beliebten Sprachreisen nach England, Spanien, Italien und Frankreich, runden das Programm unserer internationalen Aktivitäten ab.  

BLOG - Aktuelle News zu internationalem JPRS-Aktivitäten

Mi

10

Mai

2017

JPRS auf dem Weg zu Partnerschaft mit italienischer Schule

Reise zum Comer See – auf den Spuren des Friedberger Schriftstellers Henry Benrath

Auf Einladung von Mario Berardino (Schulleiter Berufsschule Asso/Dott), machte sich eine Delegation der JPRS unter der Leitung von Holger Gerlach Ende April auf den Weg zum Comer See, um die Möglichkeiten einer neuen Schulpartnerschaft auszuloten. Untergebracht war die JPRS-Delegation in der Friedberger Partnergemeinde Margreglio (Nachbargemeinde von Asso). Jener Gemeinde in der Provinz Como, in die der Friedberger Schriftsteller Henry Benrath 1938 emigriert war; die er 1944 durch sein couragiertes Eintreten vor der Zerstörung durch deutsche Truppen bewahrt hatte, was schließlich zur Städtepartnerschaft von Magréglio mit Friedberg führte. 

 

Partnerschaft mit schulspezifischen und geschichtlichen Schwerpunkten 

Angeregt von konstruktiven Gesprächen mit Schülern, Lehrern und Schulleitung und dem Besuch der Wirkungsstätten von Henry Benrath (unter fachkundiger Führung der Gemeindevertreterin von Margreglio) zeichnete sich ein Projekt ab, in dem sowohl schulspezifische als auch geschichtliche Schwerpunkte mit Blick auf Henry Benrath vereint werden. Zur Konkretisierung der Schulpartnerschaft wurden die Vertreter der italienischen Schule zum Gegenbesuch in Friedberg eingeladen.

Mo

01

Mai

2017

JPRS-Schüler besuchen ehemaliges KZ Mittelbau-Dora in Thüringen

Die Abschlussklassen der Berufsfachschule der Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) besuchten zusammen mit ihren Lehrern Klaus Peppler, Daniel Sack, Claudia Schirm und Matthias Anacker für zwei Tage das ehemalige KZ Mittelbau-Dora im Südharz nahe der thüringischen Stadt Nordhausen. Die Exkursion wurde vom Wetteraukreis und von der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung finanziell unterstützt, wofür sich die Schule bei dieser Gelegenheit herzlich bedanken möchte.

 

Auseinandersetzung mit einem dunklen Kapitel der deutschen Vergangenheit

Bewusst hatten die betreuenden Lehrer die Schülerfahrt für zwei Tage geplant, um den teilnehmenden Jugendlichen genügend Zeit für die thematische Auseinandersetzung mit diesem dunklen Kapitel der deutschen Vergangenheit zu ermöglichen. Unter der fachkundigen Führung von Mitarbeitern der Gedenkstätte wurden den Schülern ein Teil des unterirdischen Stollensystems, das Häftlingslager, das Gefängnisgebäude und das Krematorium gezeigt und die Zusammenhänge erklärt. In anschließenden Workshops konnten die Schüler unter Anleitung der Gedenkstättenmitarbeiter die gewonnenen Eindrücke vertiefen.

 

Unmenschliche Lebensbedingungen im KZ Mittelbau-Dora

Die Häftlinge des KZ Mittelbau-Dora mussten ab 1944 unter menschenunwürdigsten Bedingungen in einem unterirdischen Stollensystem die berüchtigte V2-Rakete, d.h. Vergeltungswaffe 2 der Nazis montieren. Etwa jeder dritte der über 60.000 Menschen, die zwischen 1943 und 1945 in das KZ Mittelbau-Dora deportiert wurden, hat nicht überlebt. Die Häftlinge starben an den Folgen der unmenschlichen Zwangsarbeit und den Misshandlungen, wurden erschlagen, auf Todesmärschen erschossen oder als „Arbeitsunfähige“ in die Vernichtungslager gebracht.

 

Erschütternder Dokumentarfilm über die Befreiung des KZ Mittelbau-Dora

Tief erschüttert waren die Schülerinnen und Schüler, als ihnen ein Film vorgeführt wurde, der die Tausenden von den Nazis ermordeten Häftlinge zeigte, so wie die amerikanischen Soldaten sie unmittelbar nach der Befreiung des KZ Mittelbau-Dora vorfanden. In dem Film sah man, wie die toten Häftlinge weggetragen wurden, während andere Soldaten den wenigen überlebenden und völlig entkräfteten Häftlingen zu den Krankenwagen des Roten Kreuzes halfen, weil sie aus eigener Kraft nicht mehr gehen konnten.

 

Rassismus und Antisemitismus durch Aufklärung aktiv entgegentreten

Die JPRS organisiert jedes Jahr Gedenkstättenfahrten zu Stätten des Holocaust und der Naziverbrechen. Ziel dieser Exkursionen ist es, die Schüler vor Ort mit den damaligen Ereignissen zu konfrontieren und dem Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus, der bei vielen Jugendlichen grassiert, durch Information, Aufklärung und Auseinandersetzung aktiv entgegenzutreten.

Di

28

Mär

2017

Gegenbesuch der JPRS-Partnerschule École La Mache aus Lyon

Technikprojekt Outdoor-Möbel Part II: Die Realisation … sägen, hämmern, flexen und biegen bis das Blech kracht!

Ende März kamen 18 französische Schüler der JPRS-Partnerschule École La Mache aus Lyon mit ihren Betreuern Sophie Sayegh (Englischlehrerin) und Eric Bugnet (Fachlehrer Metalltechnik) zum Gegenbesuch nach Friedberg. Nach einer kurzen Schulführung fertigten die französischen Schüler gemeinsam mit ihren deutschen "Kollegen" in der modernisierten JPRS-Metallwerkstatt die Bauteile für ihre Outdoor-Möbel. Stahl wurde gesägt, geflext und geschweißt, Sitzflächen aus witterungsbeständigem Lärchenholz gefräst, geschliffen und mit Leinöl behandelt. Im letzten Arbeitschritt wurden die fertigen Bauteile montiert.

 

Die fertigen Outdoor-Möbel stellten die Schüler dann im Atrium der Schule auf: Sonnenliege, Schaukelliege, Sitzbank und Stehtisch, die seitdem von den Schülern der JPRS in den Pausen gerne und rege genutzt werden. Nach den Sommerferien werden die innovativen Outdoor-Möbel auf dem Schulhof ihren verdienten festen Platz erhalten. Bis dahin sind Besucher herzlich willkommen, die professionell gefertigten Gartenmöbel im Atrium der JPRS zu besichtigen.

 

Neben einer Stadtführung durch Friedberg mit Besichtigung von Burg, Adolfsturm, Mikwe und der Altstadt, standen auch der Besuch der Ausstellung „Dialog im Dunkeln“ im Dialogmuseum in Frankfurt und die Besichtigung des Römerkastells Saalburg auf dem Programm. Zum Abschluss des Gegenbesuchs luden die Gastgeber ihre französischen Gäste zu einer gemeinsamen Grillparty ein.

 

Das deutsch-französische Gemeinschaftsprojekt und ihre anderen Auslandskooperationen wird die JPRS mit viel Engagement weiter betreiben. Der Vorteil für die Schüler: Sie erhalten einen Einblick in die Kultur und das Schulsystem des Gastlandes, können Bekanntschaften und Freundschaften knüpfen, länderübergreifende Projekte realisieren und Spracherfahrungen sammeln.

Mi

20

Jul

2016

Bienvenido a Madrid!

Schüler des JPRS BG-Spanischkurses zu Besuch in der größten Stadt Südeuropas

Schüler, 2. von rechts Hr. Brendel, knieend Hr. Peppler, links dahinter Frau Schirm
Schüler, 2. von rechts Hr. Brendel, knieend Hr. Peppler, links dahinter Frau Schirm

Der Spanischkurs der Jahrgangsstufe 12 des beruflichen Gymnasiums verbrachte sonnige und erlebnisreiche Tage in der spanischen Hauptstadt Madrid. Begleitet wurden die Schüler von den Lehrkräften Claudia Schirm, Reimund Brendel und Klaus Peppler.

 

Im Vorfeld hatten die Schüler Informationen zu Sehenswürdigkeiten der Stadt ausgearbeitet, die vor Ort in anschaulichen Präsentationen vorgestellt und durch muttersprachliche Führungen ergänzt wurden. In diesem Zusammenhang besuchte die Gruppe den Königspalast, die spanische Börse und den Senat, wo die Schüler einen Einblick in die aktuelle politische Lage Spaniens erhielten. Weitere Höhepunkte waren das Literatenviertel „Huertas“ mit dem Besuch des Geburtshauses des bekannten Dichters Lope de Vega sowie die Besichtigung des ehemaligen Regierungssitzes des spanischen Diktators Francisco Franco, El Pardo.

 

Neben den Erkundungen der Stadt nutzten die Schüler den Aufenthalt in der spanischen Metropole, um ihre Sprachkenntnisse in realen Alltagssituationen (im Restaurant, beim Einkaufen etc.) zu erproben und einzusetzen. Am späten Nachmittag bot dann der Hotelpool eine willkommene Erfrischung nach den vielen Besichtigungen in der heißen Innenstadt.

 

Dann hieß es Abschied nehmen. Mit neuen Eindrücken aus Madrid kamen die Schüler und Lehrer nach sechs erlebnisreichen Tagen wohlbehalten am Frankfurter Flughafen an.

Sa

09

Jul

2016

Ciao, bella Italia!

60 Schüler des JPRS-BG12er Jahrgangs auf den Spuren von Romeo und Julia …

… es ist Mitte Juni, der Sommer in Deutschland lässt noch etwas auf sich warten, die meisten Klausuren sind bereits geschrieben und so machten sich 60 Schülerinnen und Schüler des BG12er Jahrgangs am 13.06. um 06:00 Uhr morgens mit 5 Lehrkräften auf den Weg nach Italien, um dort nicht nur besseres Wetter zu genießen, sondern auch etwas über die Geschichte Venedigs, Bolognas und Veronas zu erfahren und um das gemütlichen Städtchen Malcesine am Gardasee zu erkunden. Nach einer etwa 14 stündigen Fahrt inkl. Vollsperrung auf der Autobahn konnten gegen 20 Uhr die Bungalows in der Bungalow-Anlage „Belvedere Village“ in Castelnuovo del Garda bezogen werden. Nach einem schnellen Nudel-Abendessen ging es ab ins Bett.

 

Gleich am nächsten Tag rollte der Bus erneut, dieses Mal an der Ostküste des Gardasees entlang bis nach Malcesine, wo die SchülerInnen bei wechselhaftem Wetter auf erste Entdeckungstour gehen konnten. Immerhin fand man hier auch deutsche Spuren: Goethe war einst auf seiner berühmten Italienreise in Malcesine zu Gast und wurde sogleich verhaftet, weil man ihn für einen österreichischen Spion hielt. Nach dem ersten Erkunden musste die Entdeckungstour, die eigentlich noch nach Lazise führen sollte, aufgrund von stärkeren Regenfällen abgebrochen werden. 

 

Am Mittwoch stand dann Venedig auf dem Programm und das Wetter zeigte sich von seiner netten Seite. Nach einer zweistündigen Stadtführung konnten alle die Stadt auf eigene Faust erkunden und kehrten mit Erinnerungen an Gondelfahrten durch die engen Kanäle oder kleinen Souvenirs für die Daheimgebliebenen pünktlich zum vereinbarten Treffpunkt zurück. 

Der Donnerstag sollte nun also bereits der vorletzte Tag für die Gruppe am Gardasee werden, welcher in Bologna verbracht wurde. Hier zeigte sich nach einer ebenfalls ca. zweistündigen Stadtführung die ein oder andere Ermüdungserscheinung nach der doch etwas unruhigen Nacht, so dass nach der Stadtführung schnellstens Pizzerien, Restaurants aufgesucht wurden oder auch einfach nur schnellstmöglich der nächste McDonalds angesteuert wurde, um sich wieder einigermaßen zu regenerieren. 

 

Der letzte Tag durfte nach dem Auschecken größtenteils individuell gestaltet werden. Einige nahmen das Angebot wahr, sich eine weitere Stadt, Verona, anzuschauen und erlebten hier den Schauplatz des berühmten Dramas „Romeo and Juliet“ von Shakespeare hautnah. Andere verbrachten den Tag entspannt am Pool der Anlage oder holten sich den nötigen “fun“ im Gardaland bzw. im Aquapark. Um 20:00 hieß es dann Abschied nehmen und alle setzten wohlbehalten (lädierte Zehen, zerstochene Füße und verlorengegangenes Kopfhaar mal ausgenommen) zur Heimreise an. Am frühen Samstagmorgen konnten die Eltern ihre Schützlinge dann endlich wieder im Empfang nehmen. 

 

 

Fazit: Wir alle können auf eine schöne, erlebnis- und ereignisreiche Kursfahrt zurückblicken!

Sa

28

Mai

2016

»Today we make tomorrow through yesterday«

Vom Massaker in Marzabotto bis zum Aufbau der Europäischen Union

Abschlussveranstaltung des erfolgreichen JPRS-ERASMUS-Schulprojektes

Seit zwei Jahren arbeiten Schüler der JPRS und des Liceo Attilio Bertolucci (Parma/Italien) in einem Projekt zusammen, das den Titel „Today we make tomorrow through yesterday –Vom Massaker in Marzabotto bis zum Aufbau der Europäischen Union“ trägt. 

In einer ersten Phase wurde das Projekt durch die hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, Lucia Puttrich, unterstützt und konnte dann durch die Aufnahme in das ERASMUS-Programm der Europäischen Union weitergeführt werden.

 

Gegenseitiges kennenlernen und kultureller Erfahrungsaustausch

Zum einen erfuhren die Schülerinnen und Schüler im Rahmen ihrer gegenseitigen Besuche vieles über die deutsch-italienische Geschichte von 1943-1945, beginnend mit der Besetzung großer Teile Italiens durch Deutschland ab dem 8. 9. 1943 und mit vor allem von SS-Einheiten im Jahre 1944 verübten Massakern in Marzabotto / Monte Sole und in Sant’Anna di Stazzema. 

Zum anderen lernten sie Europa auf offiziell politischer und auf persönlicher Ebene im Rahmen der Begegnungen in den Familien und Schulen, sowohl in Parma als auch in Friedberg, kennen. Als besonders wichtig erwies sich dabei die Entscheidung, die Schüler bei den jeweiligen Besuchen in Gastfamilien unterzubringen, weil auf diesem Wege das gegenseitige Kennenlernen am effektivsten gelingt.

 

Vergangenheit transparent machen

Die Vergangenheit bewusst machen, die Toten nicht vergessen, aber mutig in die Zukunft zu schauen und an der Schaffung einer neuen, friedlichen Welt mitzuwirken – diese zwei Schwerpunkte bildeten den Rahmen für unser italienisch-deutsches Projekt. Diese Eindrücke wollten Schüler und Lehrer im Rahmen zweier Abschlussveranstaltungen vermitteln. Als besonders hilfreich erwies sich die Kooperation mit dem Italienischen Generalkonsulat in Frankfurt, vertreten durch Generalkonsul Maurizio Canfora und dem Zuständigen für Schulangelegenheiten, Mario Berardino. 

 

Präsentation der Projektergebnisse und zentrale Gedenkfeier

In der ersten Veranstaltung wurden die Projektergebnisse der Freiherr-vom-Stein-Schule in Frankfurt präsentiert, deren Besuch durch die Zusammenarbeit mit dem Schulleiter Dr. Ausbüttel ermöglicht wurde. Schüler und Lehrer – es waren eigens auch 4 Kollegen aus Parma angereist –sprachen über ihre Erfahrungen und zeigten Fotos der Fahrten, sodass ein lebendiges Bild der Projektaktivitäten vermittelt werden konnte. Höhepunkt war der Bericht der Zeitzeugin Liana Novelli-Glaab, die mit den Schülern über die Erlebnisse ihrer Eltern zur Zeit der Besetzung Italiens durch Nazideutschland sprach. Im Anschluss fand die zentrale Gedenkfeier auf dem Friedhof Frankfurt-Westhausen statt. Seit 1957 ruhen auf dem „Cimitero di Guerra Italiano“, einem Teilstück des Friedhofes, 4.788 italienische Kriegsopfer,viele von den dort beerdigten Menschen starben als  Militärinternierte und sogenannte Zivilarbeiter.

Der „Cimitero di Guerra Italiano“ ist einer von fünf Ehrenfriedhöfen für italienische Kriegsopfer in Deutschland, die in den 50er Jahren entstanden sind.

 

Prominente Schirmherren – italienischer Generalkonsul & Hessischer Staatssekretär

Für diese Veranstaltung, an der ca. 50 Gäste, darunter viele Mitglieder der italienischen Gemeinde, teilnahmen, hatte der italienische Generalkonsul Maurizio Canfora die Schirmherrschaft übernommen. Aus Wiesbaden war der Hessische Staatssekretär für Europaangelegenheiten, Herrn Mark Weinmeister, angereist und lobte den Ansatz des Projekts, Kriegsgeschichte, anhand des persönlichen Schicksals des 20-jährigen deutschen Soldaten Otto Zellers, der in Italien sein Leben verlor und des italienischen Partisanen Renato Lori aus Parma, völkerübergreifend aufzuarbeiten und transparent zu vermitteln.

 

Überreichung des Curriculums und der Charta von Monte Sole

Nachdem die Schüler und Lehrer ihre Projekterfahrungen geschildert hatten, erläuterte die Zeitzeugin Liana Novelli-Glaab die Rolle der Frauen in der Resistenza. Seinen inhaltlichen Abschluss erfuhr das Projekt durch die Überreichung des Curriculums und der Charta von Monte Sole an die Anwesenden. Dieses Curriculum, ein wesentliches Ergebnis des Projektes, soll allen interessierten Schulen und Lehrern zur Verfügung gestellt werden, die die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Deutschland und Italien im Unterricht thematisieren möchten.

Anschließend gingen alle Beteiligten zu den Gräbern der italienischen Militärinternierten und legten Blumen nieder, um auf diese Weise der Toten zu gedenken. Die Schüler verlasen die erarbeitete Charta auf Deutsch und Italienisch.

 

Aus Geschichte lernen - für einen gemeinsamen Neuanfang in einem vereinten Europa

Das Projekt endete an einem Ort, an dem ein dunkles Kapitel deutsch-italienischer Geschichte gebündelt ist – an einem Ort, an dem an diesem Tag jedoch auch deutlich wurde, dass ein gemeinsamer Neuanfang in einem vereinten Europa nicht nur eine leere Worthülse ist, sondern konkret mit Leben gefüllt werden kann.

Mi

18

Mai

2016

"Die Leute haben kein Brot? Sollen sie doch Kuchen essen!" *

JPRS-Metzger- und Bäckerlehrlinge zu Besuch bei Partnerschule in Chaumont

Bäckerei: franz. Lehrer Oliver Suc, Fr. Hund, Hr. Zinn
Bäckerei: franz. Lehrer Oliver Suc, Fr. Hund, Hr. Zinn

Zu den vielfältigen Kooperationen der JPRS gehört auch der regelmäßige Erfahrungsaustausch mit der CFA Interpro de la Haute-Marne in Chaumont. Gefördert wird diese Kooperation vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW).

 

Im Februar dieses Jahres hatten Bäcker- und Metzgerlehrlinge aus Chaumont die JPRS besucht, um die Region zu erkunden und in der schuleigenen Metzgerei und Bäckerei an Projekten zu arbeiten. Kürzlich fuhren sieben Bäckerlehrlinge, acht Bäckerei-Fachverkäuferinnen und sieben Metzgerlehrlinge, betreut von den JPRS-Fachlehrern Eva Maria Hund, Holger Buss, Matthias Zinn und dem technischen Assistenten der Schule Thorsten Lux, zum Gegenbesuch nach Frankreich.

 

Das Nahrungsmittelteam der CFA Interpro unter der Leitung von Jean-Francois Lagnes bot den Gästen aus Friedberg ein abwechslungsreiches Programm: u.a. eine Stadtbesichtigung von Chaumont, inklusive einer Führung durch ansässige Metzgereien, Bäckereien und Brauereien. Höhepunkt war die Exkursion ins nahe gelegene Nogent, dem Zentrum der Messerschmiedekunst im Departement Haute-Marne. Dort besuchten die Lehrlinge das überregional bekannte Schneidwarenmuseum. Der anschließende gemeinsame Bowling-Abend förderte das gegenseitige Kennenlernen.

 

In der Schulbäckerei und -Metzgerei der CFA, arbeiteten die Lehrlinge aus Friedberg und Chaumont an gemeinsamen Projekten. Unterstützt von den französischen und deutschen Fachlehrern, waren die Schüler während der Projektwoche damit beschäftigt originelle Nahrungsmittelprodukte zu kreieren, zu planen und herzustellen. Die Projektwoche klang dann mit einem Abendessen im schuleigenen Restaurant aus, wobei auch die von den Lehrlingen hergestellten Leckereien (Backwaren, Würste etc.) serviert und verköstigt wurden.

 

 

Fazit: Durch die gegenseitigen Besuche lernten die Berufsschüler viel Interessantes über Ausbildung, Nahrungsmittelherstellung und regionale Produkte des jeweiligen Partnerlandes. Davon profitieren die Lehrlinge im Hinblick auf die Handwerksausbildung, den kulturellen Austausch und eine mögliche spätere Tätigkeit innerhalb der EU. Das JPRS-Nahrungsmittelteam und Schulleiterin Jutta Tschakert freuen sich bereits auf den Gegenbesuch der Gäste aus Chaumont in Friedberg im nächsten Frühjahr.

 

* im 17. Jahrhundert bereicherten helle Brotsorten aus feinem Mehl die Küchen reicher Stände, die normale Bevölkerung aß grobes, dunkles Brot. Weißbrot galt noch im 17. Jahrhundert als purer Luxus. Der Brotpreis galt als sensible Größe und führte immer wieder zu Revolten (übrigens bis in die heutige Zeit). Bekannt ist etwa das Zitat: "Die Leute haben kein Brot? Sollen sie doch Kuchen essen!", das der französischen Königin Marie Antoinette – wenngleich fälschlicherweise – zugeschrieben wurde. Als das erzürnte Volk 1789 das Schloss von Versailles stürmte, ging es nicht nur um Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit – sondern auch um explodierende Brotpreise. Und diese kosteten die Königin schließlich, im wahrsten Sinne des Wortes, den Kopf. Übrigens: Die aus der Revolution resultierende Brotpreisregulierung wurde in Frankreich erst 1978 (!) aufgehoben. Mit der Verbreitung des Bäckerberufs organisierten sich auch in deutschen Landen neue Zünfte. So unterschied man zwischen den Schwarz- und Weißbäckern. In Süddeutschland bildete sich die Zunft der Lebküchner, während sich in den Hansestädten die Bäcker von Schiffszwieback als Hartbäcker organisierten.

Monster Bildergalerie vom Besuch Chaumont (57 Fotos)

Fotos: Thorsten Lux

Di

03

Nov

2015

來自中國的問候 (Herzliche Grüße aus China)

Die Delegation der JPRS ist gut in China angekommen

Die Delegation der JPRS ist nach langem Flug gut in China angekommen und wurde dort freundlich empfangen und in einem sehr schönen Hotel untergebracht. Die erste von sieben Schulen in Dongguan in der Nähe von Hongkong wurde bereits besucht. Auf dem Gruppenfoto sieht man die deutschen Schüler (5 von der JPRS und die anderen 10 aus Freigericht und Butzbach) mit ihren chinesischen Austauschpartnern. Die chinesischen Lehrer waren auch gesammelt antreten.

 

Kommentar Mr. Guenther Blank: ›Tolles Hotel, gewöhnungsbedürftiges Essen, ein straffes Programm und unheimlich freundliche Menschen. Wir haben hier eine tolle Zeit!‹

So

11

Okt

2015

Von der gemeinsamen Geschichte lernen!

Italienische Schüler aus Parma kamen zum Gegenbesuch an der JPRS

Schüler arbeiten im Workshop Europa, rechts Lehrerin Eva Tinz
Schüler arbeiten im Workshop Europa, rechts Lehrerin Eva Tinz
Die deutsch-italienische Gruppe vor dem Adolfsturm
Die deutsch-italienische Gruppe vor dem Adolfsturm

Schülerprojekt im Rahmen des EU-ERASMUS-Programms

Seit September 2014 arbeiten die Johann-Philipp-Reis-Schule in Friedberg und das Liceo Attilio Bertolucci in Parma im Rahmen eines von der EU geförderten zweijährigen ERASMUS-Projektes „Today we make tomorrow through yesterday – Vom Massaker in Marzabotto bis zum Aufbau der Europäischen Union“ zusammen. Die Schülerinnen und Schüler sollen die leidvollen Kapitel der italienisch-deutschen Geschichte im Verlauf des Zweiten Weltkrieges kennenlernen und die Bedeutung der Europäischen Union als Rahmenbedingung eines friedlichen Zusammenlebens der Menschen in Europa schätzen lernen.


Italienische Schüler zum Gegenbesuch in Friedberg

Im September reisten nun 27 italienische Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrerinnen und Lehrern zum Gegenbesuch nach Friedberg. Das Projektteam der Johann-Philipp-Reis-Schule rund um die Lehrer Otto Lomb, Eva Tinz und Nathalie Reinke hatte ein dicht gepacktes Programm vorbereitet. Die Schüler wurden vom Friedberger Bürgermeister Michael Keller höchstpersönlich begrüßt, der in seiner Rede auch auf die seit langem bestehende Partnerschaft Friedbergs mit der italienischen Gemeinde Magreglio einging. Stadtarchivar Lutz Schneider hatte sich bereit erklärt, die Gäste über die Lage der italienischen Zwangsarbeiter in Friedberg und der Wetterau zwischen den Jahren 1943 – 1945 zu informieren. Bei einem Besuch der Gräber von Zwangsarbeitern und des Grabes von Henry Benrath auf dem Friedberger Friedhof konnten die Teilnehmer das im Vortrag Erfahrene eindrucksvoll vertiefen.


Schüler-Workshops zu Vergangenheit und Zukunft von Europa

Im Rahmen eines Workshops widmeten sich die Schülerinnen und Schüler dem zweiten Teil des ERASMUS-Projektes, geht es doch in diesem nicht nur um die Vergangenheit, sondern auch um die Zukunft, konkret um die Bedeutung der Europäischen Union für ein friedliches Zusammenleben der Völker Europas.


Treffen mit Überlebenden des Holocaust/Besuch der Frankfurter Synagoge

Am nächsten Tag trafen die deutschen und italienischen Teilnehmer des Projekts zwei überlebende polnische Häftlinge von Konzentrationslagern, die auf Einladung des Maximilian-Kolbe-Werkes und der Diözese Mainz im Haus St. Gottfried in Ilbenstadt Schülern in Gesprächen ihre Erlebnisse aus der Zeit ihrer Haft in nationalsozialistischen Konzentrationslagern schilderten. Die italienischen Schülerinnen und Schüler konnten mit Frau Alodia Witaszek sprechen, die unter anderem in einem Kinderkonzentrationslager als Fünfjährige (!) inhaftiert war. Die deutschen Jugendlichen erfuhren mehr über das Leben von Dominika Adamczewska, die als Sechsjährige mit ihrem Bruder und der Mutter ins KZ Majdanek kam. Die Begegnung mit den Überlebenden hinterließ bei beiden Schülergruppen einen tiefen Eindruck. Der Holocaust und das Judentum sind integraler Bestandteil des ERASMUS-Projektes, daher war der Besuch der Frankfurter Synagoge im Westend ein wichtiger Programmpunkt. Für viele Schülerinnen und Schüler war der Besuch dieser beeindruckenden Frankfurter Synagoge der erste Besuch eines jüdischen Gotteshauses überhaupt.

 

Projektfahrt ins Konzentrationslager Dachau

Gegen Ende der Projektwoche fuhren die italienischen und deutschen Projektbeteiligten nach Dachau, um die dortige Gedenkstätte, das ehemalige Konzentrationslager, zu besuchen. Die wohl nachhaltigste Erfahrung hatte eine italienische Schülerin, deren Urgroßvater als italienischer Soldat in Dachau interniert war. Die Schülerin berichtete ferner, dass der Urgroßvater in seiner Familie niemals über seine Erfahrungen in Dachau gesprochen hatte. Weder die italienischen Mitschüler noch die sie begleitenden Lehrer wussten vorher von dieser tragischen Lebensgeschichte.


Zum Abschluss – ein gemeinsamer Erkundungsrundgang durch München

In München besuchte die Gruppe die Aufmarschplätze der Nationalsozialisten, u.a. die Feldherrnhalle und den Odeonsplatz. Natürlich blieb auch genug freie Zeit für eine Stadterkundung, etwa für den Besuch des Deutschen Museums, sodass der Tag und die gesamte Woche nicht nur mit bedrückenden Erfahrungen enden konnte.

 

Fazit: Alle beteiligten Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte freuen sich schon auf das Wiedersehen in Parma im April 2016.

Di

23

Jun

2015

Deutsch-italienische Geschichte im Zweiten Weltkrieg 

JPRS-ERASMUS-Projekt mit italienischer Partnerschule in Parma

Die Schüler der JPRS in Parma
Die Schüler der JPRS in Parma
Die JPRS-Schüler mit dem Präfekten von Parma
Die JPRS-Schüler mit dem Präfekten von Parma

„Today we make tomorrow through yesterday – Vom Massaker in Marzabotto bis zum Aufbau der Europäischen Union“ 

Seit September 2014 arbeiten die JPRS und das Liceo Attilio Bertolucci (Parma) im Rahmen eines von der EU geförderten zweijährigen Erasmusprojektes zusammen. Unter dem Leitthema „Today we make tomorrow through yesterday – Vom Massaker in Marzabotto bis zum Aufbau der Europäischen Union“ geht es darum, an die von SS-Einheiten im Jahr 1944 begangenen Massaker in Marzabotto und Sant’Anna di Stazzema zu erinnern, in denen ca. 770 bzw. 560 Zivilisten, vor allem Frauen, Kinder und alte Männer, getötet wurden. Die Schüler sollen die Hintergründe dieses leidvollen Kapitels der italienisch-deutschen Geschichte im Verlauf des Zweiten Weltkrieges ausleuchten, verstehen und aufarbeiten, um die Bedeutung der Europäischen Union als wichtige Rahmenbedingung für ein friedvolles Zusammenleben der Menschen in Europa schätzen zu lernen.


Die JPRS-Schüler lernen die italienische Gastfreundschaft kennen

Unter der Leitung von Otto Lomb, Eva Tinz, und Nathalie Reinke fuhren 15 JPRS-Schüler nach Parma. Dort wurden sie herzlich aufgenommen und bei ihren italienischen Gasteltern untergebracht – ein wesentlicher Bestandteil des Projekts, damit die Schüler die italienische Lebensweise kennenlernen können.

Am ersten Projekttag begann die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Thematik mit einem lebhaften Gespräch unter den italienischen und deutschen Schülern, bei dem es so manche Sprachbarrieren zu überwinden galt. Am Nachmittag stand der Besuch der Sehenswürdigkeiten von Parma auf dem Programm. Bedeutsam für das Projekt war die Besichtigung des Piazza Garibaldi – Ort der Hinrichtung von ca. 12 jungen Parmesianern während des Zweiten Weltkrieges. Am Abend waren alle Schüler und Lehrer bei den Großeltern eines gastgebenden Schülers zu einem gemeinsamen Imbiss im Garten des Hauses eingeladen, ein Ausdruck der zu recht gerühmten italienischen Gastfreundschaft und Herzlichkeit und ein Beispiel für die vielen Einladungen und persönlichen Begegnungen während der Projektwoche.


Zeitreisen in die Jahre 1943-45 – in ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte

Im Verlauf der Woche fuhr die Schülergruppe zu dem kleinen Dorf Sant‘ Anna di Stazzema in den Apulischen Alpen, neben Marzabotto der Ort, an dem das schlimmste Massaker an der italienischen Zivilbevölkerung durch deutsche Truppen verübt worden war. Am 12.8.1944 überfiel die 16. SS-Panzergrenadierdivision „Reichsführer SS“ das Dorf unter dem Vorwand, Partisanen zu bekämpfen. 560 Bewohner, darunter auch schwangere Frauen, wurden ermordet, nur wenige entkamen. Enrico Pieri, der das Massaker als 10-Jähriger überlebte, schilderte mit großer emotionaler Betroffenheit den Schülern seine damaligen Erlebnisse. Seine ganze Familie wurde an diesem Tag getötet. Jeweils eine italienische Schülerin und ein deutscher Schüler durften einen Brief von Enrico Pieri verlesen, in dem dieser seine damaligen Erlebnisse schilderte und sich nachdrücklich für ein geeintes Europa als Garant für einen dauerhaften Frieden einsetzte.


Tragische Einzelschicksale aus dem Moloch Zweiter Weltkrieg

Im Rahmen des Projektes rückten die italienischen Gastgeber auch die Resistenza, den Widerstand der Italiener gegen die deutsche Besatzungsmacht, in den Fokus. So kam es zu einer Begegnung mit Dr. Franco Lori, dem Sohn des erst kürzlich verstorbenen ehemaligen Partisanen Renato Lori. Dr. Lori berichtete über die Erlebnisse seines Vaters in den Jahren 1943 – 1945. Am letzten Projekttag stand die Geschichte des deutschen Soldaten Otto Zeller im Mittelpunkt, der an der Besetzung Italiens teilgenommen hatte, daraufhin im Partisanenkampf eingesetzt war und 1944 im Alter von 20 Jahren von italienischen Partisanen erschossen wurde. Auf der Basis von Originalfotos aus Beständen der Familie erarbeiteten die Schüler einen Aufriss seines kurzen Lebens und befassten sich anhand eines Briefes, in welchem dem Vater des Soldaten dessen „Heldentod“ mitgeteilt wurde, mit seinem Tod. Insbesondere durch die Personalisierung des Krieges und dem Nachzeichnen der Kriegsmechanismen am Beispiel der Schicksale ganz konkreter Menschen, sei es der italienische Partisan Renato Lori, das italienische 10-jährige Kind Enrico Pieri oder der junge deutsche Soldat Otto Zeller, konnten die Schüler einen persönlichen und emotionalen Bezug entwickeln.


Besuch des jüdischen Museums und der Synagoge in Soragno

Den Abschluss der Projektwoche bildete der Besuch des jüdischen Museums und der Synagoge in Soragno, wo die sachkundige Museumsleiterin das jüdische Leben und Beten lebendig veranschaulichte und den Vernichtungskrieg gegen die Juden vor Augen führte. Die Schüler lernten die Verfolgungssituation der italienischen Juden am Schicksal von vier Kindern aus Parma kennen, die direkt nach ihrer Ankunft im Konzentrationslager Auschwitz vergast wurden.


Fazit: Vollgepackt mit zahlreichen Erlebnissen, Erkenntnissen und Erfahrungen machte sich die deutsche Schülergruppe dann auf den Weg zurück in die Heimat. Schon jetzt stellt sich die Vorfreude auf das Kommen der etwa 25 italienischen Schüler ein, die Ende September zum Gegenbesuch in Friedberg verweilen werden.

Einfach das Bild anklicken, um mehr über das EU-Erasmus+ Programm zu erfahren
Einfach das Bild anklicken, um mehr über das EU-Erasmus+ Programm zu erfahren

Di

12

Mai

2015

Heute Madrid, morgen Abitur…

Der JPRS-BG13 Spanisch-Kurs erkundet die drittgrößte Stadt der Europäischen Union

vordere Reihe von links Reimund Brendel, Claudia Schirm, rechts Klaus Peppler, Schüler BG13
vordere Reihe von links Reimund Brendel, Claudia Schirm, rechts Klaus Peppler, Schüler BG13

Ereignisreiche und sonnige Tage verbrachten unsere Schüler des BG13 Spanisch Kurses in der spanischen Landeshauptstadt Madrid. Im Vorfeld hatten die Schüler eigenständig kleine Stadtführungen vorbereitet, in deren Verlauf sie an ausgewählten Orten referierten und diese im authentischen Umfeld vorstellten. 


Nach der Besichtigung der Plaza Mayor, der Almudena Kathedrale und des Palacio Real, stand der Besuch der Stierkampfarena Las Ventas an – mit einer corrida, der traditionellen und gleichzeitig umstrittenen spanischen Tradition des Stierkampfes.


Neben den Erkundungen in der Stadt wurde auch die ein oder andere Gelegenheit genutzt, die spanischen Sprachkenntnisse zu praktizieren, wie z.B. bei einem Restaurantbesuch oder beim Einkaufen. Am 1. Mai erhielt die Gruppe dann einen Einblick in die politisch und sozial angespannte Lage des Landes – tausende Demonstranten versammelten sich an der Puerta del Sol, um gegen die rigide Sparpolitik der spanischen Regierung zu protestieren und mehr Arbeitsplätze einzufordern.


Auch Kunst und Literatur kamen nicht zu kurz, so stand der Besuch des berühmten Kunstmuseums El Prado mit bekannten Künstlern wie Goya und Velazquez auf dem Programm. In Alcalá de Henares besuchte man die Geburtsstadt von Miguel de Cervantes, dem Autor des weltberühmten Romans „Don Quijote de la Mancha“.


Mit schönen Erinnerungen an Madrid und persönlichen Einblicken in die Kultur Spaniens im Gepäck kamen Schüler und Lehrer (Claudia Schirm, Reimund Brendel und Klaus Peppler) schließlich wieder wohlbehalten am Frankfurter Flughafen an.


http://de.wikipedia.org/wiki/Madrid

Mi

06

Mai

2015

Impressionen aus der neuen JPRS-Metallwerkstatt – TEIL 2

Der zweite Teil ist unseren Gästen aus Lyon (Frankreich) gewidmet, die im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes “Metallmobiliar für den Außen- und Gartenbereich“, die Vorzüge der neuen JPRS-Metallwerkstatt in der Praxis getestet haben! (75 Bilder!)

In der Woche vom 27.4.- 1.5.2015 erhielt die JPRS Besuch einer Auszubildendengruppe aus Lyon (Frankreich). Die 15 französischen Metallbau-Azubis der "Ecole La Mache" kamen zum 2. Teil des Projektes “Metallmobiliar für den Außen- und Gartenbereich“. 


Nachdem im ersten Projektabschnitt 12 JPRS-Schüler des BG12 unter Leitung der Herren Schäfer und Diehl für 1 Woche in Lyon zu Gast waren, um dort ihre Projektideen in gemischten deutsch-französischen Teams detailliert zu entwerfen, stand nun der Gegenbesuch an, um die geplanten Gartenmöbel in der neuen Werkstatt der JPRS Friedberg gemeinsam mit den Schülern der JPRS zu realisieren.


Die französischen Projektlehrer E. Bugnet und S. Sayet zeigten sich beeindruckt von den vielfältigen Metallbau-Techniken der neuen JPRS-Metallwerkstatt, wie z.B. den professionellen Schweißgeräten, die ihre Azubis mit großer Freude an ihren eigenen Kreationen in der Praxis einsetzen. Nach ausgiebigem schleifen, sägen, feilen, schleifen und hämmern, konnten die Schüler endlich ihr Werk der Öffentlichkeit präsentieren. Nachdem sie von allen Seiten Lob und Anerkennung für ihre innovativen Gartenmöbel geerntet hatten, bot die Grillparty zum Abschluss des Projektes den Schülern eine willkommene Gelegenheit, ihre Grill-Sitzgruppen in der Praxis zu testen.


Fazit Die JPRS-Schulleiterin Jutta Tschakert, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Projektverlauf. Sie lobte insbesondere das hohe Engagement, das gute Teamwork und die hohe Kreativität aller beteiligten Schüler und Lehrer und freut sich bereits auf das anvisierte Folgeprojekt im nächsten Jahr. Frau Tschakert betonte weiterhin, dass die JPRS sehr froh über die Unterstützung des Projektes durch das Deutsch-Französische-Jugendwerk DFJW sei, welches bereits 2014 ein bilaterales Projekt der JPRS gefördert hatte.

Do

16

Apr

2015

JPRS Erasmus-Schülerprojekt mit Partnerschule in Parma

Unter der Fragestellung: "Today we make tomorrow through yesterday – Vom Massaker in Marzabotto bis zum Aufbau der Europäischen Union“.

Seit September 2014 arbeiten die Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) in Friedberg und das Liceo Attilio Bertolucci in Parma im Rahmen eines von der EU geförderten zweijährigen Erasmusprojektes zusammen. Unter der Fragestellung  „Today we make tomorrow through yesterday – Vom Massaker in Marzabotto bis zum Aufbau der Europäischen Union“ geht es zunächst darum, an das von einer SS-Einheit im Herbst 1944 begangene Massaker in Marzabotto zu erinnern.

 

Marzabotto ist der Name einer Apenninengemeinde in der Nähe von Bologna, ca. 120 km von Parma entfernt, in der Einheiten einer SS-Division mehr als 770 Zivilisten, vor allem Frauen, Kinder und alte Männer, getötet hatten. Die Schülerinnen und Schüler sollen anhand der grauenvollen Ereignisse in Marzabotto die leidvollen Kapitel der italienisch-deutschen Geschichte vor allem im Verlauf des Zweiten Weltkrieges nachvollziehen und die Bedeutung der Europäischen Union als außerordentlich wichtige Rahmenbedingung eines friedlichen Zusammenlebens der Menschen in Europa schätzen lernen. Im Kontext dieses Projektes besuchten Lehrerinnen und Lehrer der JPRS die italienische Partnerschule, um mit ihren dortigen Kolleginnen und Kollegen den weiteren Verlauf dieses Projektes zu planen, insbesondere die im nächsten Juni und September stattfindenden Treffen zwischen den Schülerinnen und Schülern der beiden Schulen.

 

Im Mittelpunkt dieses Besuches standen neben der konkreten Verlaufsplanung das Kennenlernen der am Projekt beteiligten italienischen Schülerinnen und Schüler und deren Erwartungen an ihren Besuch in Friedberg. Ferner wurden den Friedberger Lehrern auch die bisherigen Arbeiten am Projektthema präsentiert. So befragten die Schülerinnen und Schüler aus Parma ihre Großeltern und Verwandte nach deren Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg, machten sich auf die Suche nach Spuren der Weltkriegsgeschichte in Parma und Umgebung, schrieben Gedichte oder befragten Zeitzeugen aus der Region, wobei alle Ergebnisse in Form eines E-Book zusammengefasst wurden. Im weiteren Verlauf des Projektes wird das begonnene E-Book durch Zeitzeugnisse von deutscher Seite ergänzt und das gesamte Projekt dokumentiert.

Weiterhin stand auf dem Besuchsprogramm eine von den italienischen Schülern organisierte Stadtführung durch Parma, in deren Verlauf diese – aufgeregt, aber sichtlich voller Stolz und dazu noch auf Englisch – den deutschen Lehrerinnen und Lehrern nicht nur die wichtigsten Bezugspunkte der Stadtgeschichte, sondern auch die für die Geschichte des Zweiten Weltkrieges bedeutsamen Plätze in Parma vorstellten.


Die Kolleginnen und Kollegen waren beeindruckt von der Ernsthaftigkeit und Intensität, mit der sich die Jugendlichen der Partnerschule in Parma dem Thema widmen. Die italienischen Schüler, die bereits an den bisherigen Treffen mit Friedberg teilgenommen hatten, sprachen über ihre Erfahrungen und gaben ein ermutigendes Feedback. Immer wieder wurde auf die Diskrepanz zwischen anfänglicher Unsicherheit und positiven Erfahrung mit den deutschen Schülerinnen und Schülern und deren Familien verwiesen. Besonders freute es die Friedberger Kolleginnen und Kollegen, dass bis heute noch intensive Kontakte bestehen und sogar gegenseitige private Besuche geplant sind. Völkerverständigung wird so nicht nur zu einer Floskel, sondern findet einen ganz konkreten Ausdruck im weiteren Zusammenwachsen des europäischen Gedankens.

 

Die Erfahrung der JPRS, die bereits viele Schülerprojekte dieser Art durchgeführt hat, zeigt, dass die Förderung dieser Projekte durch die europäische Politik Früchte trägt. Schülerinnen und Schüler erfahren in solchen Projekten ein Gefühl eines gemeinsamen Europas und können dieses Europa für die Zukunft selbst gestalten. Denn der europäische Gedanke entsteht nicht nur auf der politischen Ebene, sondern vor allem in jedem von uns, und nur Menschen mit Erfahrungen in der europäischen Union werden zu Europäern.    

Radtour zu bedeutsamen Stätten des italienischen Widerstandes zur Zeit der Nazibesetzung Italiens ("Bicicletta Resistente")
Radtour zu bedeutsamen Stätten des italienischen Widerstandes zur Zeit der Nazibesetzung Italiens ("Bicicletta Resistente")

Do

19

Mär

2015

Info-Veranstaltung für deutsch-chinesischen Schüleraustausch

Am Donnerstag, den 19.03.2015 um 19.30 Uhr im Raum D-E 19

Zur Info-Veranstaltung für den deutsch-chinesischen Schüleraustausch im kommenden Schuljahr 2015/2016 (vom 27.10 – 09.11.2015) sind alle interessierten Schüler der BG und FOS herzlich eingeladen.

 

 



Infos über die internationalen

Aktivitäten der JPRS gibt es hier.

 

Mi

15

Okt

2014

Europa leben – Schüler aus Parma zu Besuch in Friedberg

Gemeinsames Friedensprojekt in europäisches Erasmus-Programm aufgenommen

Die Schülergruppe in der Hessischen Staatskanzlei in einer Diskussionsrunde mit Staatsministerin Lucia Puttrich
Die Schülergruppe in der Hessischen Staatskanzlei in einer Diskussionsrunde mit Staatsministerin Lucia Puttrich
Die Schülergruppe vor der EZB in Frankfurt
Die Schülergruppe vor der EZB in Frankfurt

Das erfolgreiche deutsch-italienische Parma-Projekt der Johann-Philipp-Reis-Schule in Friedberg mit dem Liceo Bertolucci in Parma ging dieser Tage mit dem Gegenbesuch der Schüler und Lehrer aus Italien in seine nächste Runde. Das internationale Schüleraustauschprojekt genießt eine hohe Anerkennung: So erfolgte erst kürzlich die Aufnahme in das begehrte Erasmus-Programm der Europäischen Union, die mit einer finanziellen Förderung verbunden ist.

 

Als Schwerpunkte setzt sich das Projekt die Erinnerungsarbeit über die deutsch-italienische Geschichte während des Zweiten Weltkrieges sowie die Verständigung über die Zukunft in einem geeinten Europa. Das Projekt will zum einen bei den jungen Menschen die Erinnerung und das Gedenken wachhalten und zum anderen das Bewusstsein für die Bedeutung des geeinten Europas als friedenserhaltende Kraft stärken.

 

Im Juni dieses Jahres hatten Schüler der Johann-Philipp-Reis-Schule mit den Lehrern Otto Lomb, Eva Tinz und Claudia Einhoff eine Woche lang Parma besucht. Gemeinsam mit den Schülern und Lehrern des Liceo Bertolucci hatten sie Exkursionen unternommen und Projektarbeiten durchgeführt. Die Aufarbeitung der deutsch-italienischen Geschichte während des Zweiten Weltkrieges stand im Mittelpunkt, als sich die Gruppen in Marzabotto in den Apenninen einen Tag lang in Workshops mit dem dortigen Massaker der deutschen Wehrmacht an Zivilisten im Herbst 1943 auseinandersetzten. Weitere Workshops in Parma widmeten sich der Friedensarbeit und Zukunft in einem geeinten Europa. So arbeiteten die Schüler die ersten Annäherungen der einstmals befeindeten Länder nach dem Zweiten Weltkrieg sowie die Anfänge des europäischen Einigungsprozesses auf.

 

Kürzlich erfolgte nun der Gegenbesuch der italienischen Schüler mit ihren Lehrerinnen Silvia Cacciani und Giovanna Azzoni in Friedberg. Der erste Tag stand ganz im Zeichen der europäischen Verständigung: Nach einem vormittäglichen Workshop zum Thema Europa in der Schule besichtigten die 11 Schüler aus Parma und die 14 Schüler aus Friedberg in Frankfurt die Europäische Zentralbank sowie die Paulskirche.

 

Am Folgetag fuhr die Gruppe in die Landeshauptstadt Wiesbaden, um einen ganz außergewöhnlichen Termin wahrzunehmen: Bereits im April 2014 war Staatsministerin Lucia Puttrich zu Gast in der Johann-Philipp-Reis-Schule gewesen, um den Zuwendungsbescheid mit der finanziellen Unterstützung des Landes Hessen für das Parma-Projekt zu überreichen. Auf die Initiative von Projektleiter Otto Lomb hin wurde ein Besuchstermin vereinbart: So konnten die 25 Jugendlichen in der Hessischen Staatskanzlei mit Frau Puttrich diskutieren. Das fanden die Schüler nun wirklich bemerkenswert, dass sich eine hochrangige Politikerin so viel Zeit für sie nahm. Die Schüler beider Länder führten mit der Ministerin ein reges Gespräch über europäische Themen. Der Besuch wurde abgerundet mit einer Besichtigung des Hessischen Landtages, in dem die Schüler auch eine Debatte der Landesparlamentarier verfolgten.

 

Die Gaststadt Friedberg stand im Fokus des vorletzten Tages: Nach zwei Workshops am Vormittag unternahmen die Schüler eine Exkursion durch die Innenstadt und besichtigten die Burg, den Adolfsturm, das einzigartige Judenbad und die ehemalige Synagoge. Der Tag klang mit einem Grillabend aus, bei dem auch die Eltern der gastgebenden Wetterauer Schüler anwesend waren.

 

Die italienischen und die deutschen Beteiligten können stolz auf ihre bisherige Projektarbeit blicken: Die Schüler lernten und lernen vieles über die Vergangenheit und die friedensstiftende europäische Perspektive, die Unterstützung einer Ministerin sowie der EU wurde möglich, sowohl finanzieller Art als auch durch konkrete Begegnungen und Gespräche; junge Menschen aus Italien und Deutschland begegnen sich, werden in Gastgeberfamilien aufgenommen, Freundschaften entstehen. Denn das Projekt will sich nicht nur theoretisch mit Europa und dem Friedensgedanken beschäftigen, sondern ganz konkret auch Europa und friedvolles Miteinander leben. Wenn sich auf diese Weise junge Menschen verschiedener Länder begegnen und kennenlernen, werden sie niemals aufeinander schießen, so das Fazit von Projektleiter Otto Lomb.

Mi

30

Jul

2014

Sommer, Sonne, Studienfahrt!

Der Spanischkurs des Beruflichen Gymnasiums auf großer Barcelona-Expedition

Claudia Schirm, Reimund Brendel, die BG-12 Schüler, g.r. Klaus Peppler; im Hintergrund der Palau Nacional
Claudia Schirm, Reimund Brendel, die BG-12 Schüler, g.r. Klaus Peppler; im Hintergrund der Palau Nacional

Nach Wochen intensiver Vorbereitungen ging es im Juli endlich los. Die Studienfahrt des Spanischkurses ermöglichte es den Gymnasiasten der Jahrgangsstufe 12, spanische Kultur zu entdecken und die Sehenswürdigkeiten des Landes kennenzulernen – und das bei strahlendem spanischem Sonnenwetter. Betreut wurden die Schüler von den Lehrern Claudia Schirm, Reimund Brendel und Klaus Peppler, welche die Studienfahrt, inklusive Exkursionen und Museumsbesuchen organisiert hatten.

 

Nach dem frühen Abflug vom Frankfurter Airport, hatte die Gruppe nach der Ankunft in Barcelona ausreichend Zeit, um die Ramblas zu erkunden, bevor es dann mit Hochspannung zum Public Viewing ging, wo der überraschende Kantersieg des deutschen Teams im Halbfinale gegen Brasilien (7:1!) für ausgelassene Stimmung und Feierlaune sorgte.

 

Am nächsten Morgen jedoch, nach nur wenig Schlaf, wurden die Schüler wieder vom Ernst des Lebens eingeholt. Die Reisegruppe machte sich auf den Weg in das Stadtzentrum von Barcelona, um sich dort gegenseitig mit den von ihnen verfassten, in aufgelockerter Form vorgetragenen Referaten, eine Menge Wissenswertes über die Sehenswürdigkeiten und die Geschichte der Stadt zu vermitteln. In den spannenden Schüler-Referaten jagte ein Highlight das Nächste: Die Sagrada Familia und ihre wundervollen Türme des Antoni Gaudí; der beeindruckende Palau Nacional und der doch recht steile Hausberg Montjuic, mit seiner schönen Aussicht auf den Hafen … und vieles mehr.

 

Mit der Zeit entstand ein Gemeinschaftsgefühl, da sich die Schüler besser kennenlernten und als Gruppe zusammenwuchsen. Sommer, Sonne, gute Laune – man musste die Tage einfach genießen. Umso schwerer fiel der dann der Abschied zurück in den Schulalltag im grauen, kühlen und verregneten Deutschland.

Mi

18

Jun

2014

Deutsch-Italienische Geschichte hautnah erfahren

Schüler der JPRS gestalten Friedensprojekt mit Partnerschule in Parma

Die Schülergruppe auf dem Monte Sole
Die Schülergruppe auf dem Monte Sole

In der Woche vom 02. bis 06. Juni besuchten 14 Schülerinnen und Schüler der Johann-Philipp-Reis-Schule Friedberg im Rahmen eines Austauschprojektes das Liceo Scientificio e Musikale St. Attilio Bertolucci in Parma. Gemeinsam mit ihren italienischen Austauschpartnern und den Lehrkräften Otto Lomb, Claudia Einhoff und Eva Tinz beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler in mehreren Workshops mit Fragen zur deutsch-italienischen Geschichte, zur Friedensgestaltung und zur Zukunft in einem geeinten Europa. Im Zentrum des Besuches stand die Fahrt nach Marzabotto.

 

Marzabotto ist der Name einer Apenninen-Gemeinde in der Nähe der italienischen Stadt Bologna in der Emilia-Romagna. Hier fand das schlimmste Kriegsverbrechen deutscher Soldaten während des Zweiten Weltkrieges in Italien statt. Zwischen dem 29. September und dem 1. Oktober 1944 zerstörten Einheiten der 16. SS-Panzergrenadier-Division „Reichsführer SS“ und der deutschen Wehrmacht die gesamte Region und töteten über 770 Zivilisten, vor allem alte Männer, Frauen und Kinder. Im Rahmen dieses Massakers, das – wie die italienischen Kollegen betonten – auch unter Mithilfe der lokalen faschistischen italienischen Behörden erfolgte, fanden Kriegsverbrechen statt, die noch lange das Verhältnis zwischen Deutschland und Italien belasteten.

 

Zur Erinnerung an dieses schreckliche Geschehen und zur Friedensermahnung für jetzige und zukünftige Generationen wurden in der Region mehrere Gedenkstätten und ein Begegnungszentrum errichtet. Im Rahmen der Exkursion erkundeten die Schülerinnen und Schüler der JPRS das Gelände von Monte Sole und besichtigten die Ruinen der Gedenkkirche von Casaglia.

 

Zentrales Ziel des Projektes ist, dass sich die deutschen und italienischen Jugendlichen ihrer Geschichte sowie der großen Bedeutung von Frieden und Aussöhnung bewusst werden und darüber hinaus Kontakte knüpfen, um die jeweils andere Kultur kennenzulernen. Durch die Unterbringung in Gastfamilien und verschiedene Programmpunkte der Partnerschule hatten die Schülerinnen und Schülern viele Möglichkeiten, sich untereinander auszutauschen.

 

Das Friedensprojekt mit Parma hat in der Öffentlichkeit großen Anklang gefunden. Bereits am 30.4. war Frau Staatsministerin Lucia Puttrich zu Gast in der Johann-Philipp-Reis-Schule, um den Zuwendungsbescheid des Landes Hessen für das Projekt zu überreichen und das besondere Friedens-Engagement der Schule zu würdigen. Im September 2014 wird die italienische Gruppe zu Gast in Friedberg sein, um das Projekt fortzusetzen. Als besonderer Programmpunkt ist dann ein Besuch bei Frau Staatsministerin Puttrich in Wiesbaden vorgesehen.

 

Weitere Info auf Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Marzabotto

Do

08

Mai

2014

Begegnungen ermöglichen und Friedensarbeit leisten

Prominenter Besuch in der JPRS – Lucia Puttrich, hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten zu Gast in unserer Schule

Lehrerin Eva Tinz, Schülerin Annika Gruber, Leitender Schulamtsdirektor Manfred Klebe, Staatsministerin Lucia Puttrich, Schulleiterin Jutta Tschakert
Lehrerin Eva Tinz, Schülerin Annika Gruber, Leitender Schulamtsdirektor Manfred Klebe, Staatsministerin Lucia Puttrich, Schulleiterin Jutta Tschakert

Anlass: die persönliche Überreichung des Zuwendungsbescheides für ein Friedensprojekt der JPRS mit der Partnerschule in Parma

 

Am 30.4.14 erhielten die JPRS-Schulleiterin Jutta Tschakert und der Leitende Schulamtsdirektor Manfred Klebe vom Schulamt Friedberg prominenten Besuch aus der Landeshauptstadt – von Lucia Puttrich, der hessischen Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten. 

 

Anlass war die Anerkennung für ein Schüleraustauschprojekt der JPRS mit der italienischen Partnerschule "Liceo Scientifico Attilio Bertolucci" aus Parma: Vom 2. bis 6. Juni werden 16 Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe des Beruflichen Gymnasiums nach Parma fahren, bei den italienischen Austauschschülern untergebracht sein und neben der Begegnung mit den Italienern und dem Kennenlernen der Region insbesondere Gedenkstätten des 2. Weltkrieges besuchen.

 

Religionslehrer Otto Lomb, Organisator der Fahrt, erklärte der Ministerin die Hintergründe des Projektes: Zwischen dem 29.9. und 5.10.1944 ermordeten SS-Leute in der Bergregion Monte Sole im Zuge der Partisanenbekämpfung 770 unschuldige Zivilisten, darunter Frauen, Greise und 220 Kinder unter 13 Jahren, sogar Säuglinge. Zum Gedenken an diese schreckliche Gräueltat werden die Schüler die Gedenkkirche Marzabotto besuchen und in der Scuola di Pace (Friedensschule) in Monte Sole mit Jugendlichen aus Italien und anderen Ländern ins Gespräch kommen. Das Projekt, so Otto Lomb, sei ihm ein Herzensanliegen, er wolle den Schülern die Vergangenheit nahebringen, die Bedeutung von Frieden und Aussöhnung vermitteln und die Begegnung mit den italienischen Schülern und ihren Familien ermöglichen: „Wer sich begegnet, schießt nicht aufeinander!“, so die zugleich griffige und eindringliche Botschaft Lombs.

 

Gerne wollte sie die Schule kennenlernen, die dieses wichtige Austauschprojekt initiiert habe, erklärte Frau Puttrich. Den an dem Projekt beteiligten Lehrern und Schülern sprach sie ihren Dank und ihre Anerkennung aus. Die Ministerin betonte das Engagement des Landes Hessen an der Friedensschule in Monte Sole: Es sei wichtig, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen, vor Ort Verantwortung zu übernehmen – so z.B. im Stiftungsrat der Friedensschule – und somit einen Beitrag zur Friedensarbeit zu leisten. Sie lobte das Engagement der Schüler, sich mit den Schicksalen der von den Nazis Ermordeten zu beschäftigen und die Erinnerung an das schreckliche Ereignis wachzuhalten. An dem Projekt schätze sie, dass mit aller Klarheit und Deutlichkeit das Entsetzliche dieser Massaker offengelegt werde. Wenn dies pädagogisch verantwortungsvoll geschehe, so könnten die Schüler dies nicht nur verkraften, es diene insbesondere der Warnung vor jedem Extremismus und der Ermahnung daran, wie grausam Menschen sein könnten und dass dies immer wieder möglich sei. Den Vorschlag von Organisator Otto Lomb, dass die italienischen und deutschen Schüler im Rahmen des Gegenbesuches sie in Wiesbaden besuchen, um ihre politische Arbeit näher kennenzulernen, begrüßte Frau Puttrich ausdrücklich.

 

Im Anschluss nutzte Frau Puttrich die Gelegenheit, bei Kaffee und Kuchen mit den Schülern ins Gespräch zu kommen. Die Schüler erzählten ihr von ihren Interessen und Motivationen für die Fahrt, und die Ministerin ermunterte sie, ausgiebig mit den jungen Menschen in Italien in Kontakt zu kommen, damit gewinne man neue Blickwinkel und baue Vorurteile ab.

 

Zum Abschluss der Veranstaltung bedankte sich JPRS-Schulleiterin Jutta Tschakert für den Besuch der Ministerin und ihr persönliches Interesse am Friedensprojekt der Schule.

Fotos: Adrian Nestoriuc

Mo

10

Mär

2014

Schüleraustausch mit französischer Berufsschule

Zwei Friseurauszubildende auf einer aufschlußreichen Exkursion nach Chaumont

In der Woche vom 17.02.14 bis 21.02.14 sind zwei Friseurauszubildende aus dem dritten Lehrjahr, fünf Schülerinnen aus der Berufsfachschule Schwerpunkt Körperpflege und ein Schüler aus dem Beruflichen Gymnasium der zwölften Klasse mit zwei Lehrerinnen der Friseurabteilung zu einem Austausch an eine berufliche Schule nach Chaumont Haute Marne in Frankreich aufgebrochen.

 

In diesem Austausch ging es darum die unterschiedliche Arbeitsweise der deutschen und französischen Schülerinnen und Schüler erfahren und gemeinsam eine Präsentation zum Thema Karneval auf die Beine zu stellen. Hierbei arbeiteten alle Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen eng zusammen, wobei die Kommunikation keine allzu große Hürde darstellte. Nach einer dreitägigen intensiven Vorbereitung würden die erarbeiteten Modelle einem ausgewählten Publikum in einer Show vorgeführt.

 

Obwohl die französischen Schülerinnen  in einem dualen Ausbildungssystem ausgebildet werden, findet deren Berufsschulunterricht in Blöcken statt. Hierbei wird vor allem das Erstellen von Frisuren und der Umgang mit dem Kunden in den Vordergrund gestellt. Allerdings wird auf die Umsetzung der Kosmetik ein weniger großes Augenmerk gelegt. Hier konnten sich unsere sowie die französischen Schülerinnen und Schüler gut ergänzen. 

 

Dieser Austausch war nur möglich durch tatkräftige  Unterstützung des Deutsch-Französischen-Jugend-Werkes, das auch den weiteren Austausch unterstützen wird.

 

Fazit: Die abschließende Präsentation war ein voller Erfolg und stellte für die Schülerinnen der Berufsfachschule eine gute Vorbereitung auf die bevorstehende Projektprüfung dar. Vom 17. Bis 21. März freuen wir uns mit den französischen Schülerinnen für eine Woche an unserer Schule arbeiten zu können, wenn sie zum Gegenbesuch kommen.

 

Sa

26

Okt

2013

Klassenfahrt nach Venedig

Klassen 11 der JPRS-Fachoberschule Gestaltung und Bautechnik

Die Biennale, die älteste internationale Kunstausstellung der Welt, feiert dieses Jahr ihren 55ten Geburtstag in Venedig, und auch dieses mal füllte man jeden der 88 Pavillons mit zeitgenössischer Kunst. Wir als Schüler der Gestaltungsklasse und der Bautechnik konnten uns das schlecht entgehen lassen. Die 5 Tage, die wir in Italien verbringen durften, bestanden aus einer Führung durch die Stadt selbst, dem Besuch der Biennale, gemütlichen Abenden am Strand und einem Ausflug auf die Insel Murano. Leider haben wir die Fähre eine Station zu früh verlassen und landeten statt dessen auf Burano, bevor wir uns mit dem nächsten Boot zu der Glasbläserinnen aufmachten, die eigentlich unser Ziel war. Doch schon Goethe hatte einst gesagt: "Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen". Alles in allem war es ein sehr schöner Aufenthalt, den bestimmt niemand von uns vergessen können wird. Venedig, das ein Kunstwerk für sich ist, können wir wirklich jedem empfehlen.

 

Valentina Root, (FA 12 G)

Mo

14

Okt

2013

Ni hao! … oder „Guten Tag“ auf Chinesisch

In der JPRS war eine Delegation von chinesischen Partnerschulen zu Gast

An der JPRS wurde in der Woche vom 23. bis zum 31.August 2013 bedeutender Besuch empfangen. Im Rahmen einer Schulpartnerschaft wurde eine chinesische Delegation von vier Partnerschulen aus der Provinz Guangdong Dongguan Tangxia begrüßt. Mit „Ni hao!“ zu Deutsch „Guten Tag“ hießen der kommissarische Schulleiter Maximilian Philipp sowie die für die Partnerschaft verantwortlichen Lehrer der JPRS Reimund Brendel und Frederick Weiß die Gäste, insgesamt sieben Lehrerinnen und Lehrer und 20 Schülerinnen und Schülern, an der JPRS herzlich willkommen. Maximilian Philipp betonte in seiner Begrüßungsrede die Bedeutung der Schulpartnerschaften. Es sei sehr wichtig den Erfahrungsaustausch von Schulen verschiedener Länder zu fördern und zu pflegen, denn nur so könne man sich gegenseitig kennenlernen und bereichern.

 

Den chinesischen Gästen wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Gelegenheit, an verschiedenen JPRS-Unterrichtsveranstaltungen teilzunehmen. So konnten sie zum Beispiel in der Nahrungsabteilung am Praxisunterricht angehender Bäcker und Fleischer teilnehmen. Die chinesischen Schülerinnen und Schüler bereiteten gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der JPRS das Mittagessen für alle Beteiligten. Neben kochen und backen schnupperten die chinesischen Schülerinnen und Schüler auch im Fachbereich Gestaltung in den deutschen Unterrichtsalltag. 

Neben den Veranstaltungen an der Schule, stand auch eine Exkursion in die Landeshauptstadt Wiesbaden auf dem Plan. Bei der Besichtigung des hessischen Landtags ließ es sich der Landtagspräsident Norbert Kartmann nicht nehmen, die Gäste persönlich zu begrüßen und eine kleine Führung anzubieten. Weitere Programmpunkte waren die Besichtigung des Römerkastells Saalburg und des Freilichtmuseums Hessenpark. Während die chinesischen Besucher auf der Saalburg eine Zeitreise ins Römerreich unternahmen, konnten sie später im Hessenpark Eindrücke der hessischen Lebensweise von vor 400 Jahren gewinnen. 

 

In dieser Woche kamen Spaß und Freude bei allen Beteiligten nicht zu kurz; die chinesischen Gäste zeigten sich sehr begeistert von den Erlebnissen und Eindrücken. 

 

Der nächste China-Besuch ist bereits geplant. Ab dem 18.Oktober 2013 wird eine deutsche Schuldelegation für zwei Wochen nach China reisen; dann sehen sich alle wieder – schulische Erfahrungen können weiter ausgetauscht und Freundschaften vertieft werden.

Mo

03

Jun

2013

Gracias! Es war (wieder mal) schön bei euch in Spanien!

Videoimpressionen der Madrid-Fahrt der JPRS-BG Spanisch-Schüler

Di

12

Mär

2013

Schüleraustausch zwischen JPRS und CFA Chaumont

Fünfzehn Auszubildende der JPRS Friedberg, Abteilung „Körperpflege“, nahmen erfolgreich am ersten Schüleraustausch mit dem Centre de Formation d'Apprentis Interprofessionnel et Départemental, CFA Interpro, Chaumont, Frankreich, im Zeitraum vom 18. bis 22. Februar, teil. Für ein besseres Sprachverständnis wurden sie dabei von zwei Schülern aus der 11. und 12. Jahrgangsstufe des beruflichen Gymnasiums unterstützt.

 

Die Schülerinnen und Schüler beider Schulen arbeiteten gemeinsam an der Organisation einer Show zum Thema „50 Jahre deutsch-französische Freundschaft“. Ausgefallene Frisuren, bunte Haarteile, wehende Federn und farbenprächtige Makeup’s in den Nationalfarben wurden mit Freude und Stolz seitens der Lehrlinge unter großem Applaus des Publikums präsentiert.

 

Während der gemeinsamen Arbeitsphasen erkannten die Jugendlichen Unterschiede in der französischen Berufsausbildung und erhielten darüber hinaus in ihrer Freizeit Einblicke in die französische Kultur und Lebensweise. Insbesondere durften sie auch in den Genuss einer herzlichen Gastfreundlichkeit und der französischen Küche kommen.

 

Zahlreiche Kontakte wurden in der kurzen Zeit geknüpft, die Smartphones sind überladen mit Erinnerungsfotos und es herrscht ein reger Datenaustausch auf der Plattform Facebook.

 

Fazit: Von beiden Teilnehmerseiten wurde das Austauschprogramm als voller Erfolg bewertet. So ist es nicht verwunderlich, dass bereits am 11. März der Gegenbesuch seitens der Franzosen in Friedberg mit großer Freude erwartet wird, welche den Wunsch beider Schulen um einen dauerhaften Austausch sowie den Ausbau und die Pflege der deutsch-französischen Freundschaft unterstreicht.

 

Mo

05

Nov

2012

JPRS Schüler im Austausch in Parma (Italien)

Europa anschaulich: Beim Besuch der European Food Safety Authority (efsa) mit Sitz in Parma erfahren die Comenius-Reisenden der JPRS, wie eine EU-Institution für Sicherheit in Sachen Ernährung sorgt.
Europa anschaulich: Beim Besuch der European Food Safety Authority (efsa) mit Sitz in Parma erfahren die Comenius-Reisenden der JPRS, wie eine EU-Institution für Sicherheit in Sachen Ernährung sorgt.

Im Rahmen des Comenius-Projektes „Picture Europe – Fighting stereotypes with images“ besuchte eine Gruppe von zehn Schülerinnen und Schülern der Klassen 11 und 12 des beruflichen Gymnasiums der Johann-Philipp-Reis Schule (JPRS) in Friedberg das „Liceo Scientificio-Liceo Musicale Attilio Bertolucci“ in Parma. Gemeinsam mit weiteren Comenius-Partnern aus Rotterdam und aus Samsun/Türkei verbrachten sie eine abwechslungsreiche Woche in Oberitalien. 

 

Die Unterbringung der Schülergruppe in Gastfamilien war für die Friedberger Schülerinnen und Schüler eine schöne Erfahrung mit der überwältigenden italienischen Gastfreundschaft: Die offene und herzliche Lebensart und nicht zuletzt die italienische Küche werden ihnen nachhaltig in Erinnerung bleiben. 

 

Gemeinsam mit ihren drei begleitenden Lehrern erlebten sie eine interessante und wunderbar organisierte Woche: Ein musikalischer Willkommensgruß von Schülerinnen und Schülern des „Liceo Musicale“ am ersten Tag und die Teilnahme am Unterricht ermöglichte Einblicke in den italienischen Schulalltag. Ein Besuch bei der European Food Safety Authority (EFSA) informierte über die Arbeit einer EU-Organisation. Detailreiche Stadtführungen durch Parma, Mantova und Bologna vermittelten bei wunderschönem Frühlingswetter Eindrücke über diese schönen und sehenswerten oberitalienischen Städte. 

 

Abgerundet wurde das Programm durch private Unternehmungen mit den italienischen Gastgebern: Spiel und Sport, Shopping, Familienabende, Kneipenbummel und schließlich eine „Farewell party“ im Elternhaus eines italienischen Schülers ließen keine Wünsche offen. Nach fünftägigem Aufenthalt war der Abschied von den italienischen Gastgebern sehr herzlich – verbunden mit der genseitigen Zusicherung weiterer Kontaktpflege. So sind sich die Europäer noch ein Stück näher gekommen, ganz nach dem Motto „Fighting stereotypes with experiences“…