Fachbereich Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung
Vorbereitung von Schülern an die Anforderungen der Berufs- und Arbeitswelt
"Man kann einen Menschen nichts lehren,
man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken."
Galileo Galilei – Mathematiker, Physiker und Astronom (1564-1642)
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Gewinner "Innovationspreis Berufliche Schulen in Hessen" 2008
Die JPRS hat mit ihrem Projekt „Waldschule“ einen der begehrten Preise im Wettbewerb „Innovationspreis Berufliche Schulen in Hessen“ gewonnen. Der Innovationspreis, der von der Vereinigung Hessischer Unternehmerverbände(vhu) und dem Kultusministerium ausgelobt wurde, wird an berufliche Schulen vergeben, die neue und erfolgreiche Bildungskonzepte erarbeitet haben.
Der Preis in Höhe von 2000Euro wurde durch den Kultusminister Jürgen Banzer an Schulleiter Peter Stelz und den Leiter des Projektes, Klaus Kamm, feierlich übergeben. In seiner Ansprache zur Verleihung lobte der Minister die hohe Bereitschaft der Schule sich auf neue, innovative Wege zu begeben.
Steigerung der Leistungsbereitschaft der jugendlichen Schüler
Ziel dieses innovativen Projektes ist es, den negativen Verhaltensweisen zu begegnen, die Leistungsbereitschaft der Jugendlichen zu steigern. Die Schüler, die in EIBE-Klassen beschult werden, weisen zum Teil erhebliche Mängel in ihren persönlichen Möglichkeiten und sozialen Kompetenzen, in ihrer Motivation und Leistungsbereitschaft bis hin zu Verweigerung und Schulablehnung auf. Durch Einwirken verschiedener Entstehungsfaktoren haben wir es mit einer komplexen Wechselwirkung von psychosozialen Risiko- und Selbstschutzbedingungen zu tun. Die Schwierigkeiten der Schüler in EIBE-Klassen sind nicht ausschließlich Ausdruck eines Scheiterns an kognitiven oder rein schulischen Leistungsanforderungen. Es handelt sich um einen Prozess der selten nur durch kognitive Leistungsbehinderungen verursacht wird, sondern häufig durch krisenhafte Entwicklungen in einem ganzen Konstellationsgefüge.
Arbeitsergebnisse mit realem Gebrauchswert
Für die jungen Menschen ist es von großer Bedeutung, dass ihre Arbeitsergebnisse einen realen Gebrauchswert haben. Hierbei hat sich die Auftragsarbeit für den Hessen-Forst sehr bewährt. Durch das handwerkliche Arbeiten rücken die jugendlichen Schüler in Richtung Erwachsenenwelt und Selbstständigkeit, während ihre Altersgenossen „nur“ in die Schule gehen. Dieser kalkulierte Effekt wirkt sich positiv auf das Selbstwertgefühl und die Motivation, auch in anderen Bereichen des Schul- und Praxislebens aus.
Die jungen Menschen nutzen diese Möglichkeit der Mitarbeit in dem innovativen Projekt „Waldschule“ auch, um sich mit der Maßnahme zu identifizieren und damit verbundene Ideen zu ihren eigenen zu machen. Konkret ablesbar sind diese Prozesse in sehr sicherem und pfleglichem Umgang mit Ausrüstung und Werkzeugen.
Unverzichtbare Bildungsprozesse zur Entfaltung der Persönlichkeit
Wenn sich die Institution Schule als Bildungs- und Erziehungsinstanz neben der Familie versteht und damit ihrer Rolle als Sozialisationsinstanz gerecht werden will, muss sie so gestaltet sein, dass sie von jungen Erwachsenen besonders in schwierigen Lebenslagen anerkannt und angenommen werden kann. In diesen Bezug zählt in der konkreten Situation nicht die Institution Schule an sich, sondern das konkrete Erleben von Beziehung der Jugendlichen zu (ihrem) Lehrer oder Erzieher.
Alle genannten Bildungsprozesse des Projektes „Waldschule“ der JPRS Friedberg sind als unverzichtbar für eine gelingende Entfaltung der Persönlichkeit jedes einzelnen Jugendlichen anzusehen. Mit der „Waldschule“ beschreitet die JPRS den Weg zu einer Schule als „lohnender Lebensort“ für Jugendliche und junge Erwachsenen.
Die Präsention des JPRS-Projekts "Waldschiule"
Von der Jury, die aus Vertretern der hessischen Wirtschaft und dem Ministerium bestand, wurden aus 40 Bewerbungen die Besten zehn ausgewählt und zu einer Präsentation eingeladen. Die Kollegen Bernd Ritter und Christian Gemein durften stellvertretend für das Team Waldschule, ihr Projekt vorstellen und bildreich präsentieren. Die Jury war begeistert von den dargestellten Ansätzen, den Jugendlichen den Übergang von der Schule in den Beruf näher zu bringen.













