Fachbereich Fahrzeugtechnik

„Das Auto ist eine vorübergehende Erscheinung. Ich glaube an das Pferd.“ 

Kaiser Wilhelm II (von 1888-1918 letzter Deutscher Kaiser und König von Preußen)

Wir bilden in folgenden Schulformen aus:

Berufsfachschule

Berufsschule

Berufe rund ums Rad – bei Jugendlichen hoch im Kurs

Berufe rund ums Rad stehen bei Jugendlichen hoch im Kurs, was alleine schon die hohe Schülerzahl zeigt: 326 Jugendliche werden in 13 Klassen überwiegend im Blockunterricht durch sechs Kollegen beschult. Auch die zentrale und verkehrsgünstige Lage der JPRS im Wetteraukreis trägt zu diesen Schülerzahlen bei. Dies wird auch noch durch die „Nähe“ zu vielen Ausbildungsbetrieben - und das ist nicht nur räumlich zu sehen - unterstützt.

 

Der / die „Kraftfahrzeugmechaniker / -in“ gehörte viele Jahre zu einem der am häufigsten gewählten Ausbildungsberufe. Auch die Berufe „Kraftfahrzeugelektriker /-in“ und „Automobilmechaniker“ konnten ähnliche Ausbildungsquoten vorweisen.

Seit August 2004 sind diese Berufe allerdings verschwunden - um sofort neu aufzuerstehen in einem einzigen Beruf, der sie alle integriert – dem / der “Kraftfahrzeugmechatroniker / -in“ (3,5 Jahre Ausbildung). In ihm vereinigen sich nun Ausbildungsinhalte aus den Bereichen der Kfz-Mechanik und -Elektronik (=Mechatronik) mit sowohl umfangreichen Systemkenntnissen, Service- und Diagnosetätigkeiten und nicht zuletzt Inhalten aus dem Dienstleistungsbereich.

Gleichzeitig wurde die bisherige Trennung in einen handwerklichen und einen industriellen Beruf aufgehoben, damit beide Betriebssparten diesen Beruf ausbilden können.

 

Kraftfahrzeugmechatroniker/-innen werden in den Schwerpunkten Personenkraftwagen-, Nutzfahrzeug-, (Motorrad- oder Fahrzeugkommunikationstechnik) ausgebildet.

 

Hier sind sie in der Planung, Wartung, Prüfung, Diagnose, Instandsetzung, Aus- und Umrüstung tätig. Die Ausbildung erfolgt im Rahmen des dualen Ausbildungssystems bei Fahrzeugherstellern bzw. Servicebetrieben, sowie in der Berufsschule (Teilzeitform).

 

Die moderne Technik in den Kraftfahrzeugen
verlangt ein weites Qualifikationsspektrum, wie z.B.:

 

  • diagnostizieren von Fehlern, Störungen und deren Ursachen mit Hilfe von Diagnosecomputern
  • warten, prüfen und einstellen von Kraftfahrzeugen und Systemen
  • de- und montieren von Baugruppen und deren Bauteile
  • instandsetzen von Kraftfahrzeugen und deren Bauteilen
  • aus-, um- und nachrüsten von Kraftfahrzeugen mit Zubehör und Zusatzeinrichtungen
  • untersuchen von Kraftfahrzeugen gemäss rechtlicher Vorschriften
  • in Betrieb nehmen und bedienen von Kraftfahrzeugen mit Zubehör und Zusatzeinrichtungen
  • aktualisieren von Systemen und Prüfgeräten mit neuer Software
  • situationsgerecht mit Kunden kommunizieren
  • planen und kontrollieren von Arbeitsabläufen, bewerten von Arbeitsergebnissen und anwenden von qualitätssichernden Maßnahmen

Zusammenfassend kann man sagen, dass der "ideale KFZ-Mechatroniker/in" ein "schraubender Computerexperte" ist - ein Experte der den Umgang mit Hard- und Software genauso beherrscht, wie das handwerkliche Arbeiten am Fahrzeug. Neben dem Werkzeugwagen kommt also immer mehr der Diagnosecomputer zum Einsatz. Moderne Fahrzeuge verlangen auch modernen Service und somit gute Kenntnisse über die immer stärkere Vernetzung von Elektronik (ESP, ABS, CAN-BUS usw.) und Mechanik (Austausch von Baugruppen, Wartungs- und Reparaturarbeiten). Hierbei sind auch unterschiedliche Aspekte des Umweltschutzes, der Arbeitssicherheit, des Gesundheitsschutzes und der Qualitätssicherung zu beachten. Aus diesen Gründen sollte der Schüler zumindest einen guten (besser: sehr guten) Hauptschulabschluss oder einen guten Realschulabschluss vorweisen - empfiehlt der Zentralverband des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes.

 

Die Gesellenprüfung gliedert sich in zwei Teile:

Der erste Teil dieser gestreckten Gesellenprüfung ( frühere Zwischenprüfung ) wird zum Ende des zweiten Lehrjahres abgelegt und besteht aus drei Arbeitsaufträgen ( Messen und Prüfen; diagnostizieren von Fehlern und Instandhaltung ). Diese werden sowohl schriftlich als auch praktisch realitätsbezogen ( Prüfprotokolle und Arbeitsplanungen ) abgearbeitet ( 75% Ergebnisanteil ) und enden in abschließenden 10 minütigen Fachgesprächen ( 25% Ergebnisanteil ). Die sich hieraus ergebende Teilnote dieser Gesellenprüfung wird in der späteren Gesamtnote mit 35% eingerechnet. Der zweite Teil der Gesellenprüfung ( Abschlussprüfung ) zum Ende der Ausbildungszeit beinhaltet wiederum einen theoretischen (Kraftfahrzeug- und Instandhaltungstechnik, Diagnosetechnik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde) und einen praktischen Teil ( fünf Arbeitsaufträge ). Ein abschließendes Prüfungsgespräch von 20 Minuten geht mit 30% in die Teilnote ein. Die Gesamtnote der Gesellenprüfung setzt sich somit aus den 35% des ersten Teils und aus 65% des zweiten Teils der Prüfung zusammen und muss mindestens die Note "Ausreichend" ergeben, um die Gesellenprüfung bestanden zu haben.

Mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung ergibt sich an der Johann-Philipp-Reis-Schule u.a. die Möglichkeit, bei erfüllter Zugangsvoraussetzung, die Fachoberschule (Form B) über ein Jahr (Vollzeit) zu besuchen und die Fachhochschulreife zu erlangen.

Der Wandel im Berufsbild wurde durch einen neuen Rahmenlehrplan, der nach Lernfeldern strukturiert ist, ergänzt. Aus allgemeinen pädagogischen und fachdidaktischen Erwägungen heraus wurde in unserer Kfz- Abteilung der handlungs- und projektorientierte Unterricht, z.B. durch Doppelbesetzungen im Theorie- / Praxisbereich, schon über längere Zeit realisiert.

 

Diese Umstrukturierung im Kfz- Handwerk wurde von unserer Seite aus schon in ihrer Planungsphase (April 2000, Vorstellung der angedachten „neuen“ Ausbildungsberufe durch den Bundesgeschäftsführer des Zentralverbandes des dtsch. Kfz – Gewerbes, Hr. Ingo Meyer) durch mehrere Teilnahmen an Innungsveranstaltungen und MEQ-/ IQ- Weiterbildungen des Hess. Kultusministeriums begleitet. Die Mitarbeit des Kfz-Teams bei der landesweiten Prüfungserstellung, des Prüfungsausschusses mit der Durchführung/ Auswertung der theoretischen und praktischen Prüfungen und andere Kooperationen mit der Kfz-Innung Oberhessen z.B. im Fort-/ Weiterbildungsbereich sind ehrenamtlicher Bestandteil unserer Tätigkeiten.

 

Seit dem Jahr 1988 sind zwei Kollegen als Multiplikatoren des Landes Hessen für Kfz-Technologie bundesweit bei Kfz- / Nfz- Herstellern und Zulieferfirmen auf Expertenlehrgängen anzutreffen. Ihre Aufgabe ist es, die überarbeiteten Lehrgangsinhalte an die entsprechenden Fachkollegen an den Berufsschulen unserer hessischen Region weiterzugeben.

 

Bei der Gründung unserer Kfz - AG im Jahre 1998 sollte die verstärkte Verzahnung von Theorie und Praxis unter dem Aspekt „Teamteaching“ gefestigt werden.

Fortbildungsplanung, Verbesserung der räumlichen und personellen Ausstattung, Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben, sowie die Mitarbeit an unserer Schulentwicklungsplanung sind weitere AG-Arbeitsschwerpunkte. Die außerunterrichtlichen Treffen der AG-Teilnehmer dienen auch der internen Abstimmung der Unterrichtsblockplanung mit der Schulleitung und der externen Kooperation mit der überbetrieblichen Ausbildung im BTZ Lahn-Dill mit ihrem Leiter Herr Kuhn. Als sichtbaren Erfolg unserer Tätigkeiten konnten wir uns über mehrere Schüler als „Innungsbeste“ und „Landessieger im Kfz-Handwerk“ auf der Freisprechungsfeier der Kfz-Innung Oberhessen freuen.

Die gute Zusammenarbeit mit dem Schulleiter Hr. Stelz und dem Fördervereinsvorsitzenden Hr. Brendel brachte uns diverse gute Verbesserungen und hatte ihre Auswirkungen in medialen / technischen, räumlichen und organisatorisch-personellen Bereichen.

 

Mediale / technische Ausstattung:

Selbstverlegter Internetzugang in allen Kfz-Räumen, Lehrer-PC, 10 Schüler-Laptops mit WLAN und fahrbarer Ladestation für eine optimale Lernfeldumsetzung

 

Die Lernfeldumsetzung geht neue Wege:

Mit Unterstützung der Schulleitung konnte ein „neuer“ Unfallwagen gekauft werden, dessen Wiederaufbau eine sehr realitätsnahe Umsetzung des Lernfeldgedankens darstellt. Auch werden, bedingt durch die gute Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben, weitere Pkw und Nfz für unterrichtliche Zwecke eingesetzt, da wir über die dazu notwendige markengebundene und ungebundene System- / Informations- / und Diagnosegeräte verfügen. Somit können wir in der Ausbildung alle Bereiche der Problemanalyse / Arbeitsplanung und Fehlerbehebung an Fahrzeugen abdecken.

 

Räumliche Ausstattung:

Die geplante und umgesetzte Werkstättenerweiterung mit umfassenden Renovierungsmaßnahmen und Ergänzungsbeschaffungen (z.B. moderner Bremsenprüfstand ) wurde gerade abgeschlossen. Für den lernfeldorientierten Unterricht ergab sich nun zusätzlicher Raum für den Dialogservice im Rahmen des geschäftsorientierten Prozesses in der Ausbildung unserer Schüler.

Organisatorisch - personeller Bereich: Durch die Mitarbeit am Schulprogramm und in Selbstverantwortung plus (SV+), sowie die hilfreiche Unterstützung durch die Schulleitung wurden weitere neue Ideen in der Kfz - Abteilung umgesetzt:

Einführungstage für die neuen Unterstufenschüler und selbstgestaltete mehrtägige Kompaktseminare.

Gleichzeitig werden in dem Seminar differenzierte Unterrichtsplanungen für künftige Vorhaben im Rahmen der Lernfeldumsetzung erarbeitet, damit wir als Lehrerteam den aktuellen und zukünftigen Erfordernissen moderner Kfz-Technologie und der Ausbildung unserer Schüler verantwortungsbewusst Rechnung tragen können.

 

 

Team:  

Funktion:Fachtheorie und Fachpraxis -KFZ, Prüfungsausschuss 

Name: Uwe Bingel

Telefon: 06031-732752

E-Mail: bingel@jprs.de

 

Funktion: Fachtheorie und Fachpraxis -KFZ, Prüfungsausschuss

Name: Klaus Kamm

Telefon:06031-7327

E-Mail: kamm@jprs.de

 

Funktion: Fachtheorie-KFZ, Prüfungsausschuss

Name: Achim Kopp

Telefon:06031-732752

E-Mail: kopp@jprs.de

 

Funktion: Fachtheorie und Fachpraxis-KFZ, Prüfungsausschuss, Teamsprecher

Name: Andreas Rausch

Telefon:06031-7327252

E-Mail: rausch@jprs.de

 

 

 

 


Mi

07

Jun

2017

"Aktion junge Fahrer 2017" – die JPRS stand mal wieder Kopf!

Aktionstag zum wichtigen Thema "Unfall-Prävention für junge Autofahrer"

Fotos: Adrian Nestoriuc

Actionreicher JPRS-Aktionstag zur Verbesserung der persönlichen Einschätzung des Sicherheitsrisikos junger Menschen im Straßenverkehr

Ziel des Aktionstages ist die Verbesserung der Einschätzung des persönlichen Sicherheitsrisikos junger Menschen im Straßenverkehr, besonders im Bereich Alkohol und Drogen. Wichtige Risikofaktoren sind das „Nicht angeschnallt sein“ sowie die völlige Selbstüberschätzung. Beinahe täglich werden Notfallmediziner mit schwersten Verkehrsunfällen konfrontiert, bei denen die Unfallverursacher junge Autofahrer zwischen 19 und 21 Jahren sind. Am gut besuchten Aktionstsag "Junge Fahrer" bildeten der Überschlagsimulator und der Gurtschlitten das Warming- up für die Vorträge der Polizei, des Notfallseelsorgers und der Fahrphysik. 

 

Notfallmediziner - das eigene Verhalten analysieren, um Notfälle zu vermeiden

Mit authentischen Unfallbildern und Ausführungen, im Hinblick auf die Rettungseinsätze sowie Schicksale von Opfern und Angehörigen, öffnete der Notfallmediziner Dr. Freier den Blick der Schüler auf ihr eigenes Verhalten. Weiterhin referierte er über die Auswirkung von Alkohol und Drogen sowie daraus resultierende mittel- und langfristige

Schädigungen und Spätfolgen für den menschlichen Körper. Weiterhin informierte er die Schüler, wie sie sich vor unbeabsichtigtem Drogenkonsum, welcher oft in Form von KO- Tropfen erfolgt schützen können, um nicht anschließend Opfer von Gewaltverbrechen zu werden. 

 

Alkohol am Steuer - mit BOB am Steuer sicher nach Hause

Zum Thema Alkohol am Steuer referierte ein Beamter vom Polizeipräsidium Mittelhessen über BOB. Wer ist BOB? BOB ist jene Person in einer Gruppe, die nach Absprache keinen Alkohol trinkt und die Mitfahrer sicher nach Hause bringt.

Mehr Informationen zu BOB:  www.aktion-bob.de 

 

Überschlagsimulator - das optimale Instrument zur Vermittlung des korrekten Verhaltens im Ernstfall 

Info: Nur etwa 30 % aller Unfallfahrzeuge kommen nach einem schweren Crash in der Normallage auf allen vier Rädern zum Stehen. Fragestellung: Wie befreie ich mich aus einem umgestürzten Fahrzeug? Da die wenigsten Schüler über Erfahrungen auf diesem Gebiet verfügen, ist das Wissen über die physikalischen, medizinischen und vor allem psychologischen Hintergründe eines solchen Notfalls sowie die Vermittlung des richtigen Verhaltens im Ernstfall von großer Bedeutung. Der Überschlagsimulator bot den Jugendlichen das optimale Instrument, die Selbstrettung bzw. Rettung Dritter aus Unfallfahrzeugen realistisch zu simulieren. Hier konnten sie sich für Situationen sensibilisieren, in denen Schock, Panik und Orientierungslosigkeit oft zu übereilten und falschen Handlungen führt. 

 

Gurtschlitten – erst gurten, dann spurten!

Auch der Gurtschlitten war nichts für schwache Nerven. Bei der Abfahrt auf dem 2-sitzigen Schlitten hatten die Schüler die Möglichkeit die Wirkung von Sicherheitsgurten bei einer Geschwindigkeit von etwa 11 km/h am eigenen Körper zu erleben. Die Referenten der Verkehrswacht informieren die Benutzer, wie auch die Zuschauer über richtiges Angurten welches lebensrettend ist. 

 

Fahrphysik - Gefahrenpotentiale transparent vermittelt

Beim Vortrag zur Fahrphysik erfuhren die Schüler, wie man Wege und Zeiten im Zusammenhang mit der Fahrgeschwindigkeit sowie Überholwege und Überholzeiten abschätzen und berechnen kann. Sie wurden darüber aufgeklärt, dass das Beschleunigungsverhalten von verschiedenen Faktoren abhängt, Bewegungsenergie ein Gefahrenpotenzial bildet und nicht zuletzt, welche fatalen Auswirkungen ein Frontalcrash selbst bei geringer Geschwindigkeit hat. 

 

Notfallseelsorge – aktive Hilfe in akuten Krisensituationen 

Der Vortrag des Notfallseelsorgers hinterließ bei den Zuhörern tiefe Betroffenheit. Eine Tätigkeit, die sich nicht ausschließlich mit der Betreuung der Opfer sowie deren Angehörigen am Unfallort auseinandersetzt, sondern auch damit, Opfer, Angehörige, Beteiligte und Helfer von Notfällen in der akuten Krisensituation zu beraten und zu stützen. 

Zum Einsatzspektrum eines Notfallseelsorgers gehören weiterhin die psychologische Betreuung der Angehörigen nach traumatischen Ereignissen, wie erfolgloser Reanimation, plötzlichem Kindstod und Suizid sowie die Begleitung der Polizei bei der Überbringung von Todesnachrichten. 

 

Slalomfahrt mit Ecstasy Brille - Live-Erlebnisbericht einer "Schülerreporterin"

Lea Völker von der Gymnasialklasse BG11b engagierte sich als Schülerreporterin: „Unsere erste Station war der Schulsanitätsdienst, der aus Schülern unserer Schule besteht. Die Aktion kann man sich vorstellen wie ein Erste-Hilfe-Kurs mit Übungen, wie man als Ersthelfer bei einem Autounfall helfen kann. Bei der nächsten Station war ein Vertreter der Notfallseelsorge in Hessen anwesend, der über seine Tätigkeit informierte. Die Station BOB Polizei betreute Polizeioberkommissar Jürgen Sill. Er zeigte uns u.a. einen Film über einen Unfall, bei dem vier Jugendliche ums Leben gekommen waren. Wir haben besprochen, was bei der Autofahrt alles falsch gelaufen war, z.B. dass keiner angeschnallt und der Fahrer viel zu schnell gefahren war. Interessant war auch die Station Rauschbrille, die ein Mitarbeiter der Friedberger Suchthilfe betreute. Wir durften zwei Brillen ausprobieren, die die Einschränkungen nach dem Konsum von Alkohol bzw. Ecstasy simulierten. Mit der Ecstasy-Brille absolvierten wir dann einen Slalomparcour auf einem Bobbycar – das war schwerer als gedacht!“

 

Teilnehmende Partner: Verkehrswacht, JPRS- Schulsanitätsdienst, Facharzt für Notfallmedizin und Anästhesie Dr. Birger Freier, Polizeipräsidium Mittelhessen sowie ein Notfallseelsorger.

 

Wir danken allen Beteiligten und Besuchern und hoffen, dass wir mit dem Aktionstag dazu beigetragen haben, unsere Schüler zu sensibilisieren, um diese vor dramatischen Verkehrsunfällen zu schützen.  

Mi

24

Mai

2017

JPRS goes Hightech – neues Elektroauto zu Gast in der KFZ-Werkstatt

Das neue E-Auto, Kfz-Schüler 2. Ausbildungsjahr, 3. von links Uwe Bingel
Das neue E-Auto, Kfz-Schüler 2. Ausbildungsjahr, 3. von links Uwe Bingel

Welche Vor- und Nachteile hat ein Elektroauto gegenüber einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor? Wie ist die Funktionsweise? Wie sehen die Werkstatt-Abläufe aus? Welche Reparaturen erfordert ein E-Auto? Wo sind Gefahrenpunkte und wie sieht die Erste Hilfe aus? Welche Lademöglichkeiten gibt es? Wie kann ich ein Hochvoltsystem abschalten?

 

Diese und viele weitere Fragen ergaben sich im Kfz-Unterricht an der JPRS, als der Typus des E-Autos im Fokus stand. Doch die Schüler des zweiten Kfz-Ausbildungsjahrgangs beschäftigten sich mit diesen Fragen nicht nur theoretisch. Die neuen Herausforderungen wurden mit Hilfe des Elektro-Fahrzeuges des Kfz-Landesverbandes Hessen praxisorientiert geklärt.

 

Höhepunkt des Praxisunterrichts waren Probefahrten mit dem Elektrofahrzeug, um Reichweite und Fahrdynamik am eigenen Leib zu erfahren. Dabei wurden von den Auszubildenden
Verbrauchsberechnungen im Vergleich zum Verbrennungsmotor erstellt. Das „Freischalten“ eines Elektrofahrzeuges wurde an dem Mitsubishi I-Miev geübt. Auch die Gefahren im Zusammenhang mit der 350 Volt Gleichspannung der Hochvoltbatterie wurden besprochen.

 

„Alternative Antriebsmöglichkeiten wie Hybrid- und Elektroantrieb gehören seit 2013 zum Ausbildungsinhalt der Kfz-Mechatroniker“ erläuterte Kfz-Fachlehrer Uwe Bingel, der sich über Weiterbildungen zur Elektrofachkraft für Hochvoltfahrzeuge qualifiziert hat. „Nur geschulte Fachkräfte dürfen und können in Zukunft Reparaturen und Wartungen an Elektrofahrzeugen durchführen“ erklärte Bingel den Auszubildenden.

 

Die Kfz-Auszubildenden zeigten sich begeistert über das E-Auto („Mann, geht der ab!“, „Hört sich an wie 'ne S-Bahn!“, „Bei einigen Supermärkten und Parkhäusern kann man kostenlos tanken!“), nur ein Azubi äußerte Bedenken: „Der ist langweilig, macht keinen Krach und hat nicht mal vernünftige Räder drauf!“

 

Ausbilder und Schüler waren zufrieden über die gelungene Kombination von Theorie und Praxis und die erlebte Erfahrung mit einer neuen, zukünftigen Dimension des Autofahrens. So lautete denn auch das Fazit aller Beteiligten: „Das Elektrofahrzeug ist sicherlich eine ernsthafte Alternative zu einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor“.