Fachbereich Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung

Vorbereitung von Schülern an die Anforderungen der Berufs- und Arbeitswelt

"Man kann einen Menschen nichts lehren,

man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken." 

Galileo Galilei – Mathematiker, Physiker und Astronom (1564-1642) 

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Di

22

Sep

2015

JPRS als "Umweltschule" ausgezeichnet

Feierliche Preisverleihung am 16.09. 2015 in Hanau 

Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser, Klaus Kamm, Jutta Tschakert, Claudia Henske, Thorsten Lux  (Alle JPRS) und Kultusstaatsekretär Dr. Manuel Lösel bei der Übergabe der Urkunde
Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser, Klaus Kamm, Jutta Tschakert, Claudia Henske, Thorsten Lux (Alle JPRS) und Kultusstaatsekretär Dr. Manuel Lösel bei der Übergabe der Urkunde

Preisverleihung durch hessischen Kultusstaatsekretär und Kultusstaatsekretärin

Kultusstaatsekretär Dr. Manuel Lösel und Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser haben in Hanau an der Eugen-Kaiser-Schule 103 Schulen als „Umweltschulen“ ausgezeichnet.

„Heute möchten wir die hessischen Schulen als Umweltschulen würdigen, die ganz nach dem Motto ‚Lernen und Handeln für unsere Zukunft‘ mit spannenden und kreativen Ideen zu einer besseren Umwelterziehung und ökologischer Bildung im Unterricht und im gesamten Schulleben beitragen. Nicht zuletzt die große Anzahl, die in diesem Jahr das Zertifikat neu oder erneut erhalten haben, macht uns als Landesregierung überaus stolz und zeigt den Erfolg der Initiative“, sagten Lösel und Tappeser im Rahmen der Feierstunde. 


Ausgezeichnete ökologische Waldschule-Aktivitäten des JPRS-Fachbereichs Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung

Die JPRS gehörte durch die Waldschule-Aktivitäten des Fachbereiches Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung zu den als "Umweltschule" ausgezeichneten hessischen Schulen. Das ambitionierte JPRS-Ökologie-Projekt verknüpft die Förderung ökologischen Bewusstseins mit der Motivation durch handwerkliche Arbeit Produkte zu gestalten, welches sinnvolle Anwendung finden. Wie zum Beispiel die Fertigung von Hordengattern, die in der Forstwirtschaft als Einzäunung und Schutz des Jungwaldwuchses gegen Wildverbiss eingesetzt werden. Die Gatter wurden aus unbehandeltem Holz (Fichte oder Kiefer) gefertigt und sind im Gegensatz zu Schutzmöglichkeiten wie Drahtzäunen ökologisch abbaubar, d.h. sie kommen nach jahrelangem Einsatz wieder dem Waldboden zugute (Selbst die Nägel bauen sich ab).

 

Projekt „Umweltschule - Lernen und Handeln für unsere Zukunft“

Das Projekt „Umweltschule - Lernen und Handeln für unsere Zukunft“ ist eine gemeinsame Initiative des Hessischen Kultusministeriums und des Umweltministeriums. Ausgezeichnet werden Schulen für ihr besonderes Engagement im Bereich Umwelterziehung und ökologische Bildung. Gewürdigt wird die Verbesserung der Qualität von Unterricht und Schulleben im Sinne der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. Unterstützt werden die Schulen in diesem Prozess vom Beratungsnetzwerk der hessischen Umweltbildungszentren und einer zentralen Landeskoordination. Auf ihrem Weg zur Verbesserung der Qualität von Unterricht und Schulleben im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung werden den teilnehmenden Schulen Fortbildungen, Fachtagungen und persönliche Hilfestellung angeboten. 2012 wurde die Initiative „Umweltschule“ von der Deutschen UNESCO-Kommission als „Offizielle Maßnahme der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.

 

Unsere Gesellschaft aktiv mitgestalten

„Mit den Umweltschulen können wir als Landesregierung junge Menschen dazu motivieren, unsere Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Die heute ausgezeichneten Schulen sind wichtige Lernorte für die Generationen, die in der Zukunft die Verantwortung übernehmen werden“, erläuterten Lösel und Tappeser. Außerordentlich erfreulich sei zudem, dass sich die „Umweltschule“ als eine der hessischen Nachhaltigkeitsinitiativen fest etabliert hat und damit wichtiger Bestandteil des hessischen Maßnahmenplans geworden ist.

Seit 2011 werden südhessische und nordhessische Schulen jährlich wechselnd ausgezeichnet. Das bedeutet gleichzeitig, dass sich der Zeitraum für die Projektarbeit der Schulen auf zwei Jahre ausdehnt und dementsprechend auch die Auszeichnung für zwei Jahre Gültigkeit besitzt. „Die Schülerinnen und Schüler haben auch in diesem Jahr wieder eindrucksvoll gezeigt, dass sie ihre Schule nicht nur als reinen Ort der Wissensvermittlung ansehen, sondern ebenso als eine Möglichkeit nutzen, ihr Lebensumfeld nachhaltig mitzugestalten. Dafür möchten wir allen teilnehmenden Schulen ganz herzlich danken“, so Lösel und Tappeser abschließend.

Gewinner "Innovationspreis Berufliche Schulen in Hessen" 2008

 

Die JPRS hat mit ihrem Projekt „Waldschule“ einen der begehrten Preise im Wettbewerb „Innovationspreis Berufliche Schulen in Hessen“ gewonnen. Der Innovationspreis, der von der Vereinigung Hessischer Unternehmerverbände(vhu) und dem Kultusministerium ausgelobt wurde, wird an berufliche Schulen vergeben, die neue und erfolgreiche Bildungskonzepte erarbeitet haben.

Der Preis in Höhe von 2000Euro wurde durch den Kultusminister Jürgen Banzer an Schulleiter Peter Stelz und den Leiter des Projektes, Klaus Kamm, feierlich übergeben. In seiner Ansprache zur Verleihung lobte der Minister die hohe Bereitschaft der Schule sich auf neue, innovative Wege zu begeben.

 

Steigerung der Leistungsbereitschaft der jugendlichen Schüler

Ziel dieses innovativen Projektes ist es, den negativen Verhaltensweisen zu begegnen, die Leistungsbereitschaft der Jugendlichen zu steigern. Die Schüler, die in EIBE-Klassen beschult werden, weisen zum Teil erhebliche Mängel in ihren persönlichen Möglichkeiten und sozialen Kompetenzen, in ihrer Motivation und Leistungsbereitschaft bis hin zu Verweigerung und Schulablehnung auf. Durch Einwirken verschiedener Entstehungsfaktoren haben wir es mit einer komplexen Wechselwirkung von psychosozialen Risiko- und Selbstschutzbedingungen zu tun. Die Schwierigkeiten der Schüler in EIBE-Klassen sind nicht ausschließlich Ausdruck eines Scheiterns an kognitiven oder rein schulischen Leistungsanforderungen. Es handelt sich um einen Prozess der selten nur durch kognitive Leistungsbehinderungen verursacht wird, sondern häufig durch krisenhafte Entwicklungen in einem ganzen Konstellationsgefüge.

 

Arbeitsergebnisse mit realem Gebrauchswert

Für die jungen Menschen ist es von großer Bedeutung, dass ihre Arbeitsergebnisse einen realen Gebrauchswert haben. Hierbei hat sich die Auftragsarbeit für den Hessen-Forst sehr bewährt. Durch das handwerkliche Arbeiten rücken die jugendlichen Schüler in Richtung Erwachsenenwelt und Selbstständigkeit, während ihre Altersgenossen „nur“ in die Schule gehen. Dieser kalkulierte Effekt wirkt sich positiv auf das Selbstwertgefühl und die Motivation, auch in anderen Bereichen des Schul- und Praxislebens aus.

Die jungen Menschen nutzen diese Möglichkeit der Mitarbeit in dem innovativen Projekt „Waldschule“ auch, um sich mit der Maßnahme zu identifizieren und damit verbundene Ideen zu ihren eigenen zu machen. Konkret ablesbar sind diese Prozesse in sehr sicherem und pfleglichem Umgang mit Ausrüstung und Werkzeugen.

 

Unverzichtbare Bildungsprozesse zur Entfaltung der Persönlichkeit

Wenn sich die Institution Schule als Bildungs- und Erziehungsinstanz neben der Familie versteht und damit ihrer Rolle als Sozialisationsinstanz gerecht werden will, muss sie so gestaltet sein, dass sie von jungen Erwachsenen besonders in schwierigen Lebenslagen anerkannt und angenommen werden kann. In diesen Bezug zählt in der konkreten Situation nicht die Institution Schule an sich, sondern das konkrete Erleben von Beziehung der Jugendlichen zu (ihrem) Lehrer oder Erzieher.

Alle genannten Bildungsprozesse des Projektes „Waldschule“ der JPRS Friedberg sind als unverzichtbar für eine gelingende Entfaltung der Persönlichkeit jedes einzelnen Jugendlichen anzusehen. Mit der „Waldschule“ beschreitet die JPRS den Weg zu einer Schule als „lohnender Lebensort“ für Jugendliche und junge Erwachsenen.

 

Die Präsention des JPRS-Projekts "Waldschiule"

Von der Jury, die aus Vertretern der hessischen Wirtschaft und dem Ministerium bestand, wurden aus 40 Bewerbungen die Besten zehn ausgewählt und zu einer Präsentation eingeladen. Die Kollegen Bernd Ritter und Christian Gemein durften stellvertretend für das Team Waldschule, ihr Projekt vorstellen und bildreich präsentieren. Die Jury war begeistert von den dargestellten Ansätzen, den Jugendlichen den Übergang von der Schule in den Beruf näher zu bringen.