Berufsschule – Ausbildungsberuf Holz- und Bautenschützer/in

Einsatz in 4 Wänden – wenn Feuchtigkeit oder Holzschädlinge eine Wohnung oder ein Haus gefährden, beginnt die Mission des Holz- und Bautenschutzes. Hier wird die Fachfrau/ der Fachmann immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt, weil sowohl die Schäden als auch deren Ursachen sich von Fall zu Fall unterscheiden. Die meisten dieser Aufgaben lassen sich nur im Team bewältigen.

Holz- und Bautenschützer/innen sanieren Bauteile und sorgen sich um den Oberflächenschutz von Wand- und Bodenflächen. Sie führen vorbeugende Maßnahmen durch, untersuchen vorhandene Schäden und beheben diese.

 

Holz- und Bautenschützer/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HwO). Diese bundesweit geregelte 3-jährige duale Ausbildung mit Fachrichtungen findet im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Sie erfolgt in einer der folgenden Fachrichtungen, welche am Ende des 2 Ausbildungsjahres durch den Auszubildenden/ die Auszubildende gewählt weden:

 

 

Ausbildung Zusatzqualifikation: für spätere auszuübende Berufsfelder/Bildungsweg

  • Meister im Holz- und Bautenschutz
  • Studium (Bachelor of Engineering)
  • Techniker oder Fachwirt im Holz- und Bautenschutz
  • Berufliche Fortbildungskurse
  • Schüler mit Mittlerem Abschluss können nach ihrer Berufsausbildung in der Fachoberschule der Form B in einem Jahr die Fachhochschulreife erwerben.

 

Organisationsformen des Unterrichts:

  • Berufsschulunterricht wird in Blockwochen organisiert. Den Blockplan finden Sie im Downloadbereich unserer Homepage.

 

Anforderungen und Skills: 

  • Werken/Technik: Als Holz- und Bautenschützer bist du ein echter Handwerker! Im Umgang mit Werkzeugen zeigst du Geschick und du bringst ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen mit.
  • Biologie: Nicht alle Holzzerstörer sind gleich gefährlich. Also ist es für dich wichtig zu wissen, mit wem du es zu tun hast und dafür ist biologisches Verständnis und Interesse notwendig.
  • Chemie: Wie umweltschädlich sind die Mittel, die ich einsetze für Mensch und Natur? „So viel wie nötig und so wenig wie möglich”: Dies ist dein Leitspruch, um zum Schutz der Umwelt als Holz- und Bautenschützer beizutragen.
  • Physik: Wann entsteht Schimmel? Was bedeuten 70 % Luftfeuchtigkeit? Für eine fachgerechte Sanierung musst du dich mit der Entstehung von Feuchtigkeit und ihren Einfluss auf Baumaterialien auskennen.
  • Mathe: Wie groß ist die Fläche, die ich sanieren muss? Wie mische ich Mörtel im richtigen Mengenverhältnis? Dies auszurechnen darf für dich kein Problem sein.

 

Besonderheiten des Berufsfelds:

  • fachliche und allgemeine Bildung, für eine breitangelegte berufliche Grundbildung
  • begleitender Teil der Ausbildung - Duales System

 

Vorteile der Ausbildung an der JPRS: 

  • Förderung der Teamfähigkeit der Schülerinnen und Schüler
  • Motivierte Lehrkräfte im Unterricht
  • Organisation des Unterrichts in Blockwochen steigert die Möglichkeit des Lernens in der Gruppe.
  • Förderung von selbstorganisiertem Lernen in der JPRS. 
  • Intensive Zusammenarbeit mit dem Ausbildungszentrum in Nidda: http://www.abz-nidda.de/holz__bautenschuetzer.html und dem Deutscher Holz- und Bautenschutzverband e.V. www.dhbv.de

 

Unterrichtsinhalte:

Aufgrund der Ausbildungsverordnung ist der Unterricht in 13 Lernfelder aufgeteilt. Dies bedeutet, dass wir sehr praxisnah in häufig handlungs- und projektorientierter Form unterrichten. Baustellen-Situationen werden als Arbeitsaufträge vorgegeben, die die Schüler, teilweise auch in Gruppenarbeit zur Förderung der Teamfähigkeit, weitestgehend selbstständig lösen.

 

Ausstattung Schule:

  • Klassenraum mit Computerarbeitsplätzen
  • Fachbibliothek für Schülerinnen und Schüler
  • Fahrbare SMART Boards
  • Werkstattraum / Baulabor

 

Positive Zukunftschancen mit Holz- und Bautenschutz

Wie gefragt Fachkräfte im Holz- und Bautenschutz sind, belegt die hohe Rate der übernommenen Auszubildenden: Durchschnittlich werden 80 % der Holz- und Bautenschützer nach der Gesellenprüfung von ihren Ausbildungsbetrieben übernommen. Die restlichen 20 % finden in der Regel – sollten sie den Beruf beibehalten – bei anderen Betrieben eine Festanstellung. Die Auftragslage ist so gut, dass viele Unternehmen Aufträge sogar ablehnen müssen, weil ihnen das nötige Personal fehlt. Somit kann jeder motivierte Auszubildende mit einem sicheren Arbeitsplatz rechnen.

 

Berufsalternativen

Holz- und Bautenschützer können überall dort eingesetzt werden, wo es darum geht Häuser zu sanieren und für die Zukunft zu erhalten.

 

Sonstiges/ Media/ Internet Links:

Was macht ein Holz- und Bautenschützer?

Diese Frage ließ sich die Bundesagentur für Arbeit vom Hamburger Holz- und Bautenschutz Unternehmer Karsten Beardi und dessen Auszubildenden Marcel beantworten.

http://www.berufe.tv/BA/ausbildung/?filmID=1000188

 

Der DHBV informiert über die Ausbildung:

http://www.dhbv.de/index.php?menuid=140

 

ABZ Nidda:

http://www.abz-nidda.de/

Ansprechpartner: 

Abteilung Bautechnik

Holger Gerlach

E-Mail: gerlach@jprs.de